3. Liga

Kriebel vermisst Emotionen bei Sieg des VfL Eintracht Hagen

In der zweiten Hälfte mit viel Durchschlagskraft im Angriff: Kim Voss-Fels wird schmerzhaft von Gummersbachs Tobias Weiler angegangen. Am Ende haben die Gäste trotzdem das Nachsehen und unterliegen beim VfL Eintracht mit 23:32 (9:13).

In der zweiten Hälfte mit viel Durchschlagskraft im Angriff: Kim Voss-Fels wird schmerzhaft von Gummersbachs Tobias Weiler angegangen. Am Ende haben die Gäste trotzdem das Nachsehen und unterliegen beim VfL Eintracht mit 23:32 (9:13).

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Der erste Punktverlust ist verdaut: Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen fährt einen 32:23-Pflichtsieg über den VfL Gummersbach II ein.

Der erste Punktverlust ist verdaut: Handball-Drittligist VfL Eintracht Hagen fährt einen deutlichen 32:23 (13:9)-Pflichtsieg über den VfL Gummersbach II ein. Zum Grübeln brachte VfL-Trainer Ulli Kriebell lediglich die Körpersprache seiner Mannschaft. „Mir fehlten ein wenig die Emotionen, wir haben es nicht geschafft, die Halle mitzunehmen“, klagte Kriebel nach dem Spiel.

Mit diesen Worten meint der Übungsleiter der Hagener vor allem die ersten Spielminuten, in denen sich nervös wirkende Hagener einige Fehler erlaubten, so dass der Gast aus Gummersbach nach elf Minuten mit 3:5 vorne lag. Großen Anteil daran hatte Gummersbach-Torwart Lasse Hasenforther, der einige gute Paraden, darunter drei gehaltene Siebenmeter, zeigte. Würfe aus dem Rückraum blieben zudem erfolglos für die Volmestädter, in der 16. Minute war es Daniel Mestrum, der zwei Tempogegenstöße in Folge zur 7:6-Führung verwandelte.

Es blieb ein enges Spiel, beiden Seiten gelang nicht viel im Angriffsspiel. Maximilian Lux stellte mit seinem Treffer zum 10:7 (24.) erstmals eine Drei-Tore-Führung her., Tim Brand setzte mit dem 13:9 den Schlusspunkt einer zerfahrenen ersten Hälfte.

Was in der ersten Hälfte noch nicht gut geklappt hatte, funktionierte im zweiten Spielabschnitt dann deutlich besser: Würfe aus dem Rückraum wurden häufiger im Tor untergebracht, Kim Voss-Fels erhöhte auf 17:11 (37.). Körperlich deutlich unterlegene Gummersbacher fanden kaum ein Durchkommen gegen die Hagener Abwehr, die meisten Würfe wurden geblockt. Häufig fanden Anspiele ihren Kreisläufer Jonas Stüber, der einige Akzente setzen konnte. Vor allem mit seiner Schnelligkeit überwand der Nachwuchs des Traditionsvereins aus Gummersbach Eintracht-Keeper Tobias Mahncke, Tore aus der zweiten Reihe - wie das von Linkshänder Pierre Busch zum 21:15 (40.) - waren die Seltenheit.

Mahncke verhindert Gegentore

Hinzu kam, dass der Kader der Gäste stark dezimiert war. „Hinten raus fehlte uns die Kraft“, musste Gummersbach-Trainer Maik Thiele eingestehen, der sich zudem über zu wenig Unterstützung aus der ersten Mannschaft beklagte. Im weiteren Spielverlauf kam der grün-gelbe Motor ins Rollen, Mahncke verhinderte mit zahlreichen Paraden Gästetreffer und der Eintracht gelangen einfache Tore durch Tempogegenstöße. Als die Zuschauer in der Krollmann Arena den Eindruck hatten, dass das Spiel einen deutlichen Ausgang nehmen würde, bäumten sich die Gäste doch noch einmal auf und kamen sogar auf 26:22 (53.) heran. Dies sollte jedoch ohne Folgen bleiben, ein schöner Kempa-Trick - gespielt von Kim Voss-Fels auf Geburtstagskind Damian Toromanovic - zum 32:23 war die letzte Aktion des Spiels.

Für die Hagener war es der erwartete Pflichtsieg. „Wir müssen unsere Chancen konsequenter nutzen und die Zuschauer mehr begeistern. Es werden aber andere Spiele kommen, in denen die Emotionen höher sind“, blickt Kriebel voraus. Und erhofft sich eine andere Körpersprache, wenn Nachbar Schalksmühle Freitag am Ischeland gastiert.

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