Handball

TuRa Halden schafft Sensation, Volmetal findet nicht rein

Katharina Moll (rechts) trieb die TuRa-Damen zum Sieg.

Katharina Moll (rechts) trieb die TuRa-Damen zum Sieg.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Volmetal/Minden.  Von den höherklassigen Hagener Handball-Teams siegten nur die Oberliga-Damen von TuRa Halden. Sie schafften die Überraschung gegen Bergkamen.

Die guten Leistungen aus den letzten beiden Spielen konnten nicht bestätigt werden: Handball-Drittligist TuS Volmetal musste sich beim TSV GWD Minden II - direkter Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt - mit 21:26 (7:12) geschlagen geben. „Es haben ein paar Prozentpunkte gefehlt, um unsere Leistung abzurufen“, zog Volmetals Trainer Marc Rode das Fazit.

Dabei erwischte der TuS alles andere als einen Start nach Maß: Bis zum 3:2 für die Gastgeber (7.) hielten die Volmetaler noch mit, ehe sie für fast zwölf Minuten das Torewerfen einstellten und beim 7:3 (19.) hinten lagen. Die 3-2-1-Deckung der Mindener, auf die Rode seine Mannschaft explizit vorbereitet hatte, stellte die Gäste immer wieder vor Probleme. Ohne Effektivität und Durchschlagskraft agierte der TuS im Angriff, GWD baute die Führung auf 11:3 (23.) aus. Bester Werfer der Mindener war Simon Strakeljahn: Er steuerte insgesamt sechs Tore zum ersten Heimsieg bei. Das 12:7 (28.) durch Yannis Grasediek markierte den Halbzeitstand und ließ die Volmetaler zumindest auf eine bessere zweite Hälfte hoffen.

Näher als auf vier Tore beim 14:10 (35.) kam man aber nicht mehr heran, ein 8:0-Lauf des Bundesliganachwuchses aus Minden zum 22:10 (47.) zerschlug die letzten Hoffnungen der Volmetaler. „Wir blieben in den spielentscheidenden Phasen ohne Tor, so dass du in solchen Spielen brutal bestraft wirst“, musste Rode feststellen. Erst in der Folge fingen die Gäste doch noch einmal an, Treffer zu erzielen: Elf Tore in den letzten 14 Minuten standen zu Buche, wodurch das 26:21-Endergebnis letztlich nicht allzu deutlich ausfiel. Insgesamt war die fehlende Offensivkraft das Manko im Spiel der Volmetaler, die Euphorie aus dem Heimsieg gegen Tabellenfrüher Wilhelmshaven konnte man nicht auf das nächste Spiele übertragen. „Wir haben es nicht geschafft, emotional in das Spiel reinzufinden“, monierte Rode. Somit wurden zwei wichtige Punkte gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten liegenlassen. Nächsten Freitag besteht die Chance auf Wiedergutmachung, wenn um 20 Uhr im Derby Schlusslicht SG Menden Sauerland Wölfe in der Sporthalle Volmetal gastiert.

TuS: Quick (1.-20.), Michel (20.-40.); Kowalski (4), Stange (3), Moog, Jünger (3), Krause, Irle (2), König (2/1), Domaschk, Grasediek, Pfänder, Kähler (je 1), Heidemann (3), Blümel. Beste Torschützen GWD: Strakeljahn (6), Galling (5/3), Nowatzki (4).

TuRa Halden bleibt daheim ungeschlagen

Auch in der neuen Spielklasse bleiben die Handball-Damen der SG TuRa Halden-Herbeck daheim ungeschlagen, das sind sie nun schon seit 19 Monaten. Im zweiten Oberliga-Heimspiel schlug der Aufsteiger den hohen Favoriten TuRa Bergkamen ganz überraschend mit 29:26 (11:13). „Das ist so eine Sensation, als ob die Fußballer von Fichte Hagen den FC Schaslke 04 schlagen“, staunte TuRa-Frauenwart Peter Braun. Zumal Ex-Nationalspielerin Sabrina Richter nach einem Bänderriss im Fußgelenk mindestens bis zum Jahresende ausfällt.

Die TuRa-Damen starteten gut mit 3:0, dann allerdings dominierte Bergkamen in der ersten Hälfte mit schnellem Umschaltspiel. Nach der Pause aber kippten die Gastgeberinnen mit der überragenden Maike Theede (18 Paraden) im Tor und Katharina Moll, die das Spiel antrieb, die Partie. „Das war das Beste, was wir in den letzten zwei, drei Jahren geboten haben“, freute sich Braun: „Wir haben Bergkamen regelrecht niedergekämpft.“

TuRa Halden: Theede; Wicke (2), Steden (4), Betchen (1), Sayki-Gerszenyi (1), Moll (10/2), Griesenbeck (2), Messarius (7/1), Marohn (2), Brendel, Töper.

Eintracht-Reserve büßt Punkt ein

Die Verbandsliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen II konnten zwar beim ambitionierten Nachbarn HSG Gevelsberg-Silschede eine Niederlage vermeiden, büssten durch das 31:31 (14:16) aber einen weiteren Punkt auf Spitzenreiter TuS Bommern ein.

„Im letzten Jahr hätten wir so ein Ding verloren, sind also einen Schritt weiter“, hob Spielertrainer Pavel Prokopec die positiven Aspekte dieser spannenden Auseinandersetzung hervor. Die Hagener begannen dynamisch und legten durch einen Hattrick von Sebastian Schneider zum 3:0 vor Die Dominanz währte bis zum 8:4 (14.). Danach erhöhte sich die Fehlerquote, war Prokopec mit der Abwehrarbeit unzufrieden Auch die Torhüterleistungen blieben mässig, so dass die HSG in Abschnitt zwei ständig vorlegen konnte, allerdings aufgrund unsauberer Defensivarbeit auch oft in Unterzahl spielen musste (22:19, 40.). Sogar die komplette Wende schien möglich, aber Marius Kraus wurden gleich zwei verwandelte Siebenmeter abgepfiffen. „Dabei ist es regelkonform, die Ferse anzuheben“, haderte Prokopec. Als Stimmungsaufheller fungierte Jonas Queckenstedt, dessen Doppelschlag am Ende das Remis sicherte.

VfL II: Mossuto, Vogt; Queckenstedt (7/1), Kraus (7/5), Schneider (5), Bednar (4), Knutzen (2), Wilhelm (1), Pallasch (1), Prokopec (1), Micus (1), Panisic (1), Rieke (1).

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