Fußball-Kreisliga

Torjäger aus Volmarstein trifft mit ausgekugelter Schulter

SuS-Torwarttrainer Andreas Komorowski kühlt noch einmal die Schulter von Sebastian Lummel.

SuS-Torwarttrainer Andreas Komorowski kühlt noch einmal die Schulter von Sebastian Lummel.

Foto: ka

Wetter/Herdecke.  SuS-Spieler zeigt trotz Verletzung Einsatz. Für Wengern steht ein Feldspieler im Tor und Esborns Torwart muss nach einer halben Stunde raus.

Von den heimischen Teams hat in der Fußball-Kreisliga A nur der FC Herdecke-Ende gewonnen. Doch ein Fußballer hat sich besonders für seine Mannschaft ins Zeug gelegt.

Kämpfer des Tages

Bei der Partie des SuS Volmarstein gegen Ararat Gevelsberg (1:1) war Sebastian Lummel der Kämpfer des Tages. Denn er hatte sich bereits in der 10. Minute die Schulter ausgekugelt, spielte aber zunächst weiter und erzielte in der 58. Minute den Führungstreffer. Bis zur 77. Minute hielt Lummel durch und wurde dann durch Kevin Neves Ferreira ersetzt. „Der Junge ist einfach unglaublich“, sagte SuS-Trainer Ralf Gütschow über die Leistung und Einsatzbereitschaft seines Spielers. Lummel musste dann aber mit ansehen, wie die Gäste noch zum Ausgleich kamen. „Uns fehlt in der ein oder anderen Situation etwas Glück“, haderte Gütschow und kündigte für das heutige Pokalspiel gegen den FC Wetter Personalprobleme an: „Da sieht es düster aus, wir werden Spieler aus der Reserve dazunehmen. Etwas ärgern wollen wir Wetter aber schon.“

Unglücksrabe des Tages

Nach fünf Niederlagen in Folge konnte der TuS Esborn gegen den SC Berchum/Garenfeld III (2:2) zumindest wieder einen Punkt einfahren. Es wäre beim Tabellenletzten aber mehr drin gewesen, wenn nicht Torwart Hendrik Hentschel einen schwarzen Tag erwischt hätte. Beiden Gegentoren ging ein folgenschwerer Fehler voraus und so musste TuS -Trainer Thomas Schumacher seinen jungen, völlig verzweifelten Torwart schon nach einer halben Stunde durch Marcel Riede ersetzen: „Ich musste den Jungen rausnehmen, auch um ihn zu schützen. Hendrik ist auch erst 19 Jahre alt, da muss er jetzt durch aber wir werden weiter arbeiten und sehen wie die Entwicklung verläuft. Das Spiel hätten wir trotzdem gewinnen müssen.“

Enttäuschung des Tages

Dennis Madeo konnte für die TSG Herdecke zweimal den Rückstand gegen die TSG Sprockhövel (2:4) ausgleichen, letztendlich gewannen aber doch die Gäste das Spiel am Bleichstein. „Die Niederlage ist verdient. Sprockhövel war besser organisiert, und hat das Spiel von Anfang an dominiert. Auch wenn bei uns einige wichtige Spieler gefehlt haben, darf die heutige Leistung nicht unser Anspruch sein“, sagte TSG-Trainer Frank Colapietro.

Sieger des Tage

Der FC Herdecke-Ende löste die Pflichtaufgabe gegen den BW Voerde II (4:1). Nach vier Minuten stellte Franz Schlesinger die Weichen auf Sieg. Marc Neuhaus erhöhte, doch nach einem Schnitzer von Daniel Meckler konnte der Gastgeber verkürzen. Marcel Metz stellte den Abstand wieder her. Trotz Überzahl traf dann nur noch Alfred Reichert. „Das Wichtigste sind die drei Punkte und dass sich kein Spieler verletzt hat“, sagte FC-Trainer Frank Henes. Heute spielt der FC am Kalkheck um 19.30 im Pokal gegen Garenfeld.

Überraschung des Tages

Feldspieler steht beim SC Wengern im Tor

Bei der Partie des SC Wengern gegen den SC Obersprockhövel II (0:4) stand mit Hendrik Kobinger beim SC ein Feldspieler zwischen den Pfosten, weil kein etatmäßiger Torwart zur Verfügung stand. Hendrik hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Das Ergebnis liest sich zudem viel schlimmer, als es ist“, so SC-Trainer Wolfgang Hamann. Bis zur 53. Minute hielt Kobinger seinen Kasten sauber, dann erst gelang dem letztjährigen Meister der Führungstreffer. „Wir haben insgesamt betrachtet ein sehr gutes Spiel gemacht. Wer aber die Tore vorne nicht macht, wird hinten bestraft. Jetzt heißt es Mund abputzen und weitermachen“, sagt Hammann.

Einsatz des Tages

Dennis Lucke hilft FC Herdecke-Ende

Aufgrund der Personalsituation beim FC Herdecke-Ende (Zehn verletzungsbedingte Ausfälle) helfen auch die beiden „Stand-By“-Spieler Dennis Lucke und Clemens Grabowski aus. Dennis Lucke ist mittlerweile über 40 Jahre alt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben