Fußball Oberliga

5:1 – Sportfreunde Niederwenigern blühen wieder auf

Dominik Enz (r.) hat mit den Sportfreunden Niederwenigern am Mittwochabend unter Flutlicht gegen den Cronenberger SC gewonnen.

Dominik Enz (r.) hat mit den Sportfreunden Niederwenigern am Mittwochabend unter Flutlicht gegen den Cronenberger SC gewonnen.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Den Sportfreunde Niederwenigern ist ein deutlicher Heimsieg gegen den Cronenberger SC gelungen. Die Gegner machten es ihnen am Ende leicht.

Ein Befreiungsschlag ist den Sportfreunden Niederwenigern am Mittwochabend gelungen. Gegen den Cronenberger SC gewannen sie – am Ende mit elf gegen neun – deutlich mit 5:1.

Für Niederwenigern ging es darum, sich wieder besser zu präsentieren als in den vergangenen beiden Partien, in denen es jeweils Niederlagen gegen zwei Aufsteiger (Sterkrade-Nord und Jahn Hiesfeld) setzte. Mit dem Cronenberger SC kam eine Mannschaft nach Hattingen, die zuletzt ebenfalls Probleme hatte.

Sportfreunde Niederwenigern nähern sich langsam dem Ziel

Es dauerte auch eine ganze Weile, bis sich die Teams etwas nennenswerter vor das gegenüberliegende Gehäuse vorspielten. Auf Wennischer Seite war es Paul Beyer, der anfangs noch zu hoch zielte und Damian Peterburs, dessen Flanke von außen zwar gefährlich vor das Tor kam, allerdings stand dort kein Mitspieler.

Nach einem Freistoß köpfte Sergej Stahl die Kugel in den Fünf-Meter-Raum, wo ihn Simon Bukowski am ersten Pfosten direkt nahm, aber nur den Außenpfosten traf (23.). David Moreno überraschte den Gästetorwart dann nach 33 Minuten mit einem Schuss an den linken Innenpfosten, der Ball sprang aber wieder ins Feld. „Die ersten Minuten waren bisschen unruhig, danach hatten wir viel Ballbesitz und haben den Gegner laufen lassen, was in der zweiten Halbzeit dazu führte, dass sie müde wurden“, so der zufriedene SFN-Trainer Marcel Kraushaar.

Cronenberger SC nutzt Chancen ebenfalls nicht gut aus

Die Wuppertaler nutzten ihre Vorstöße ebenfalls nicht aus. Nach einer Eckenvariante gelangte der Ball in den Strafraum, wo ein Angreifer aber nur einen schwachen Schuss auf SFN-Keeper Julian Geitz zustande brachte (17.). Sonst waren die Angriffe teilweise zu unpräzise oder die SFN-Deckung stand. Der CSC operierte viel mit langen Bällen, wollte schnell nach vorne. Eine Großchance landete aber daneben.

Tore fielen dann aber erst nach dem Seitenwechsel. Nach einer Hereingabe in den CSC-Strafraum tickte der Ball erst einmal, Bukowski traf ihn nicht richtig und dann landete er vor den Füßen von Kento Wakamiya, der sich nicht zweimal bitten ließ und die Führung erzielte. Und als sich die Sportfreunde über rechts voran arbeiteten, landete die Kugel im Strafraum bei Bukowski, der sie stramm in die linke Torecke drosch.

Wennische sind am Ende nach zwei Platzverweisen in Überzahl

Zu dem Zeitpunkt waren die Wennischen übrigens in Überzahl, da einer der Gäste nach einem harten Frustfoul an Stahl glatt Rot gesehen hatte. In der Schlussviertelstunde zeigte der Unparteiische noch einem Wuppertaler Rot, nachdem Fabian Lümmer an der Seitenlinie von seinem Gegenspieler mit gestreckten Beinen umgegrätscht wurde. Die Cronenberger hatten zwar ein Ballspiel dabei gesehen, der Schiedsrichter ließ sich nach einer kleinen Diskussion allerdings nicht umstimmen. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt, wir aber aber auch am Ende verdient gewonnen“, so Kraushaar.

Bukowski hatte noch eine gute Chance, als ihn Peterburs von außen flach bediente, der Stürmer der Sportfreunde aber wie in der ersten Halbzeit erneut nur den Pfosten traf. Besser machte es Peterburs in der 71. Minute dann selbst: der eingewechselte Frederick Gipper spielte ihn per kurzem Pass an, der einschussbereite, an diesem Abend die Kapitänsbinde der Sportfreunde tragende Peterburs entschied sich für die linke Ecke, in die der Ball halbhoch flog. Und als Wakamiya noch einmal bedient wurde, stand es 4:0. Das fünfte Tor versenkten die Gegner nach einem Freistoß in den eigenen Maschen. Mit Abpfiff gelang dem CSC noch der Ehrentreffer.

Kraushaar: „Mannschaft fällt ein Stein vom Herzen“

Den Gegentreffer bezeichnete Kraushaar als „kleinen Wermutstropfen“. Doch es habe in letzter Zeit andere Probleme gegeben, so dass er verkraftbar sei. „Ich glaube, man hat gemerkt, dass der Mannschaft schon ein Stein vom Herzen gefallen ist“, sagte der Coach nach der Vorstellung seiner Elf, die sich deutlich verbessert auf dem Platz zeigte.

Die jüngsten beiden Niederlagen hatten die Sportfreunde laut Kraushaar wieder „zurück auf den Boden der Tatsachen gebracht“. Daher sei der Sieg sehr wichtig. „Er hat der Mannschaft gezeigt, dass deutlich mehr in ihr steckt. Als Fußballer will man gewinnen. Das haben wir heute gemacht und es tat der Mannschaft gut.“

So haben sie gespielt

Sportfreunde Niederwenigern – Cronenberger SC 5:1

Tore: 1:0 Kento Wakamiya (49.), 2:0 Simon Bukowski (60.), 3:0 Damian Peterburs (71.), 4:0 Kento Wakamiya (77.), 5:0 (ET/81.), 5:1 (90. + 1).

SFN: Geitz, Beyer, Stahl, Feldmann, F. Lümmer (85. Grünewald), Eckert (81. Adolphs), Peterburs, Enz (68. Gipper), Wakamiya, Moreno (73. M. Golz), Bukowski.

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