Kanupolo

Junge Kanupolo-Talente zeigen Können auf dem Harkort-Cup

Spannende Wettkämpfe beim 32. Harkort-Cup im Wetteraner Freibad: Zum Abschluss der Saison messen sich die jungen Sportler im Kanupolo noch einmal miteinander.

Spannende Wettkämpfe beim 32. Harkort-Cup im Wetteraner Freibad: Zum Abschluss der Saison messen sich die jungen Sportler im Kanupolo noch einmal miteinander.

Foto: Joel Klaas / WP

Wetter.  Ralf Glettenberg lobt die Nachwuchsarbeit des KC im Kanupolo. Junge Talente bereiten sich nach Harkort-Cup auf Ländervergleichskampf vor.

Paddeln, kämpfen, werfen. Kanupolo gehört in Deutschland zu den absoluten Randsportarten. Die Attribute, die den Sport derzeit trotzdem für viele Kinder und Jugendliche aus Wetter so interessant machen, vereinen dabei jedoch „das Beste, was man sportlich so machen kann“, findet Ralf Glettenberg. Der Essener ist Trainer der U14-NRW-Nachwuchsmannschaft und hat in diesem Jahr acht Jugendliche in seinen Auswahlkader berufen. Fünf von ihnen kommen aus der Ruhrstadt. „Das ist auch kein Wunder, in Wetter wird super Nachwuchsarbeit geleistet. Über die letzten Jahre hat hier eine super Entwicklung stattgefunden“, lobt der achtmalige Deutsche Kanupolo-Meister von „Rote Mühle Essen“.

Fünf Kanuten im NRW-Kader

Wer in dem Getümmel auf dem Wasser des wetterschen Naturfreibads an diesem Wochenende ganz genau hingeschaut hat, wird festgestellt haben: Der KC Wetter schickte als ausrichtender Verein des Harkort-Cups nicht nur Seniorenmannschaften in die Titelkämpfe, sondern auch zwei Nachwuchsmannschaften. Die fünf Nachwuchs-Kanuten aus Wetter spielten dabei im U14-Team des NRW-Kaders. „Zur Vorbereitung auf den Ländervergleichskampf in zwei Wochen in Hamburg“, wie Glettenberg erklärt.

Dort wollen die wetterschen Paddler die Deutschen Meisterschaften für sich entscheiden. „Unser Trainer ist schon sehr ehrgeizig, aber wir wollen in Hamburg natürlich auch unsere beste Leistung zeigen“, erklärt KC-Talent Finn Crone. Der 14-Jährige ist wie seine Teamkollegen Manuel Riehl, Carl Berger, Claus Berger und Nils Blanke schon seit einigen Jahren beim KC aktiv. Dass die Junioren so lange der Randsportart die Treue gehalten haben und immer noch leidenschaftlich gerne ins Boot steigen, ist vor allem der umfangreichen und facettenreichen Nachwuchsarbeit des KC geschuldet: „Die Gemeinschaft untereinander macht total Spaß. Wir sind ein großer Freundeskreis, der regelmäßig zum Training kommt“, erklärt auch sein Teamkollege Carl Berger.

Nachwuchs-Trainerin Johanna Salzmann erklärt das Prinzip hinter dem erfolgreichen KC-Konzept: „Wir legen viel Wert darauf, dass sich die Junioren wohl bei uns fühlen. Wir haben ein tolles Trainerteam, das viel Zeit und Arbeit leistet. Wichtig ist aber vor allem, dass wir uns nicht nur zum Training treffen, sondern die Gemeinschaft unter den Kindern und Jugendlichen fördern“, so die Schüler-Trainerin.

Programm über Kanusport hinaus

Konkret umgesetzt wird das dann in gemeinsamen Freizeiten und Fahrten, bei denen nicht nur das Kanupolo-Training im Vordergrund steht: „In jedem Jahr veranstalten wir eine Skifreizeit, die sehr gut angenommen wird. Darüber hinaus bieten wir den Mitgliedern verschiedene Breitensportmöglichkeiten. Zum Beispiel waren wir in diesem Jahr Wildwasser fahren auf der Lenne, was allen viel Spaß bereitet hat. Dazu haben wir ein Wochenende auf unserem Zeltplatz auf der anderen Seite des Harkortsees verbracht. So ist in den vergangenen Jahren eine super Gemeinschaft entstanden. Ich glaube, gerade durch unser vielfältiges Angebot bleiben die Kinder auch langfristig dabei“, erklärt Salzmann.

„Wenn man schon einen gewissen Stamm an Leuten im Verein hat, geht es aber natürlich auch schnell, dass Mitglieder ihre Freunde mit zum Training bringen. So ist das ganze im Endeffekt über die Jahre gewachsen“, sagt die Nachwuchstrainerin des KC.

Selbst sitzt Salzmann schon seit ihrem zwölften Lebensjahr im KC-Boot. Ihre Trainertätigkeit begann sie mit 17 Jahren. „Für mich ist es ganz wichtig, dass ich meine Erfahrungen weitergeben kann und sich die Kinder wohl fühlen“, sagt sie. Wie man am vergangenen Wochenende gesehen hat: Mit Erfolg.

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