Fußball-Westfalenliga

SV Hohenlimburg 10 sieht sich gewappnet für Westfalenliga

Meisterjubel: Der SV Hohenlimburg 10 feierte in der Landesliga den Titelgewinn. Nun treten die Zehner in der Westfalenliga an.

Meisterjubel: Der SV Hohenlimburg 10 feierte in der Landesliga den Titelgewinn. Nun treten die Zehner in der Westfalenliga an.

Foto: Fabian Sommer

Hohenlimburg.  SV Hohenlimburg 10 geht mit Selbstvertrauen in die Saison. Der Sportliche Leiter Achim Heinrichsmeier über Kritik am Trainer und Saisonziele.

Fußball-Westfalenliga-Aufsteiger SV Hohenlimburg 1910 empfängt am Sonntag um 15.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des Kirchenbergstadions am ersten Spieltag den FC Brünninghausen. Letztes Jahr haben nicht viele an die Zehner geglaubt und auch jetzt scheinen die Erwartungen nicht hoch zu sein, wie Achim Heinrichsmeier verrät. Der Sportliche Leiter der Zehner spricht im Interview über seine Erwartungen an die Saison, die Neuzugänge und das enge Band zwischen ihm und Chefcoach Michael Erzen.


Herr Heinrichsmeier, Sie haben als Sportlicher Leiter schon länger auf den Aufstieg hingearbeitet. Wie ist die Anspannung vor dem ersten Spieltag?
Achim Heinrichsmeier: Ich gehe die ganze Sache locker an. Wir haben letztes Jahr viel erreicht, an den Aufstieg haben im Verein nur Michael (Erzen) und ich geglaubt. So locker gehen wir auch in die Saison. Wir haben nichts zu verlieren, sind aber sicherlich für Überraschungen gut. Angespannt bin ich gar nicht. Von den Ergebnissen her war die Vorbereitung durchwachsen.


Blenden Sie die Resultate komplett aus?
Komplett, denn das ist für mich zweitrangig. Es ist für mich wichtig, was wir im Training machen. Da ist das Feedback von Michael und Marco Polo (Co-Trainer; d. Red) durchgehend positiv gewesen, die Jungs ziehen richtig gut mit. Wir haben in den Testspielen nie komplett gespielt, es waren immer welche im Urlaub oder verletzt. Was bringt es uns, wenn wir die Testspiele gewinnen, aber in der Liga verlieren? Da müssen wir in den Rhythmus kommen.



Ist das Team für die Westfalenliga gewappnet?
Ja. Wir haben die Mannschaft mit zwei, drei erfahrenen Spielern verstärkt und bei den Leuten, die wir geholt haben, da sind wir überzeugt, dass die uns gut tun. Die jungen Spieler sind welche mit Perspektive, da erhoffen wir uns einiges von.


Sie haben einige junge und noch unerfahrene Spieler in der zweiten Reihe. Könnte es bei möglichen Verletzungen im Kader dünn werden?
Nein, das denke ich nicht. Wir gehen ja jetzt schon wieder mit Verletzungen in die Saison. Bei Jan Kauermann wurde neben dem Knorpelproblem ein Kreuzbandriss festgestellt. Der fällt jetzt ein halbes Jahr aus. Danilo Labarile muss in die Röhre. Ich denke schon, dass die jungen Leute die Lücken füllen können, da erhoffen wir uns einiges. Sonst hätten wir die nicht geholt. Einer wie Tim Eickelmann war Torschützenkönig in der Bezirksliga, Amin Adbib kommt aus der Oberliga. Man darf nicht vergessen: Wir hatten letztes Jahr auch eine junge Mannschaft und sind aufgestiegen.


Spielen Sie erstmal für den Klassenerhalt, oder darf es ruhig auch etwas mehr sein?
Wichtig ist erstmal, dass wir nicht unten reinrutschen. Ich spreche hier bestimmt auch für Michael Erzen: Wir haben eine Truppe, die nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Wir wollen ein paar Mannschaften ärgern und schauen dann, was dabei herumkommt. Aber der Klassenerhalt hat natürlich erstmal Priorität. Letztes Jahr haben gewisse Medien sieben Wochen vor dem Saisonende getitelt, dass man uns keine Titelchancen ausrechnet. Jetzt sind die Erwartungen auch wieder sehr niedrig, einige stellen uns schon als Absteiger dar. Da gehen wir gerne ohne große Erwartungen in die Saison.


Als Michael Erzen letztes Jahr leicht in der Kritik stand, haben Sie eine Trainer-Debatte ausgeschlossen. Wäre das auch der Fall bei einem Fehlstart in die Westfalenliga?
Mich interessiert nicht, was die Leute auf der Tribüne oder die Zeitung zu unserem Trainer sagen. Michael stand bei mir während der ganzen Saison nicht zur Debatte. Ich stehe völlig hinter ihm, weil er gute Arbeit macht. Ich mache meinen eigenen Posten auch an ihm fest - wenn jemand an Michaels Stuhl sägen will, dann sägt er auch an meinem. Michael hat in jeglicher Hinsicht völlige Rückendeckung. Wenn er nicht von sich zu mir kommt und sagt, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht, wird sich nichts ändern.

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