Faustball

DM-Endrunde ist für den TSV Hagen 1860 ganz nah

Die TSV-Faustballer Kevin Schmalbach, Philipp Müller, Olaf Machelett, Robin Kuhlmann und Philip Hofmann (v.li.) jubeln, Brettorfs Vincent Neu hadert

Die TSV-Faustballer Kevin Schmalbach, Philipp Müller, Olaf Machelett, Robin Kuhlmann und Philip Hofmann (v.li.) jubeln, Brettorfs Vincent Neu hadert

Foto: Axel Gaiser

Hagen.   Im richtigen Moment in Bestform: Gegen Brettorf siegen die Faustballer des TSV Hagen 1860 mit 5:1, die Endrunden-Teilnahme rückt näher.

Die Erleichterung brach sich nach nur knapp 80 Spielminuten Bahn. Robin Kuhlmann hatte gerade den ersten Matchball für den TSV Hagen 1860 verwandelt, Angreifer-Kollege Philip Hofmann fiel ihm in die Arme, dann folgte der Rest des Teams. Der deutliche 5:1-Sieg (9:11, 11:7, 11:5, 11:7, 11:5, 11:5) gegen Konkurrent TV Brettorf brachte die Bundesliga-Faustballer der ersten Teilnahme an der deutschen Meisterschafts-Endrunde seit 16 Jahren einen großen, wohl den entscheidenden Schritt näher. Und Hofmann, zuvor auf dem Haldener Rasenplatz der überragende Akteur, staunte: „Da brauchen wir die ganze Saison, um so ein Spiel zu zeigen.“

Es war der richtige Moment für den bisher stärksten Auftritt, die zuvor punktgleichen Brettorfer sind der Rivale des TSV 1860 um den zweiten Endrundenplatz hinter dem souveränen Spitzenreiter VfK Berlin. „Heute waren wir am oberen Limit“, freute sich der wegen eines Mittelhandbruchs fehlende Mannschaftsführer Ole Schachtsiek, „aber so müssen wir auch weiter spielen.“ Gegen die Berliner und den Ahlhorner SV müssen beide DM-Aspiranten am 29./30. Juni noch antreten, die Hagener haben zwei Punkte Vorsprung und das deutlich bessere Satzverhältnis. Ein Heimsieg gegen die Ahlhorner, denen verletzungsbedingt der Hauptangreifer fehlt, würde dem TSV schon reichen.

Die Sechziger kamen zum Start der Play-Off-Rückrunde nur schwer ins Spiel, lagen schnell mit 0:4 zurück und verloren den ersten Satz mit 9:11. „Da hatten wir in der Abwehr noch Probleme“, räumte Schachtsiek ein, doch mit erstmals gespielter Formation - Kuhlmann und Philipp Müller bildeten die rechte Seite - fanden sich die Gastgeber bald besser zurecht. Relativ deutlich entschieden sie die folgenden Durchgänge für sich, zumal die Brettorfer gegen die sehr variablen Angaben und Angriffsschläge von TSV-Schlagmann Hofmann kaum ein Mittel fanden. „Philip hat heute alles gemacht“, hob Schachtsiek hervor, Nebenangreifer Kuhlmann habe mit seiner defensiven Stärke sehr geholfen: „Allerdings hat uns Brettorf mit seinen Eigenfehlern auch in die Karten gespielt.“

Endrunde Ende August

Zum Verdruss von Gäste-Trainer Klaus Tabke, der nach Hofmanns Aufschlag-Ass zum 4:1-Satzgewinn schimpfte: „Sie holen die Dinger raus, weil sie geil sind auf den Ball - und wir gucken nur zu.“ Das änderte sich auch im sechsten Spielabschnitt nicht, nach dem 5:4 setzte sich der TSV zügig auf 9:4 ab - und siegte souverän. „2012 sind wir wieder in die Bundesliga aufgestiegen, haben es aber noch nie in die Endrunde geschafft“, sagte Ole Schachtsiek, „jetzt ist es an der Zeit.“ Zumal um den deutschen Titel erst Ende August in Kellinghusen gespielt wird, dann hofft er wieder dabei zu sein.

TSV 1860: Kuhlmann, Schmalbach, Müller, Olaf Machelett, Hofmann. Nicht eingesetzt: Bösch, Kutscher, Sträßer, Eckerle.

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