Fußball

Ömür Turhan hört bei Türkiyemspor Hagen auf

Im April begrüßte der Türkiyemspor-Vorstand mit Ralf Reike, Metin Uzun (von links), Ercan Turan  und Kenan Aslan (von rechts) noch Ömür Turhan (mit Ball) freudig, nun tritt der Sportliche Leiter zurück.

Im April begrüßte der Türkiyemspor-Vorstand mit Ralf Reike, Metin Uzun (von links), Ercan Turan und Kenan Aslan (von rechts) noch Ömür Turhan (mit Ball) freudig, nun tritt der Sportliche Leiter zurück.

Foto: Rainer Hofeditz

Hagen.  Nach vier Monaten ist Schluss: Der Sportliche Leiter Ömür Turhan ist bei Türkiyemspor Hagen zurückgetreten. Ein Rückzug ist nicht ausgeschlossen.

Das letzte Testspiel - ein 0:5 beim Landesligisten SV Brackel - war schon ein Dämpfer für Fußball-Bezirksligist Türkiyemspor Hagen. Für die Personalie am Tag darauf gilt das wohl umso mehr: Der Sportliche Leiter Ömür Turhan, seit April im Amt, ist eine knappe Woche vor dem Saisonstart mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Über die Folgen berät der Klub-Vorstand nun, der erste Vorsitzende Metin Uzun will einen kurzfristigen Rückzug des Bezirksliga-Teams nicht ausschließen.

Mit der Verpflichtung von Neuzugängen, häufig hochkarätig, hatte sich Ömür Turhan im Sommer häufig gemeldet, insgesamt 16 davon plus Trainer Ediz Bas verzeichnete Türkiyemspor für die neue Saison. Und wollte ambitioniert in der Bezirksliga nach oben klettern, der Sportliche Leiter sprach schon vom Kampf um den Titel. Kurz vor dem Start allerdings - am Samstag steht um 18 Uhr gegen Aufsteiger TSK Hohenlimburg das erste Spiel auf dem Höing-Kunstrasen an - gab Turhan nun seinen Rücktritt bekannt. „Der Vorstand und ich haben unterschiedliche Vorstellungen“, erklärte der 43-Jährige, der zuvor fünf Jahre beim Höing-Platznachbarn SSV Hagen als Trainer und Vorsitzender fungierte: „Es passt einfach nicht.“

Vor drei Wochen habe er diesen Schritt schon einmal gemacht, damals habe es Klubchef Metin Uzun nicht akzeptiert. Nun sei der Rücktritt, der auch für den von ihm kürzlich in die Sportliche Leitung bei Tüykiyemspor geholten Goran Miletovic gelte, aber endgültig. „Meinen Aufgabenbereich, eine neue Mannschaft zusammenzustellen, habe ich erledigt“, betonte Turhan, „jetzt kann ich dem Verein nicht mehr helfen.“ Und er fügte hinzu, dass er gegenüber Verein und Klubführung keinen Groll hege. Turhan: „Es tut mir nur sehr leid um alle Spieler und Trainer, die wegen mir gekommen sind.“ Er hatte neben Trainer Ediz Bas etliche höherklassige Akteure zu Türkiyemspor gelotst, von Hohenlimburg 10, Borussia Dröschede, Kirchhörder SC oder RSV Meinerzhagen, dazu mit Daniel Costermans, Gianluca Salvo und Denis Cufta auch drei Akteure vom Platznachbarn und Ex-Klub SSV.

Neue Voraussetzungen

Ob diese auch unter veränderten Voraussetzungen für Türkiyemspor am Samstag in die Bezirksliga-Saison starten, konnte Klubchef Metin Uzun am Montag noch nicht sagen, da bitte er um Geduld. Für den Abend war eine Vorstandssitzung anberaumt, um die neue Lage zu erörtern, tags darauf soll beim Training mit der Mannschaft gesprochen werden. „Wir haben unterschiedliche Ansichten, andere Sichtweisen“, sagt Uzun zu Turhans Rücktritt, „dieser Schritt hat sich schon in den letzten Tagen angedeutet. Wie sagt man: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“ Erst in den nächsten Tagen werde sich herauskristallisieren, was nun bei Türkiyemspor passiere. Doch Uzun machte auch deutlich: „Es könnte auch passieren, dass wir die Mannschaft zurückziehen müssen.“

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