Reitsport

Carlotta Hassenbürger erhält Goldenes Reitabzeichen

Verleihung des Goldenen Reitabzeichens an Carlotta Hassenbürger in Volmarstein.

Verleihung des Goldenen Reitabzeichens an Carlotta Hassenbürger in Volmarstein.

Foto: Stefan Erbe

Volmarstein.  Verleihung ist ein Höhepunkt auf dem Turnier in Volmarstein. Carlotta Hassenbürger verrät ihr Erfolgsgeheimnis und was sie am Reiten fasziniert.

Sie kommt aus einer „pferdeverrückten Familie“, die Liebe zu den Tieren und dem Reitsport hat sie schon von Kindesbeinen an geprägt. „Ich reite schon, seit ich denken kann. Gefühlt schon immer“, sagt Carlotta Hassenbürger, die beim Reitverein Volmarstein aktiv ist. Das Sommerfest ihres Heimatvereins war für die Sportlerin ein ganz Spezielles: Denn ihr wurde im Rahmen des Turniers in Volmarstein das Goldene Reitabzeichen verliehen – eine Auszeichnung für besondere Erfolge im Reitsport. „So etwas kriegt man nur einmal im Leben. Das ist schon etwas ganz Besonderes“, betont Carlotta Hassenbürger.

Mit ihren 26 Jahren hat die Sportlerin bereits in jungen Jahren viel erreicht im Pferdesport: in der Pony-Zeit holte sie zwei Mal Mannschaftsgold und ein Mal Einzelsilber bei den Pony-Europameisterschaften, im Anschluss erreichte sie den Westfalen-Meister-Titel im Juniorenalter. 2017 gelang Carlotta Hassenbürger dann der erste Sieg in der Klasse S-Dressur. Dass sie schon zwei Jahre später das Goldene Reitabzeichen erhält, ist für die junge Sportlerin eine Überraschung.

Nachhaltige Leistung

Denn anders als andere Reitabzeichen kann das „Goldene“ nicht durch eine Prüfung, sondern nur durch sportliche Erfolge erworben werden. Um diese Auszeichnung zu erhalten, sind zehn Siege auf S-Niveau (schwer) notwendig und Platzierungen in höheren Klassen. „Dass ich das in so kurzer Zeit erreichen konnte, damit hätte ich nicht gerechnet“, sagt die Reiterin. Möglich wurde der sportliche Erfolg nicht zuletzt auch durch die tatkräftige Unterstützung ihrer Familie.

„Die haben auch alle eine große Leidenschaft für Pferde und den Reitsport. Die ganze Familie ist da auch involviert. Das ist schon etwas Besonderes, da so eine Unterstützung zu erfahren und dafür bin ich auch dankbar“, betont Carlotta Hassenbürger. „Wir sind natürlich stolz auf unsere Tochter, diese Auszeichnung ist ja auch ein Lohn für nachhaltige Leistung und Erfolge. Wir helfen Carlotta gerne. Beim Reitsport stecken die Eltern natürlich mit drin, das muss man wissen“, erklärt Vater und Vorsitzender des Reitvereins Dr. Heinrich-Georg Hassenbürger.

Auch die gute Verbindung zu ihrer Stute Fol Epi S hat zum sportlichen Erfolg der 26-Jährigen beigetragen. „Ich reite mit Fol Epi S von den der Züchterfamilie Scherenberg seit Ende vergangenen Jahres und das passt einfach. Wir haben super zusammen gefunden. Ich bin froh, dass mir so ein tolles Pferd zur Verfügung gestellt wurde“, betont Carlotta Hassenbürger. Mit ihrer Stute zeigte sie auf dem Reitturnier in Volmarstein dann auch einige Lektionen aus dem S-Bereich, bevor Turnierrichterin Susanne Lange eine Laudatio hielt. Ihr Trainer und Onkel Jochen Hippenstiel hat ihr schließlich den Anstecker an den Frack geheftet.

Entscheidung für Volmarstein

Andere Reiter entscheiden sich für die Übergabe des Goldenen Reitabzeichens eher für große Turniere wie etwa das Balve Optimum. Carlotta Hassenbürger hat sich dagegen ganz bewusst für ihren Heimatverein in Volmarstein entschieden. „Hier komme ich her, hier habe ich meine ersten Turniere bestritten. Darum war es mir auch sehr wichtig, in Volmarstein diese Auszeichnung zu bekommen. So konnten auch viele Freunde und die Familie dabei sein, das war auch sehr schön“, sagt Carlotta Hassenbürger. Auch ihr Vater betont: „Wir wohnen zwar in Hagen, fühlen uns aber wie Volmarsteiner, und sind dem Ort sehr verbunden.“

Konkrete Pläne für die sportliche Zukunft hat Carlotta Hassenbürger , die gerade an der Universität Witten/Herdecke ihre Masterarbeit im Fach Management schreibt, momentan nicht. „Das Wichtigste ist für mich einfach der Spaß am Reiten und mit den Tieren zusammen zu sein, alles andere kommt dann von selbst. Mich fasziniert vor allem die Einheit mit dem Pferd. Man kommuniziert mit den Tieren auf einem hohen Niveau, ohne dass sie unsere Sprache sprechen. Das ist ein ganz besondere Verbindung“, erklärt Carlotta Hassenbürger.

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