Basketball

David Bell Thema bei Guard-Suche von Phoenix Hagen

Im März 2018 wird David Bell bei seiner Rückkehr zum Ischeland von den Phoenix-Fans gefeiert.

Im März 2018 wird David Bell bei seiner Rückkehr zum Ischeland von den Phoenix-Fans gefeiert.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Die Guard-Suche bei Phoenix Hagen steht kurz vor dem Abschluss, Trainer Chris Harris trifft den Wunschkandidaten. Ein Thema war auch David Bell.

Die Suche nach einem Shooting Guard für Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen steht kurz vor dem Abschluss. Trainer Chris Harris unterbrach eigens seinen Kanada-Urlaub für 36 Stunden, um den Wunschkandidaten in Las Vegas - aktuell Schauplatz der NBA Summer League und einiger Trainingscamps - zu treffen. In der Spieler-Metropole in Nevada wohnt auch Phoenix-Ikone David Bell mit seiner Familie, dessen Abschied Bundesligist Gießen 46ers gestern verkündete. Mit einer möglichen Rückkehr des 38-Jährigen nach Hagen hat man sich bei Phoenix durchaus ebenfalls beschäftigt, die Möglichkeiten dazu sondiert. „David könnte uns natürlich das geben, was wir suchen“, sagte Geschäftsführer Patrick Seidel, doch ein erneutes Engagement des langjährigen Erstliga-Kapitäns sei aktuell nicht realisierbar: „Es war ein kurzfristiger Gedankengang und eine Vision, die wir jetzt wieder zu den Akten legen.“

Bells Vertrag in Gießen nicht verlängert

Am 4. März 2018 war David Bell zuletzt am Ischeland, als sein Trikot mit der Nummer fünf beim Zweitliga-Spiel gegen Trier unters Hallendach - neben die 15 von Bernd Kruel und die 9 von Matthias Grothe - gehängt wurde. Danach rückte der US-Amerikaner, zwischen 2010 und November 2016 insgesamt fünfeinhalb Spielzeiten Bundesliga-Topscorer bei Phoenix, sogar näher an seine zwischenzeitliche Wahlheimat Hagen heran, als er vor Jahresfrist vom italienischen Zweitligisten Imola zu Bundesligist Gießen 46ers und seinen Ex-Trainern Ingo Freyer und Steven Wriedt wechselte. In der Vorbereitungszeit zog sich Bell dort eine schwere Verletzung am Brustmuskel zu, kam aber früher als gedacht zurück und bestritt noch 25 Bundesliga-Spiele für die Hessen. Wenn die Gießener nun am 7. September im Vorbereitungsturnier in der Krollmann-Arena auf Phoenix treffen, wird Bell indes nicht dabei sein, sein Vertrag - das verkündeten die 46ers am Dienstag - wird nicht verlängert.

Nicht genug Sponsoren gefunden

Bei Phoenix hätte man sich den langjährigen Publikumsliebling gut wieder auf der anderen Seite vorstellen können. „Grundsätzlich haben wir uns damit beschäftigt“, bestätigt Seidel, „es wäre ja auch fahrlässig als Geschäftsführer, das nicht zu tun, als klar war, dass David auf dem Markt ist. Er ist neben Matthias und Bernd einer der drei Spieler aus der jüngeren Hagener Vergangenheit, mit dem die Leute viele Emotionen verbinden.“ Und eine Startfünf mit Niklas Geske, David Bell, Jonas Grof, Dominik Spohr und einem US-Center, so Seidel, hätte er durchaus spannend gefunden. Die grundsätzliche Bereitschaft bei Bell und seinem Agenten habe man abgefragt, die Suche nach notwendigen zusätzlichen Sponsoren für ein solches Engagement sei aber nicht erfolgreich gewesen.

Davis Kandidat in Tübingen

Zeitnah könnte Phoenix statt Bell einen jüngeren Akteur auf der Shooting-Guard-Position verpflichten. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Seidel. Coach Harris nimmt den schon länger und ausführlich gescouteten Wunschkandidaten aktuell in Las Vegas persönlich in Augenschein. Er soll der Nachfolger von US-Landsmann Kris Davis werden, der zwei Angebote von Phoenix auf Vertragsverlängerung ausgeschlagen hat. In Hagen sehen könnte man Davis in der bevorstehenden Saison dennoch, nach WP-Informationen steht ein Wechsel zu Ligarivale Tigers Tübingen bevor.

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