Mountainbike

Das schätzen Mountainbiker am Ruhrbike-Festival in Wetter

Zahlreiche nationale und internationale Fahrer gehen bei dem Rennen der Herren Elite auf dem Harkortbergan den Start.

Zahlreiche nationale und internationale Fahrer gehen bei dem Rennen der Herren Elite auf dem Harkortbergan den Start.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Wetter.  Darum kommen Profi-Mountainbiker wie Markus Schulte-Lünzum immer wieder gerne zum Ruhrbike-Festival. Europameister siegt in Wetter.

Von West Virginia nach Wetter reisen für das Abus-Ruhrbike-Festival und trotz Jetlag auf dem Harkortberg in die Pedale treten? Für Profi-Mountainbiker Markus Schulte-Lünzum eine klare Sache: „Natürlich bin ich bei dem Festival dabei und möchte das auch unterstützen“, betont der Sportler. Nach dem Mountainbike-Weltcup in den USA machten sich er und der Deutsche Vizemeister Ben Zwiehoff auf den Weg zum Ruhrbike-Festival. Beide haben schon als Kinder ihre Runden um den Harkortberg gedreht. „Umso mehr freuen wir uns, wenn die Fahrer den Sprung in die Profi-Karriere schaffen und weiterhin bei uns am Start stehen“, sagt Organisator Nils Schäfer.

Markus Schulte-Lünzum kann sich noch an seine ersten Rennen in Wetter erinnern. „Das ist echt lange her. Aber ich habe immer noch vor Augen, wie ich als Kind bei der Siegerehrung mit Blick auf den Harkortturm stand. Da waren echt enge Rennen dabei“, sagt der Sportler. Warum er bei dem Festival bis heute gerne an den Start geht? „Das war schon immer eine super coole Strecke, die viel Spaß macht. Da gibt es schnelle Abfahrten und man macht recht viele Höhenmeter. Teilweise gibt es eklige Anstiege. Zwischendurch geht es dann durch Schotter und dann nimmt die Strecke wieder Zug auf“, erklärt der Radfahrer.

Die Nähe zu seinem Heimatort Haltern am See ist zudem ein weiterer Pluspunkt. „Wetter liegt im Gegensatz zu einigen anderen Rennen um die Ecke. Wenn man bei internationalen Veranstaltungen an den Start geht, weiß man das noch viel mehr zu schätzen“, betont Markus Schulte-Lünzum.

Internationales Finale

Er selbst ist am Sonntag beim Rennen der Herren Elite und dem Finale des Drei-Nationen-Cups an den Start gegangen. „Ich finde es sehr gut, dass so ein internationales Finale in Wetter stattfindet. Damit unterstreichen die Veranstalter auch ihre Ambitionen“, betont Schulte-Lünzum. Im vergangenen Jahr hat sich der XLC-Drei-Nationen-Cup als internationale Rennserie in Belgien, den Niederlanden und Deutschland neu formiert. Diese Serie setzt sich aus internationalen Rennen der Kategorien C2, C1 und HC zusammen und hat zahlreiche Profifahrer nach NRW gelockt. Doch nicht nur sportliche Herausforderungen auf internationalem Niveau reizen Markus Schulte-Lünzum an der Veranstaltung auf dem Harkortberg: „Auch die Atmosphäre ist super cool. Außerdem finde ich es klasse, dass hier die Jugend so gefördert wird.“

Zahlreiche Kinder und Jugendliche sind mit ihren Rädern am Sonntagvormittag auf dem Harkortberg schon mal ihre Runden gefahren, bevor es auf der Strecke los ging. Auch Juri Becker (11) hat sich bereit gemacht: „Ich bin schon zum zweiten Mal dabei. Die Strecke ist echt cool und nicht zu schwer.“ Der Mountainbiker Arne Janssens ist aus Belgien angereist und das erste Mal bei dem Festival dabei. „Die Strecke fährt sich sehr gut. Obwohl es sehr sandig ist, bin ich nicht weggerutscht. Sehr cool hier und das Wetter spielt auch noch mit“, sagte der Sportler, der bei der U23 Elite an den Start gegangen ist.

Mit dem Festival insgesamt ist Organisator Nils Schäfer zufrieden: „Es ist alles super gelaufen. Wir hatten mega Wetter und ein schönes Starterfeld mit internationalen Fahrern. Toll, wenn ein Europameister im Cross Country wie Lukas Malezsewski beim Ruhrbike-Festival in der ersten Reihe steht.“ Der Belgier hat wie erwartet das U19-Rennen für sich entschieden. Mehr um Spaß als um die Platzierung ging es beim Sparkassen-Kids-Race, hier durften schon die Kleinsten am Harkortberg an den Start gehen. Die Jüngsten der Bambini Klasse (U7) rollten sogar mit dem Laufrad an die Startlinie, die älteren Kids starteten in der U9. Vielleicht ist unter ihnen ja auch jemand, der wie Markus Schulte-Lünzum vom Harkortberg aus irgendwann den Sprung in die Profi-Karriere schafft.

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