Basketball

Uwe Plonka: U23-Regelung für Local Player kommt

Hagen.   Die umstrittene „Local-Player“-Regelung, nach der künftig in der 1. Basketball-Regionalliga pro Team immer mindestens zwei U23-Spieler auf dem Feld stehen müssen, die von der U14 bis zur U18 einen DBB-Spielerpass gehabt haben, wird zur Saison 2018/19 eingeführt. Dies ist das Ergebnis eines Treffens der Landesverbands-Vorsitzenden mit DBB- und Bundesliga-Vertretern am Rande des Basketball-EM-Qualifikationsspiels zwischen Deutschland und Georgien in Chemnitz. Außerdem strebt der Westdeutsche Basketball-Verband Modifizierungen im Spielbetrieb und Schiedsrichterwesen an, um Negativentwicklungen entgegenzuwirken.

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Die umstrittene „Local-Player“-Regelung, nach der künftig in der 1. Basketball-Regionalliga pro Team immer mindestens zwei U23-Spieler auf dem Feld stehen müssen, die von der U14 bis zur U18 einen DBB-Spielerpass gehabt haben, wird zur Saison 2018/19 eingeführt. Dies ist das Ergebnis eines Treffens der Landesverbands-Vorsitzenden mit DBB- und Bundesliga-Vertretern am Rande des Basketball-EM-Qualifikationsspiels zwischen Deutschland und Georgien in Chemnitz. Außerdem strebt der Westdeutsche Basketball-Verband Modifizierungen im Spielbetrieb und Schiedsrichterwesen an, um Negativentwicklungen entgegenzuwirken.

Wie berichtet, hatte sich der Deutsche Basketball Bund (DBB) bereits auf seinem Bundestag im Juni in Braunschweig für die Einführung der U23-Local-Player-Regelung auf Erstregionalliga-Ebene zur Saison 2018/19 ausgesprochen, um die Nachwuchsförderung zu forcieren. Einige Vereine, beispielsweise die BG Hagen, übten harsche Kritik an diesem Modell, unter anderem, weil es zu reglementierend sei und ältere Spieler diskriminiere.

Rechtsgutachten anfertigen lassen

„Wir haben zwei Rechtsgutachten anfertigen lassen“, berichtet Uwe Plonka, Vorsitzender des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV). Anfang nächsten Jahres sollen die Vereine über Einzelheiten informiert werden. Klar ist, dass der Verstoß gegen die künftige U23-Regelung Strafen nach sich ziehen wird, „bis hin zu Punktabzügen“, so Plonka, der auch 2. Vorsitzender des SV Haspe 70 ist. Dadurch, dass die Vereine rechtzeitig Klarheit über die bevorstehende Änderung erhalten, können sie sich laut Plonka bei der Personalplanung darauf einstellen. Der WBV-Chef weiß zu berichten, dass bereits in der aktuellen Saison zwei Teams der 1. Regionalliga West die noch gar nicht geltende Regel erfüllen: Tabellenführer WWU Münster und der SV Haspe 70.

Unter anderem um eine Neuorganisation des Spielbetriebs auf unterer Ebene ging es bei der vierten und letzten WBV-Regionalkonferenz, die beim TSV Hagen 1860 stattfand. Zuvor war schon in Duisburg, Köln und Soest getagt worden. Vor allem im Damenbereich hat ein Rückgang der Mannschaften dazu geführt, dass die Ligen immer kleiner werden bzw. im Kreis gar kein Spielbetrieb mehr stattfindet. Ein Modell sieht vor, die 22 Kreise des mit 50 000 Mitgliedern größten deutschen Basketball-Landesverbandes spieltechnisch zu sechs Bezirken zusammenzufassen, um größere Staffeln zu bekommen. „Die bestehende Pyramidenstruktur soll ein stückweit aufgebrochen werden“, so formuliert es Uwe Plonka, der sich darüber freut, dass die Vereine und Kreise interessiert mitziehen.

Gleiches gilt für das Schiedsrichterwesen, wo ein klarer Negativtrend zu stoppen ist. „2010 hatten wir mehr als 1000 WBV-Schiedsrichter, aktuell sind es nur noch knapp 600“, berichtet Plonka. „Wir brauchen dringend Nachwuchs!“ So sollen Inhaber der Grundlizenz (LSE) künftig nach einem Jahr die Möglichkeit bekommen, als „Rookie Referees“ im Gespann mit einem erfahrenen Kollegen Jugendspiele auch auf WBV-Ebene zu pfeifen. „Alte“ Schiedsrichter will der WBV gezielt reaktivieren, neuen Unparteiischen will der Verband die Ausrüstung zur Verfügung stellen. Auch die Kreise, so Uwe Plonka, bringen sich da ein.

Ausdrücklich betont der WBV-Chef, dass es dem Verband um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Vereinen und Kreisen gehe. Am 17. Januar 2018 kommt der WBV-Vorstand in der Hagener DBB-Zentrale mit den Vertretern aller 22 Kreise zusammen, um die Zukunftsprojekte zu erörtern. Umgesetzt werden könnten die ersten Neuerungen bereits in der kommenden Saison.

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