TuS Ende

Sportfest in Herdecke setzt Zeichen für mehr Bewegung

Gute Zusammenarbeit: Das Orga-Team vom TuS Ende, der GVS-Tageseinrichtungen und der Grundschule Hugo Knauer.

Gute Zusammenarbeit: Das Orga-Team vom TuS Ende, der GVS-Tageseinrichtungen und der Grundschule Hugo Knauer.

Foto: Joel Klaas / WP

Ende.  Großer Zulauf beim Kinder Spiel-, Spaß-, und Sportfest in Ende. So wollen Kitas, Grundschule und der TuS Ende Nachwuchs für Sport begeistern.

Die Entwicklung ist eindeutig: „Die Kinder, die zu uns kommen, können sich immer schlechter bewegen und verfügen im koordinativen Bereich nicht mehr über die Fähigkeiten im Vergleich zu Kindern, die noch vor 20 Jahren zu uns kamen“, erklärt Ivonne Heer, Leiterin der Kindertageseinrichtung „Zu den Brauckstöcken“ in Herdecke-Ende. Die Gründe für diese Verschlechterung macht Heer vor allem in der Digitalisierung aus: „Das bedeutet auch, dass viele Kinder nicht mehr im Wald oder auf dem Spielplatz toben.“

Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, schlossen sich die Ender Kindertageseinrichtungen „Zu den Brauckstöcken“, Westende, die Hugo-Knauer-Grundschule sowie der TuS Ende zusammen. Unter dem Namen „Kinder Spiel-, Spaß-, und Sportfest“ setzten die Einrichtungen ein klares Zeichen für mehr Bewegung im (früh)kindlichen Alter. Schon im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung auf dem Rasen-Sportplatz unterhalb des Kunstrasenplatzes des FC Herdecke-Ende statt. Nach großer Zustimmung und der Bitte vieler Eltern und Kinder, das Fest zu wiederholen, ging das Spiel- und Sportfest in seine zweite Auflage. Initiiert wurde die Zusammenarbeit von Arno Schönknecht. Der Sportwart des TuS Ende war jahrelang Organisator des Herdecker Citylaufs.

„Das habe ich etwa 20 Jahre lang gemacht, dann hatte ich aber das Gefühl, dass ich etwas anderes, neues machen muss“, erklärt der Herdecker. „Ich habe mir schon vorher Gedanken darüber gemacht, Kinder wieder zum Sport und in die Sportvereine zu bringen. Dann habe ich überlegt, wie das am effektivsten funktionieren könnte.“ Schönknecht kam zu der Erkenntnis: „Klar, über die Kindergärten und Schulen“, so der Offizielle des TuS Ende. Die Kooperationspartner waren sofort begeistert von der Idee und loben die bisherige Zusammenarbeit: „Man muss wirklich sagen, dass wir sehr produktiv zusammenarbeiten. Von den Spenden und Antrittsgeldern des Spielfestes aus dem vergangenen Jahr haben wir zum Beispiel neue Gerätschaften für unsere Sporthalle gekauft“, erklärt Michaela Franz, Leiterin der Hugo-Knauer-Grundschule.

„Die Sachen werden dann je nach Bedarf auch unter den Einrichtungen ganz unkompliziert getauscht. So hat jeder etwas davon“, fährt die Schulleiterin fort. „Die Kinder profitieren nicht nur im Hinblick auf die sportliche und körperliche Entwicklung von dem Sportfest, sondern auch auf der sozialen Ebene. Die Kids müssen beim Sport miteinander agieren, sich absprechen und sich in gewissen Situationen auch aufeinander verlassen können“, erklärt die Pädagogin der Ender Grundschule.

Wachsende Teilnehmerzahl

Die Zustimmung für das Kinder-Sportfest äußerte sich in diesem Jahr vor allem an der gewachsenen Teilnehmerzahl: „Schon jetzt würde ich sagen, sind mehr Kinder auf dem Platz als bei unserer Prämiere“, schätzt Karola Lohmann vom Familienzentrum Kirchende kurz nach Veranstaltungsstart. Im Vorfeld des Festes hatten sich die Einrichtungen intensiv Gedanken über die Ausführung der einzelnen Stationen gemacht: „Wir haben verschiedene Stationen verbessert oder ergänzt“, erklärt Heike Zielasko von der Kindertageseinrichtung Kirchende. „Die Abstimmung lief reibungslos und harmonisch“, sagt Schönknecht.

Neu war in diesem Jahr zum Beispiel die Fußball-Station des FC Herdecke-Ende. Hier hatte der Nachwuchs die Möglichkeit, auf einem kleinen Feld die ersten Tricks und Torschüsse zu üben. „Die Zusammenarbeit mit dem FC klappt auch super. Wir sind ja direkte Nachbarn und pflegen seit Jahren ein sehr gutes Verhältnis. Daher war es eine Selbstverständlichkeit, auch den Fußballern die Chance zu geben, sich auf unserem Fest zu präsentieren“, erklärt Schönknecht.

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