Fußball-Oberliga

1:4-Niederlage: Sprockhövel hat in Hamm nichts zu melden

Sprockhövels Trainer Andrius Balaika.

Sprockhövels Trainer Andrius Balaika.

Foto: Fischer

Sprockhövel.   Zwei Spiele stehen für die TSG Sprockhövel über Ostern an. Im ersten setzte es eine krachende Niederlage. Die TSG verlor in Hamm mit 1:4.

Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel ist ein wenig aus der Spur geraten. Am Gründonnerstag setzte es die dritte Niederlage in Folge. Die TSG verlor das Auswärtsspiel gegen die Hammer SpVg mit 1:4.

Das war nicht gut für das Selbstvertrauen, aber natürlich werden die Sprockhöveler auch schon ein bisschen verunsichert in dieses Spiel gegangen sein. Denn zuletzt lief es ja keineswegs nach Wunsch. Die Heimspiele gegen Lippstadt (0:2) und Brünninghausen (2:3) gingen bekanntlich verloren.

Rohde: „Wir haben wieder Geschenke verteilt“

Es war also klar, dass es für die Sprockhöveler nicht ganz leicht werden würde. Richtig schwierig kann es aber werden, wenn man den Gegner, wie in Hamm geschehen, immer wieder zu Toren einlädt. „Wir haben wieder ein paar Geschenke verteilt“, ärgerte sich Patrick Rohde schon zur Halbzeit. Damit sprach Sprockhövels Sportlicher Leiter auch die Entstehung des ersten Gegentreffers an. Da verteidigte die TSG nämlich nicht gut, verhalf den Gastgebern zu einer Ecke, und nach einer Faustabwehr von Torwart Mauritz Mißner erzielte Hamms Yannick Albrecht das 1:0.

Doch Sprockhövel boten sich Chancen zum Ausgleich. So zum Beispiel durch Xhino Kadiu, der aber unkonzentriert vergab, und so auch durch Max Claus, der seine Chance ebenfalls nicht nutzen konnten. Im Gegenzug dann wieder einer dieser von Patrick Rohde erwähnten Fehler. Denn da gingen die Sprockhöveler völlig ungeschickt in den Zweikampf und verursachten einen Elfmeter, denn dann David Loheider zum 2:0 nutzte.

Max Claus trifft per Elfmeter zum 1:4

Die Gäste mussten also etwas tun. Sie durften aber auch nicht zu sehr ins Risiko gehen, denn Hamm ist eine Mannschaft, die gut kontern kann. Und das sollten die Sprockhöveler schon bald nach Wiederanpfiff feststellen, nachdem Aziz Budak kurz vor dem gegnerischen Strafraum den Ball verloren hatte. Hamm spielte dann ganz schnell nach vorne. David Loheider drang in den Strafraum ein - und wurde von Enes Cömez von den Beinen geholt. Wieder Elfmeter also. Diesmal trat Ralf Schneider an und ließ mit einem Schuss ins rechte obere Eck Mauritz Mißner keine Chance.

Und als dann nur 120 Sekunden später David Loheider auf 4:0 für die Platzherren erhöhte, war klar, dass es aus Sprockhöveler Sicht ein ganz und gar unerfreulicher Abend werden würde. Da brachte es auch nichts mehr, dass Max Claus in der 76. Minute per Elfmeter auf 1:4 verkürzte.

Balaika: „Wir sind in einer schwierigen Situation“

„Bei uns stimmt im Moment einiges nicht, auch die Körpersprache der Spieler gefällt mir nicht. Es sieht bei einigen zurzeit so aus, als sei es eine Strafe, in der Oberliga Fußball zu spielen“, kommentierte Trainer Andrius Balaika, der natürlich auch die Qualität der Hammer gesehen hatte, dann aber sagte: „Wir waren beim 0:0 im Hinspiel die klar bessere Mannschaft, wir können also auch solche Gegner schlagen. Aber im Augenblick sind bei uns viele Spieler im Kopf nicht richtig frei. Vielleicht auch deshalb, weil sie nicht wissen, bei welchem Verein sie in der nächsten Saison spielen. Diese Situation ist für uns neu, und sie ist schwierig. Wichtig ist jetzt, dass wir die Ruhe bewahren. Dann kommen wir da auch wieder raus.“

Viel Zeit, die Situation zu analysieren, haben die Sprockhöveler aber nicht. Denn schon am Ostermontag geht es weiter. Dann steht um 15 Uhr vor heimischer Kulisse das Heimspiel gegen Eintracht Rheine an.

Hammer SpVg - TSG Sprockhövel 1:4
Tore: 1:0 Yannick Albrecht (15.), 2:0 David Loheider (FE, 33.), 3:0 Ralf Schneider (FE; 53.), 4:0 David Loheider (55.), 4:1 Max Claus (79.).
Hamm: Peters, Below, Albrecht (84. Przybilla), Pihl, Franke, Bezhaev, Klajic, Eickhoff, Schneider, Loheider (63. Kusakci. Schmidt (75. Nölle).
Sprockhövel: Mißner, Oberdorf, Cömez (63. Muharremi), Postolli, Gremme, Budak, Terrzicik,Ramaj, Dytko, Kadiu (74. Bukowski), Claus.
Schiedsrichter: Waldemar Stor (Oetinghausen).

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