Fußball

Vor Pflichtspielstart gibt es noch Baustellen

Coach Fadil Salkanovic, hier noch im Dress seines Ex-Vereins SSV Hagen, startet am Sonntag mit dem FC Wetter gegen den FSV Gevelsberg in die neue Spielzeit.

Coach Fadil Salkanovic, hier noch im Dress seines Ex-Vereins SSV Hagen, startet am Sonntag mit dem FC Wetter gegen den FSV Gevelsberg in die neue Spielzeit.

Foto: Michael Kleinrensing

Wetter.  Der FC Wetter muss derzeit noch auf einige wichtige Stammkräfte verzichten. Am Sonntag steht für den Bezirksligisten der Saisonauftakt an.

Testspiel-Ergebnisse sprechen für sich: Der FC Wetter hat eine durchwachsene Vorbereitung hinter sich gebracht. Die 1:2-Niederlage gegen den SC Wengern im Finale der Ruhrtalmeisterschaften am vergangenen Wochenende bezeichnete Wetters Coach Fadil Salkanovic noch als „Warnschuss“. Wie der Landesliga-Absteiger sich vor dem Pflichtspiel-Auftakt am Wochenende beim FSV Gevelsberg für die Spielzeit gerüstet sieht, verrät FC-Coach Fadil Salkanovic im Interview:


Herr Salkanovic, wie sieht Ihr Fazit zur Saisonvorbereitung aus?

Fadil Salkanovic: Sehr durchwachsen. Wir haben viele Spiele mit einem dezimierten Kader bestreiten und dort teilweise sehr viel Lehrgeld bezahlen müssen. Wir konnten jedoch auch unsere Schlüsse aus den Testspielen ziehen: Wir wissen nun um unsere Schwächen, aber auch um unsere Stärken. Diese Erkenntnisse werden unser Ansatz in der Trainingssteuerung in den kommenden Wochen sein. Die Mannschaft braucht einfach Zeit, sich spielerisch und menschlich zu finden. Hierfür geben wir den Jungs, aber auch der Vorstand den Spielern ausreichend Zeit. Der Fokus liegt darauf, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Spieler wohl fühlen und sich in Ruhe weiterentwickeln können.


In welcher Verfassung ist die Mannschaft nach den zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen in der Vorbereitung?
Physisch ist die Mannschaft trotz der Ausfälle sehr gut aufgestellt. Bis auf das Wengern-Spiel konnten wir auch nach der 70. Minute immer läuferisch nachlegen. Spielerisch werden wir erst in den nächsten Wochen Fortschritte machen, wenn alle vom Team zusammen sind. Das Problem ist gerade bei Teams, die eine hohe Fluktuation hatten, in der Vorbereitung akut. Urlaub und Verletzungen hemmen da einen schnellen Fortschritt. Ich bin aber davon überzeugt, dass auch der spielerische Fortschritt in den nächsten Wochen erkennbar wird.


Welche Schlüsse nehmen Sie aus dem Spiel gegen den SC Wengern am vergangenen Wochenende mit?
Wengern hat verdient gewonnen, da ein großes Kompliment an den Nachbarn! Natürlich wollten wir gewinnen, und das haben wir am Dienstag in der Nachbesprechung klar thematisiert. Bei vielen waren die Beine schwer, und der Kopf macht dann irgendwann auch nicht mehr so mit. Viele einfache Fehler haben sich da gerade in der ersten Halbzeit eingeschlichen. Das war für die Jungs eine gute Erfahrung: Kleine Fehler werden bestraft und können zu Niederlagen führen. Da nützt es auch nichts, wenn du in der zweiten Halbzeit zahlreiche hundertprozentige Torchancen generierst, aber nicht verwertest.


Wie schätzen Sie den kommenden Gegner vom FSV Gevelsberg ein?
Gevelsberg wird als klarer Favorit in das Spiel gehen, gerade der Heimvorteil auf ihrem Rasenplatz kann schon entscheidend sein. Mit Michael Hong-Gonzalez und Fabian Rösner sind zwei Top-Leute im Sommer von uns nach Gevelsberg gewechselt – das allein spricht für die Qualität des FSV.


Was wollen Sie gegen Gevelsberg umsetzen, was gegen Wengern noch gefehlt hat?
Das Finale bei den Ruhrtalmeisterschaften gegen Wengern hat gezeigt: Wir haben noch einige Baustellen zu bedienen. In erster Linie wollen wir über die gesamten 90 Minuten eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen und langsam in die Automatismen reinkommen, die wir uns vornehmen.


Wie ist die Verletztensituation vor dem Saisonauftakt?
Aboubakar Fofana ist in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen. Da muss man klar sagen: Er hat der Mannschaft in der Vorbereitung und den zurückliegenden Testspielen gefehlt. Genau so ist es auch bei Aness Ziane. Das sind Charaktere, die sich für die Mannschaft auf dem Platz aufreißen, um am Ende erfolgreich zu sein. Beide sind tolle Persönlichkeiten, die dem Team weiterhelfen werden, wenn sie wieder dabei sind. Auch deshalb sagen wir: Wir brauchen noch drei bis vier Wochen, bis das Team komplett und fit ist.


Was nehmen Sie sich für das Spiel in Gevelsberg vor?
Auch wenn ich damit eine Plattitüde bediene: Wir wollen in Gevelsberg einen Punkt mitnehmen. Das wäre für uns ein guter Saisonstart. Fakt ist: Wir müssen richtig hart arbeiten, um erfolgreich zu sein. Nach dem Umbruch müssen wir uns die Qualität antrainieren, die uns durch die Ausfälle aktuell fehlt.

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