2. Bundesliga

Eintracht Hagen bangt um Pröhl und Gaubatz

Der Einsatz des angeschlagenen Jan-Lars Gaubatz (am Ball, hier gegen Marian Orlowski  vom TuS N-Lübbecke) beim VfL Eintracht Hagen ist im Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen noch fraglich.

Der Einsatz des angeschlagenen Jan-Lars Gaubatz (am Ball, hier gegen Marian Orlowski vom TuS N-Lübbecke) beim VfL Eintracht Hagen ist im Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen noch fraglich.

Foto: Noah Wedel/Imago

Hagen.   Eine schwere Aufgabe erwartet den VfL Eintracht Hagen am Freitag: Mit der HSG Nordhorn-Lingen kommt der aktuelle Tabellendritte.

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Zweitschwächstes Heim-Team gegen zweitbeste Auswärtsmannschaft: Auf dem Papier sind die Vorzeichen klar, wenn Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen am Freitag die HSG Nordhorn-Lingen empfängt (20 Uhr, Krollmann Arena). VfL-Trainer Niels Pfannenschmidt will aber die seit Mitte November daheim andauernde Negativserie mit seinem Team endlich beenden. „Wenn es Gesetzmäßigkeiten in der 2. Bundesliga gibt, dann dass jeder jeden schlagen kann“, sagt er, „da ist egal, welche Mannschaft kommt: Wir müssen unsere Spiele gewinnen, es werden ja immer weniger.“ Fast genau vor einem Jahr gelang das auf dem Weg zum Klassenerhalt gegen die Nordhorner auch, am 16. Februar 2018 siegte der VfL Eintracht mit 26:24.

Damals allerdings, das räumt Pfannenschmidt ein, baute die HSG in der Rückserie stark ab. Aktuell ist das Gegenteil der Fall: Neun Siege aus den letzten zehn Spielen bugsierten das Team von Trainer Heiner Bültmann auf Rang drei, nach dem beeindruckenden 29:21-Sieg im Spitzenspiel vor 3500 Fans gegen den HSC Coburg ist man auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen. „Für mich ist Nordhorn die Mannschaft der Stunde, mein Geheimfavorit auf den Aufstieg“, sagt Pfannenschmidt, „der Auftritt gegen Coburg war richtig klasse.“ Die Gäste verfügten über eine stabile Abwehr mit einem „richtig guten Torhüter“ Björn Buhrmester, offensiv sieht der Eintracht-Coach Georg Pöhle als zentralen Spieler. Der Rückraum-Spieler, den Pfannenschmidt einst zum TBV Lemgo holte, ist mit 141 Toren aktuell zweitbester Zweitliga-Schütze, trug auch zum Nordhorner 26:21-Hinspielsieg maßgeblich bei. Auch der tschechische Linksaußen Pavel Mickal, Mittelmann Patrick Miedema (Niederlande) und der vom ASV Hamm-Westfalen gekommene Julian Possehl sind torgefährlich.

Dell mit Bergischem HC unterwegs

Während Nordhorn nach der Weltmeisterschafts-Pause beide Spiele gewann, ist der VfL Eintracht 2019 noch ohne Punktgewinn. Wobei die Hagener immer noch dem verpassten Coup vor Wochenfrist beim Tabellenvierten TuS N-Lübbecke (27:28) nachtrauern. „Das durften wir nie im Leben verlieren“, sagt Pfannenschmidt. Gegen den Dritten soll es nun ungeachtet von dessen Formstärke besser laufen, zumal der in der Vorwoche ohne Trainingseinheit mit seinem neuen Team debütierende Neuzugang Valentin Schmidt nun besser in die Abläufe beim VfL eingebunden sein soll. „Es passt noch nicht alles“, sagt der Eintracht-Coach, „aber er nimmt schon eine wichtige Rolle ein.“

Das gilt grundsätzlich auch für Tilman Pröhl und Jan-Lars Gaubatz, beide sind jedoch angeschlagen. Pröhl musste wegen eines geschwollenen Auges im Training aussetzen, bei Gaubatz (Patellasehnen-Beschwerden) sieht Pfannenschmidt die Einsatzchancen sogar nur bei „50:50“. Auf jeden Fall spielen soll dagegen Jonas Dell, auch wenn der Doppellizenzler mit Bundesligist Bergischer HC zum Auswärtsspiel in Erlangen reiste und bei der Übungsarbeit in Hagen fehlte. „Die Trainingswoche war durchwachsen“, räumt der Eintracht-Coach auch deshalb ein, „aber wir müssen endlich mal wieder zuhause gewinnen, auch für unsere Zuschauer.“

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