Fußball-Westfalenliga

Hohenlimburg 10 gelingt Paukenschlag in der Westfalenliga

Die Hohenlimburger jubeln mit Marcel Weiß über dessen 1:0-Treffer in der 15. Spielminute.

Die Hohenlimburger jubeln mit Marcel Weiß über dessen 1:0-Treffer in der 15. Spielminute.

Foto: Fabian Sommer

Hohenlimburg.  Zum Auftakt der Westfalenliga-Saison besiegt der SV Hohenlimburg 10 den Oberliga-Absteiger aus Brünninghausen. Porrello gelingt der Siegtreffer.

Paukenschlag zum Auftakt: Die Fußballer des SV Hohenlimburg 1910 schlugen am ersten Spieltag der Westfalenliga-Saison den Oberliga-Absteiger FC Brünninghausen im heimischen Kirchenbergstadion mit 2:1 (1:1). Aufgrund des Chancenverhältnisses geht der „Dreier“ absolut in Ordnung. Für den neutralen Zuschauer war kaum zu erkennen, dass ein Aufsteiger gegen einen Absteiger spielte.

Die Partie war spielerisch auf einem hohen Niveau, gespickt mit vielen energischen Zweikämpfen. „Ich glaube, Brünninghausen ist eine der besten Mannschaften, die ich in dieser Westfalenliga ansiedeln würde. Manche Mannschaften werden sich gegen die richtig schwer tun. Riesen Kompliment an den FC, aber wir hatten das bessere Ende für uns“, fand SV-Chefcoach Michael Erzen nach dem Schlusspfiff erst einmal lobende Worte für den Dortmunder Gegner.

Verhaltene erste Minuten

Die ersten 14 Minuten verhielten sich die Zehner erst abwartend, stellten den Gegner gut zu. Mit der allerersten Möglichkeit des Spiels bekam Hohenlimburgs Marcel Weiß einen langen Ball in den Lauf, hatte einen Schritt Vorsprung vor seinem Gegenspieler und hob den Ball dann aus 15 Metern Entfernung über den herauseilenden FC-Schlussmann Leon Broda hinweg ins Tor. Nach weiteren 13 Minuten brachte Tim Eickelmann von rechts eine Hereingabe in den Fünfmeterraum, doch Antonio Porrello setzte die gute Einschussmöglichkeit einen Meter am rechten Pfosten vorbei.

Kurze Zeit später hatte Murat Kaya erst eine Kopfballchance nach einem Eckstoß, 120 Sekunden später donnerte er einen Schuss aus 18 Metern an den linken Torpfosten – Broda stand versteinert in der Mitte, hätte keine Abwehrchance gehabt. „In der ersten Halbzeit können wir eventuell das 2:0 oder 3:0 schießen. Dass wir es nicht machen, ist nicht schlimm. Wir erarbeiten uns ja die Chancen. Aber trotzdem hat die Mannschaft nach dem Gegentreffer nicht aufgehört, sondern direkt weitergemacht“, sagte Michael Erzen. Dieser erfolgte in Minute 36 nach dem Pfostentreffer von Kaya. Die Dortmunder konterten sich nach vorne, Leon Enzmann spielte auf Nils Pereira durch, der dann präzise in den oberen Knick zum Ausgleich abschloss. Während der zweiten 45 Minuten hatten die Gäste lediglich einen echten Torschuss aufzuweisen, den Hohenlimburgs Alexander Klur mühelos parierte (79.).

In Minute 58 hätte es einen Handelfmeter für die Zehner geben können, als Saffet Davulcu einen Gegner in dessen Strafraum aus kurzer Distanz an die Hand schoss. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Moritz Petereit blieb stumm.

Ansonsten spielten sich auch die Zehner kaum noch nennbare Strafraumszenen heraus. Ein Kopfball von Marcel Weiß nach einem Eckstoß des eingewechselten Joel Schikora war harmlos.

Der Siegtreffer

Es dauerte bis zur 89. Spielminute, ehe Porrello die Zehner auf Wolke sieben schoss. Schikora setzte sich im Mittelfeld gegen zwei Dortmunder durch und spielte dann Porrello in den Lauf, der sich im Rücken eines Innenverteidigers löste und dann Broda beim Schuss in die linke untere Torecke keine Chance ließ. Die Zehner jubelten und überstanden dann auch die Nachspielzeit – der erste Dreier war perfekt.

„Nach der Pause haben wir nur noch einen Schuss zugelassen. In der Halbzeit haben wir einige taktische Dinge angesprochen. Wir wollten deren Positionsplus durch cleveres Verschieben aushebeln. Das haben wir dann richtig gut umgesetzt und durch den Nadelstich dann gewonnen“, so das Fazit von Michael Erzen über die Geschehnisse nach dem Seitenwechsel.

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