TuS Volmetal

Warum es in der Volmetaler Fanszene einen Umbruch gibt

Gänsehaut vor den Heimspielen: Die grüne „Handballhölle Volmetal“ ist bei Gegnern in der dritten Handball-Liga gefürchtet.

Gänsehaut vor den Heimspielen: Die grüne „Handballhölle Volmetal“ ist bei Gegnern in der dritten Handball-Liga gefürchtet.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Dahl.  Die Green Devils, erster Fanclub des Handball-Vereins TuS Volmetal, haben sich aufgelöst. Drei neue Gruppen gehen zur Saison 19/20 an den Start.

Das Licht geht aus, in grünen Lettern werden die Zuschauer in der „Handballhölle Volmetal” begrüßt, auf dem Spielfeld schwenken grün-weiße Fahnen: Keine Frage, die Atmosphäre bei Heimspielen des Handball-Drittligisten TuS Volmetal ist elektrisierend. Damit das auch in Zukunft so bleibt oder sogar noch besser wird, stellt sich die Fanszene in Hagen-Dahl neu auf. Ab der kommenden Saison gibt es die bekannten „Green Devils” nicht mehr. Der erste Fanclub des Handballvereins hat sich stark verjüngt und tritt künftig als „Green Devil Youngstars“ auf. Zu diesem Fanclub zählen aktuell 15 Mitglieder. Außerdem gehen zwei neue Fanclubs an den Start: die Crew 87 mit 14 Mitgliedern und der Fanclub Ringstraße (6).

Die neuen Strukturen

Weil sich sie Green Devils nach und nach aufgelöst haben, lag eine Umstrukturierung auf der Hand. Etablierte Mitglieder wie Yannick Rasch-Blümel haben den Verein verlassen, andere sind beruflich bedingt umgezogen. Dafür sprangen oft die heutigen B-Jugendspieler des TuS ein und feuerten die Drittliga-Handballer an. Heute sind sie die Nachfolgegruppe des ersten Volmetaler Fanclubs. Die übrig gebliebenen Mitglieder der Green Devils haben die Gruppe Crew 87 gegründet. So unterscheiden sich die verschiedenen Clubs vor allem in der Altersstruktur, denn mit dem Fanclub Ringstraße um Dirk Griesenbeck gibt es auch eine Gruppe für die älteren Fans. Streit habe es innerhalb der Green Devils nicht gegeben. „Es gab einfach viele Leute, die sich engagieren wollten”, berichtet Sven Brackelsberg vom TuS Volmetal. Er koordiniert die Fanszene. „Wir wollen wieder mehr machen als in der vorherigen Saison”, sagt er.

Die Planungen

Geplant sind wieder mehrere Choreographien. Sowohl bei Heim- als auch bei Auswärtsspielen wollen die Fans optisch auf sich aufmerksam machen. Auch die „größte Fahne im Handball in ganz Deutschland” soll Gesellschaft bekommen. Geplant ist eine weitere Fahne wie jene, die direkt zu Beginn des Einlaufbereichs vor den Heimspielen geschwenkt wird. „Was alles möglich ist, werden wir sehen. Wir nehmen erst einmal den Bestand auf“, so Brackelsberg.

Klar ist aber, dass der ohnehin beachtliche Support weiter ausgebaut werden soll. „Wir sind nicht irgendein Drittligist, wir sind der Drittligist”, sagt Brackelsberg über den TuS Volmetal. Er ist seit 1998 Mitglied, spielt selbst Handball und hat auch im Vorstand Verantwortung übernommen -- Brackelsberg weiß also, was den Verein so besonders macht. „Das sind ehemalige Mitspieler, Trainer oder auch wie Julius Blümel Spieler, die ich selbst mal trainiert habe auf dem Feld. Allein das lockt Zuschauer, schließlich stehen da unsere Freunde auf dem Feld”, sagt Brackelsberg.

Es kommt nicht selten vor, dass die Mannschaft die Fans zum Grillen einlädt, oft sind Spieler und Zuschauer auch in ihrer Freizeit gemeinsam unterwegs. Dieser familiäre Zusammenhalt ist der Grund, warum der Verein sich als „gallisches Dorf” mit geringen finanziellen Mitteln seit Jahren in der dritthöchsten deutschen Spielklasse halten kann.

Die Aktionen der Fanclubs werden von anderen Zuschauern mit Spenden ermöglicht, auch der Verein leistet seinen Anteil. „In den vergangenen Jahren hatten wir ein Jahresbudget von 3000 Euro. Damit kann man schon eine Menge auf die Beine stellen”, so Brackelsberg.

40 bis 50 Zuschauer werden die Volmetaler wohl auch wieder in der kommenden Saison zu den Auswärtspartien begleiten. So auch beim ersten Saisonspiel, wenn es für den TuS am Samstag zum Aufsteiger LiT Tribe nach Ostwestfalen geht. Gemeinsam wollen Spieler und Fans daran arbeiten, sich weiter in der 3. Liga zu behaupten. Auf dem Spielfeld und auf den Tribünen.

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