Fußball

FC Wetter rüstet sich für Bezirksliga

Die Brüder Semin (links) und Fadil Salkanovic bilden das neue Trainergespann des FC Wetter.

Die Brüder Semin (links) und Fadil Salkanovic bilden das neue Trainergespann des FC Wetter.

Foto: Michael Kleinrensing

Wetter.  Nach dem Abstieg folgt beim FC Wetter der Umbruch. Neue Spieler, neue Trainer. Doch die Planungen sind noch nicht abgeschlossen.

Der FC Wetter steht nach dem Abstieg aus der Landesliga vor dem nächsten personellen Umbruch: 13 Spieler hat der Verein für die kommende Bezirksliga-Spielzeit verpflichtet. Zehn Akteure aus dem ehemaligen Kader haben den Club vom Harkortberg mittlerweile verlassen.

Damit die personelle Fluktuation der letzten Jahre endlich beendet wird, schlägt der Verein nun neue Wege ein: Mit dem Trainergespann aus Fadil und Semin Salkanovic nahm der FC frühzeitig zwei Coaches mit wetterschem Stallgeruch unter Vertrag. Beim SSV Hagen, in der letzten Saison Konkurrent des FC in der Landesliga, waren die Brüder im März nach Bekanntwerden ihrer Zusage für den FC zur neuen Saison freigestellt worden. Beide spielten in Junioren- und Seniorenmannschaften der Wetteraner. „Wir wollen wieder eine Mannschaft formen, die gerne für unseren Verein spielt und sich mit unserem FC identifiziert“, hatte der Vereinsvorsitzende Fatih Esbe im Interview dieser Zeitung erklärt.

Damit das langfristig gelingen kann, setzen die Trainer und Verantwortlichen des FC fortan auf Spieler, die aus dem direkten Umkreis kommen. Unter dem ehemaligen Coach Markus Dönninghaus kamen zahlreiche Spieler aus dem Wuppertaler Raum. „Klar, dass man bei einer Anreise von teilweise 50 Kilometern nach dem Training nicht noch stundenlang zusammen sitzt“, erklärt Neu-Trainer Semin Salkanovic, ohne seinem Vorgänger dabei einen Vorwurf machen zu wollen. „Wir wollen jetzt einen neuen Weg gehen. Unser Ziel ist es, eine charakterstarke Mannschaft zu formen und die einzelnen Spieler zu integrieren und zu entwickeln“, erklärt Fadil Salkanovic.

Auf die Tabelle schaut das neue Trainergespann dabei nur mit einem Auge: „Klar, wir wollen so erfolgreich sein wie nur möglich. Trotzdem sehen wir uns nicht als Favoriten auf den Aufstieg. Mannschaften wie Berchum/Garenfeld oder der VfL Schwerte sind für mich die heißesten Anwärter auf die vordersten Plätze“, so Fadil Salkanovic.

Trotz der schwierigen vergangenen Saison bleiben mit Samir Hammouda, Ilyas Kurnaz, Maik Wiggershaus, Aboubakar Fofana und Aness Ziane zahlreiche Leistungsträger dem FC Wetter treu. Darüber hinaus bringen die Salkanovic-Brüder einige junge Spieler mit Steigerungspotenzial mit an ihre neue Wirkungsstätte.

Schwierige Spielersuche

Ganz so einfach gestaltete sich die Akquise neuer Spieler jedoch nicht: „Sieben Spieler, die uns bereits zugesagt hatten, sind kurzfristig wieder abgesprungen“, berichtet Fadil Salkanovic. Darunter mit Luan Tavares und Michael Wandji zwei Akteure, die in der kommenden Saison die Schuhe für den SSV Hagen schnüren werden.

Fadil Salkanovic nimmt daher ganz bewusst Bernd Schneider von seinem Ex-Klub ins Visier, der die Spieler kurzfristig für ein Engagement für den SSV überzeugen konnte: „Da fragt man sich: Was möchte man da als Verein zeigen? Das suggeriert doch, dass Absprachen beim SSV anscheinend keinen Wert haben. Will man so auch den Sponsoren und den anderen Spielern entgegentreten?“, so der FC-Coach. „Spieler ansprechen ist ja kein Problem, aber ein Abwerben kurz vor Transferschluss von Spielern, die bereits zugesagt haben, zeigt kein seriöses Vereinsverhalten. Die Außenwirkung des SSV wird dadurch sicher nicht positiver“, teilt Salkanovic weiter aus.

Durch die späten Absagen eingeplanter Spieler bleiben einige Planstellen im Kader vakant. Derzeit hat der FC 19 Spieler in seinen Reihen. „Wir sind noch auf der Suche nach zwei oder drei Spielern. Dabei lassen wir uns aber die nötige Zeit. Es sind immer wieder auch Gastspieler im Training dabei. Wir sind optimistisch, dass wir in den nächsten Wochen den Kader komplettieren können“, erklärt Semin Salkanovic.

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