Basketball

Nur der SV Haspe 70 siegt vor dem Lokalderby

Vytautas  Nedzinskas setzt sich gegen die Herforder Derylton Hill (links) und Ole Wendt durch und erzielt 22 Punkte. Die knappe BG-Niederlage kann der Rückkehrer damit nicht verhindern.

Vytautas Nedzinskas setzt sich gegen die Herforder Derylton Hill (links) und Ole Wendt durch und erzielt 22 Punkte. Die knappe BG-Niederlage kann der Rückkehrer damit nicht verhindern.

Foto: Axel Gaiser

Hagen.  Vor dem Regionalliga-Lokalderby siegt nur Haspe 70 in Recklinghausen, die BG Hagen dagegen unterliegt Herford.

Für das Derby der 1. Basketball-Regionalliga am Sonntag scheint Gastgeber SV Haspe 70 bester gerüstet als die BG Hagen. Den Haspern gelang am Freitag Abend bei Citybaskets Recklinghausen mit 93:81 der erste Saisonsieg, während die BG nach der knappen 84:87-Heimniederlage gegen BBG Herford weiter sieglos ist. „Nicht dass wir jetzt als Favorit gelten“, scherzte Haspes Trainer Martin Wasielewski, bevor er von dem Ergebnis des Lokalrivalen in Eilpe erfuhr.

BG Hagen - BBG Herford 84:87 (46:49). Vor etwa 200 Zuschauern eröffnete Sören Fritze die Partie mit einem Korbleger zugunsten der Hausherren. Die BG fand schnell offensiven Rhythmus, Vytautas Nedzinskas traf die ersten drei Dreier. Mit großer Intensität und viel Einsatz erarbeiteten die Hagener zudem zahlreiche Rebounds und Ballgewinne, nutzten aber nicht alle Chancen konsequent. „Einige Chancen haben wir leichtfertig vergeben, gerade in Überzahlsituationen müssen wir souveräner sein“ kommentierte Trainer Kosta Filippou. „Wir haben das Spiel meist sehr ausgeglichen gestaltet, leider konnten wir uns keine richtige Führung erarbeiten.“

Nach der Pause spielte Herford immer wieder über Power Forward Quintee Hill, der unter dem Korb dominierte, und traf außerdem wichtige Distanzwürfe. Der Rückstand der BG erhöhte sich auf 60:69 (29.) und 73:83 (38.). Eine Umstellung auf aggressive Ganzfeldverteidigung nach den zwang den Gegner jedoch zu Ballverlusten, ein Dreier und drei Freiwürfe von Nedzinskas brachte die Gastgeber in Schlagdistanz (83:85, 40.). 20 Sekunden vor Spielende blockten die Hagener einen Wurfversuch von Vaidotus Volkus, dieser wurde jedoch beim Nachfassen gefoult und verwandelte daraufhin zwei Freiwürfe zur späten Entscheidung. „In solchen Spielen fehlt uns leider die letzte Konsequenz und Routine, es macht sich bemerkbar, dass der Kader in der Vorbereitung nicht komplett war“, sagte Filippou, „ohne Marcus Ligons unter dem Korb ist es gegen eine solche Mannschaft aber auch extrem schwer.“

Citybaskets Recklinghausen - SV Haspe 70 81:93 (39:45). Mit dem Start konnte Martin Wasielewski nicht zufrieden sein, mit dem Rest der Partie dagegen umso mehr. Mit 12:20 lagen die Hasper nach dem ersten Viertel in Recklinghausen zurück, ehe sie richtig aufdrehten. Wasielewski: „Zunächst sind die Jungs träge über das Feld gejoggt, dann gab es in der Viertelpause eine richtige Ansage.“ Mit 33:19 gewannen Louka Bampoulis und seine Teamkollegen den zweiten Spielabschnitt, danach ließen sie sich die Führung nicht mehr nehmen.

Bis tief ins vierte Viertel blieb die Partie eng, näher als auf 74:70 (35. Minute) kamen die Gastgeber um Antoine Myers (25 Punkte) aber nicht heran. Im Gegenteil, in der Schlussphase setzte sich der SV 70 endgültig ab, Wasielewski lobte die „sehr clevere“ Spielweise seines Teams. Fünf Hasper - neben Bampulis noch Jordan Rose, Marco Braun, Oscar Luchterhandt und Tyson Kanseyo - trafen zweistellig, Emil Loch blieb mit acht Zählern nur knapp dahinter. „Ab dem zweiten Viertel haben wir richtig guten Basketball gespielt, sehr intensiv, mit guter Verteidigung und viel Ballbewegung“, hob Wasielewski hervor.

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