Handball, 3. Liga

Hagen verliert nach Katastrophen-Halbzeit

Jan Lars Gaubatz steht nach der überraschenden Heimniederlage seines VfL Eintracht geknickt auf dem Spielfeld, während im Hintergrund die Leichlinger ihr Glück kaum fassen können

Jan Lars Gaubatz steht nach der überraschenden Heimniederlage seines VfL Eintracht geknickt auf dem Spielfeld, während im Hintergrund die Leichlinger ihr Glück kaum fassen können

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Nächste Sensation in der 3. Handball-Liga: Der VfL Eintracht Hagen kassiert nach einer schaurigen zweiten Halbzeit überraschend gegen Leichlingen.

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Eigentlich deutete alles auf einen entspannten Abend für die Anhänger des Handball-Drittligisten VfL Eintracht Hagen hin. Zu dominant tritt die Mannschaft von Trainer Ulli Kriebel über weite Strecken der ersten Halbzeit auf. Doch was zu Beginn der zweiten Halbzeit passierte, konnte sich so recht keiner in der Krollmann Arena erklären. Während bei den Hagenern zu Beginn der zweiten Spielzeit nichts mehr klappte, wuchs der Glaube der Leichlinger Gäste an einen Erfolg von Minute zu Minute. Am Ende stand eine überraschende 29:30 (18:13)-Niederlage auf der Anzeigetafel in der Hagener Arena.

Ein Ergebnis, das nach dem ersten Durchgang so überhaupt nicht zu erwarten war und viele ratlose Gesichter auf der Bank der Eintracht hinterließ. Dabei begann das Spiel so, wie es vielleicht von vielen im Vorfeld erwartet worden war. 4:0 führte der VfL nach wenigen Minuten, die Leichlinger bissen sich an der Hagener Abwehr immer wieder die Zähne aus und kamen erst nach rund sieben Minuten zu ihrem ersten freien Torwurf aus dem aufgebauten Angriff. Die Gäste traten im ersten Abschnitt aber dennoch ruhig, fast schon teilnahmslos auf, während die Kriebel-Sieben immer wieder zu einfachen Toren kam.

Hagen verliert komplett den Faden

Doch was dann nach der Halbzeit passierte, war angesichts der Leistungen im ersten Spielabschnitt absolut nicht zu erwarten. Und das obwohl die Hagener direkt zu Beginn der zweiten Hälfte in Überzahl agierten, denn die Leichlinger hatten einen Spieler zu viel aufs Spielfeld geschickt – was unter anderem der Hereinnahme des Ex-Hageners Kris Zulauf geschuldet war. Doch in den nächsten Minuten war es eben dieser Zulauf, der gemeinsam mit dem ebenfalls ehemaligen VfL-Akteur David Ferne zwischen den Leichlinger Pfosten dafür sorgte, dass Hagen sage und schreibe 12 Minuten und 35 Sekunden zu Beginn der zweiten Halbzeit ohne eigenen Torerfolg blieb.

Die Gäste hingegen gewannen immer mehr an Selbstvertrauen und setzten sich mit ihrer ruhigen und sachlichen Spielweise auf einmal Tor um Tor ab – was auch an den unzähligen Unkonzentriertheiten der Hagener lag. Abspielfehler, nicht gefangene Bälle oder Offensivfouls reihten sich aneinander, das Selbstverständnis aus der ersten Halbzeit war nach der langen Durststrecke ohne eigenen Treffer komplett dahin. Trotzdem sollte es in der Schlussphase erneut spannend werden.

Kriebel entschuldigt sich

Doch während sich auf einmal der VfL Tor um Tor erkämpfen musste, kamen die Leichlinger trotz doppelter Manndeckung immer wieder nach überlegten Aktionen zu Toren. Weil dann auch der letzte Angriff der Eintracht mit einem technischen Fehler endete, setzte es die zweite Pleite in Serie. Eine Niederlage, für die Trainer Ulli Kriebel im Anschluss nur schwer Worte fand. „Ich muss mich für unsere Leistung in der zweiten Halbzeit entschuldigen“, so Kriebel. „Wir haben bieder gespielt, aber unter den Umständen war das klar“, sagt Leichlings Trainer Lars Hepp.

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