Westfalenliga

Saffet Davulcu trifft zum Derbysieg von Hohenlimburg 10

Die Zehner bejubeln den 1:0-Treffer von Saffet Davulcu gegen den FC Iserlohn

Die Zehner bejubeln den 1:0-Treffer von Saffet Davulcu gegen den FC Iserlohn

Foto: Fabian Sommer

Hohenlimburg.  Fußball-Westfalenligist Hohenlimburg 10 setzt sich gegen den FC Iserlohn mit 1:0 durch und macht es sich damit auf dem dritten Platz gemütlich.

Derbysieg! Der Fußball-Westfalenligist SV Hohenlimburg 1910 setzte sich gegen den FC Iserlohn mit 1:0 (1:0) durch und macht es sich damit auf dem dritten Tabellenplatz so richtig gemütlich. Auch wenn es nicht viele Tore zu bestaunen gab, die Partie hatte es trotzdem in sich - zwei Platzverweise, eine Schrecksekunde und kurioses Zeitstoppen von Schiedsrichter Jens Jeromin.

Die Zehner hatten von Beginn an mehr Spielanteile, jedoch verkauften sich die Gäste ziemlich gut. Torraumszenen waren zu Beginn erst einmal Mangelware. Marcel Weiß konnte FC-Torwart Marvin Raab mit einem Fernschuss nach 18 Minuten zunächst wachrütteln, doch vier Minuten danach machte Raab beim goldenen Tor der Zehner keine gute Figur. Ein langer Ball wurde in die Spitze auf Vincenzo Porrello und Saffet Davulcu gespielt. Raab eilte heraus und wollte den Ball irgendwie wegschießen, erwischte diesen aber nicht richtig. Davulcu schaltete am schnellsten und schoss das Spielgerät aus 24 Metern ins leere Tor – 1:0 für Hohenlimburg. Kurz vor der Pause mussten die Zehner durchatmen, als Iserlohns Omar Jessey plötzlich völlig frei vor SV-Schlussmann Alexander Klur stand. Letzterer behielt aber die Nerven und klärte den Hochkaräter zur Ecke.

Im zweiten Durchgang pendelte der Ball weitestgehend zwischen den beiden Strafräumen. In Minute 68 schwächten sich die Gäste selber, als Valentin Wilke wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte kassierte. Sieben Minuten danach wurden die Gesichter der Zehner kreidebleich: Omar Jessey kam gegen Alexander Klur zu spät und drückte dem Hohenlimburger Torhüter seine Stollen ins Gesicht. Klur lag benommen auf dem Boden und blutete aus der Nase. „Ruft einen Krankenwagen“ hallte es von den Mitspielern über den Platz. Nach sieben Minuten intensiver Behandlung konnte die Blutung aber gestoppt werden und Klur spielte sogar weiter.

Lange Nachspielzeit

Nun wurde es kurios: Schiedsrichter Jens Jeromin stoppte wegen der langen Behandlung die Zeit an, kommunizierte dies aber wohl nicht an die Zehner- Bank. Als später die reguläre Spielzeit schon fünf Minuten vorbei war – und die Zehner vehement nachfragten - zeigte Jeromin plötzlich eine vierminütige Nachspielzeit an. „Er kann doch nicht einfach mittendrin die Zeit stoppen, das ist doch nicht in den Regeln. Du musst mir als Trainer nach 45 Minuten sagen können, wie viel Nachspielzeit es gibt“, kommentierte Zehner-Coach Michael Erzen später: „Wir sind doch nicht beim Eishockey.“ Jeromin wiederum erklärte: „Als die Leute von einem Krankenwagen redeten, wusste ich nicht, ob ich die Nachspielzeit später noch mit beiden Händen anzeigen kann. Daher habe ich die Zeit gestoppt - und das eigentlich auch laut zu verstehen gegeben.“

Tore fielen bis zum späteren Abpfiff aber nicht mehr. Klur rettete den Zehnern gegen Lukas Mertens den Dreier (84.), Kai Gottesbüren kassierte die Rote Karte, als er Davis Fernandes mit gestrecktem Bein gegen das Knie sprang (88.), der verletzt ausschied. .„Ich muss Iserlohn ein Riesen-Kompliment machen. Wir hatten immer das Gefühl, dass die noch was machen können“, sagte Erzen: „Aber es ist ein gutes Derby gewesen und ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben.“

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