Handball

Stephan Hellwig: „Habe Vertrauen in die mentale Stärke“

Jubel in der Bleichsteinhalle: Gemeinsam mit Trainer Stephan Hellwig feiert die HSG die gute Leistung gegen Brambauer.

Jubel in der Bleichsteinhalle: Gemeinsam mit Trainer Stephan Hellwig feiert die HSG die gute Leistung gegen Brambauer.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Herdecke.  Eine Druck-Situation in der Partie gegen Brambauer zeigt die große Entwicklung der HSG Herdecke/Ende. Auch Jugendarbeit ist ein Erfolgsfaktor.

Die Vorfreude war „tierisch“ auf das erste Heimspiel in der Landesliga-Saison der HSG Herdecke/Ende. Und die 250 lautstarken Herdecker Fans, die jede Menge Stimmung in die Bleichsteinhalle gebracht haben, wurden nicht enttäuscht: Die Herdecker Handballer sind stark in die Partie gestartet und haben einen 34:31 (15:13)-Erfolg gegen den VfL Brambauer abgeliefert, obwohl es zum Schluss noch einmal eng wurde. „Da hätte die Partie kippen können“, sagt Trainer Stephan Hellwig. Doch genau diese Druck-Situation hat gezeigt, wie stark sich die HSG-Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Saison weiterentwickelt hat.

Hohes Niveau

Zu Beginn der Partie lief es zunächst nach Plan. „Es war eine sehr, sehr starke erste Hälfte, wir sind super gestartet und konnten uns direkt absetzten. Das verdanken wir der guten Deckung und auch den starken Angriffen nach vorne, die sehr effizient waren. Da war jeder Wurf drin“, betont Trainer Stephan Hellwig. Die zweite Hälfte war dann laut dem Coach eine Partie auf sehr hohem Niveau mit zwei starken Mannschaften. Fünf Minuten vor Ende konnte Brambauer den Herdecker aber dann doch noch gefährlich werden. Drei Tore in Folge ließen Brambauer beim 32:31 (59.) noch mal hoffen und mit der Zeitstrafe gegen Quentin Münch geriet Herdecke unter Druck.

„In der letzten Saison hätten wir nach so einer Situation die Partie vermutlich aus der Hand gegeben. Da sieht man, wie sehr sich das Team weiterentwickelt hat und wie viel reifer die Mannschaft geworden ist“, sagt Stephan Hellwig und betont: „Ich habe großes Vertrauen in die mentale Stärke der Spieler.“ Und das zurecht: Niklas Rust behielt die Nerven, klaute einen Ball und traf sicher per Gegenstoß zum 34:31.

Und die Nerven behalten nicht nur die erfahrenen, älteren Spieler, sondern auch die Nachwuchshandballer. Der Altersdurchschnitt der Mannschaft, die am Wochenende in der Halle auflief, liegt bei 20 Jahren, erklärte Hallensprecher Achim Sokat den Zuschauern. So hat die HSG mit Spielern wie Gero Neuhoff, Matthis Hoffmann oder Quentin Münch junge Talente im Team, die schon bei der Herdecker A-Jugend aktiv waren. „Hier zahlt sich jetzt die erfolgreiche Jugendarbeit aus. Die spielen schon seit zwei Jahren bei mir mit und zeigen jetzt eine beachtliche Leistung und mentale Stärke. Da sieht man kaum einen Unterschied zu anderen Spielern“, sagt Stephan Hellwig.

Zwei Spieler verletzen sich

Neben all dem Jubel gab es am Wochenende bei den Herdeckern zwei Verletzte zu beklagen. Luca Dannemann wurde nach einem Wurf in der Luft abgestoßen und ist auf den Rücken gefallen. „Er hat erst gedacht, es geht schon, aber dann wurden die Schmerzen schlimmer. Wir hätten einen erneuten Einsatz probieren können, aber aus Vorsicht haben wir ihn geschont“, erklärt Stephan Hellwig. Philipp Sokat ist in der Partie umgeknickt und hat sich wohl eine Prellung zugezogen. „Beide haben mich angerufen und gesagt, dass es schon besser geht. So wie es aussieht, können Beide wieder mit trainieren in der Woche“, sagt Stephan Hellwig erleichtert. Dann können Sie sich mit dem Team auf die Partie gegen den RSV Altenbögge-Bönen einstimmen. „Das ist ein Gegner, den ich nicht so gut kenne wie die bisherigen. Darum müssen wir uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren, eine starke Abwehr haben und mit Tempo nach vorne spielen“, betont Hellwig.

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