Handball

VfL Eintracht Hagen glückt die Revanche in Leichlingen

Im Hinspiel in der Krollmann Arena unterliegen Valentin Schmidt (rechts) und der VfL noch gegen den Leichlinger TV, im Rückspiel steht nun ein am Ende ungefährdeter 39:32-Sieg.

Im Hinspiel in der Krollmann Arena unterliegen Valentin Schmidt (rechts) und der VfL noch gegen den Leichlinger TV, im Rückspiel steht nun ein am Ende ungefährdeter 39:32-Sieg.

Foto: Nicolas Becker / WP

3. Handball-Bundesliga: VfL gewinnt trotz schwacher erster Hälfte mit 39:32 gegen den Leichlinger TV. Tim Stefan steuert wieder 13 Tore bei.

Hagen/Leichlingen. „Ich muss das Spiel meiner Mannschaft zweiteilig bewerten. Mit der Abwehrarbeit war ich gar nicht zufrieden, da haben sie vieles nicht umgesetzt. Der Angriff hingegen war sehr effektiv“, bewertete Stefan Neff, Trainer des Handball-Drittligisten VfL Eintracht Hagen, das Spiel seiner Mannschaft noch kritisch. Die Hagener konnte sich dennoch für die Hinspiel-Niederlage revanchieren und siegte beim Leichlinger TV mit 39:32 (16:17). Damit bleibt Neff weiterhin als Trainer des VfL ungeschlagen.

Dabei startete die Eintracht alles andere als gut in die Partie, wie auch Michael Stock mit ansehen musste: „Die erste Halbzeit war katastrophal“, fasste es der Sportdirektor der Grün-Gelben zusammen. Die Hagener taten sich sichtlich schwer, hatten keinen Zugriff auf die Abwehr und spielten quasi körperlos.

„Wir haben nicht in unser Tempospiel gefunden, Leichlingen hingegen schon. Und da haben sie auch einfach ihre Qualität gezeigt“, zollte Trainer Neff dem Gegner Anerkennung und ergänzte: „Wir haben einfach zu viele Treffer zugelassen. 17 Tore zur Halbzeit sind eindeutig zu viel und das zeigt, vor was für große Problemen wir in der Abwehr gestanden haben.“

Kein Vorwurf an die Torhüter

Daran konnten auch die Torhüter Tobias Mahncke und Nils Dresrüsse nichts ändern, wurden sie doch immer wieder von ihren Vorderleuten im Stich gelassen. „Den beiden kann man da keinen Vorwurf machen“, befand auch Michael Stock. Mit einem knappen 16:17-Rückstand ging es in die Pause.

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache durch Stefan Neff fanden die Hagener langsam in ihr Spiel, während den Hausherren immer mehr die Körner ausgingen. So lieferten die Eintrachtler, angeführt von einem wieder einmal stark aufgelegten Tim Stefan, der auch dieses Mal mit 13 Toren zum Matchwinner avancierte, innerhalb von fünfzehn Minuten offensiv ihre volle Stärke ab.

Aus einem 16:17 (30.) wurde so ein 30:24 (43.). „Da zeigt sich dann auch die Qualität der Mannschaft, die es schafft ein Spiel innerhalb von wenigen Minuten so zu drehen. Da hat sich dann das eigentliche Potenzial gezeigt“, freute sich Stock, dass die Hagener wieder in die Partie zurück fanden.

Sonderlob für Tim Stefan

„Das Lob gilt da vor allem Tim Stefan, das ist beim letzten Spiel vielleicht noch ein wenig untergegangen. Vergangene Woche hat er schon 13 Tore geliefert, jetzt wieder. 26 Tore in zwei Spielen sind schon eine Hausnummer“, war Neff begeistert vom Auftritt seines Spielers und ergänzte noch: „Man muss ja auch noch einmal hervorheben, dass es sich dabei nur um Feldtore handelt und nicht etwa um Freiwürfe.“

Während den Gastgebern am Ende die Kräfte fehlten, um sich noch gegen die starken und vor allem körperlich überlegenen Gäste zur Wehr zu setzen, spielte die Eintracht den Sieg ungefährdet runter, fanden doch auch Jan-Lars Gaubatz und Tom Bergner im zweiten Durchgang zu ihrer eigentlichen Stärke zurück, während Valentin Schmidt wieder einmal das Geschehen auf dem Spielfeld leitete.

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