Handball

Berni-Großmann-Turnier: HSG beweist starke Frühform

HSG-Akteur Lukas Wetzel und die HSG haben sich beim Berni-Großmann-Turnier gut präsentiert.

HSG-Akteur Lukas Wetzel und die HSG haben sich beim Berni-Großmann-Turnier gut präsentiert.

Foto: Heinz-Werner Schroth / WP

Hohenlimburg.  Beim Berni-Großmann-Turnier setzt sich Landesligist HSG Hohenlimburg gegen die Liga-Konkurrenz durch. Die SGSH Dragons holen sich den Gesamtsieg.

Die Handballer der HSG Hohenlimburg haben die inoffizielle Vorbereitungs-Meisterschaft der drei in der Landesliga 4 beheimateten Lokalrivalen gewonnen: Beim traditionellen Berni-Großmann-Turnier siegten sie in eigener Rundturnhalle sowohl gegen den TuS Volmetal II als auch gegen die Drittvertretung des VfL Eintracht Hagen und belegten am Ende im Fünfer-Feld knapp hinter Verbandsligist SGSH Dragons II, der als einzige Mannschaft ungeschlagen blieb, den zweiten Platz.

„Wir sind im Soll“, kommentierte der gerade aus dem Urlaub zurückgekehrte Chefcoach Faruk Brahimi lapidar. Angesichts der Tatsache, dass in Felix Bauer, Cederik Truss und dem angeschlagenen Linkshänder Jonas Bovensmann noch drei Stammkräfte fehlten, konnte sich die Leistung der Hohenlimburger wirklich sehen lassen.

Vor allem im Auftaktmatch präsentierte sich die HSG in Topform, nutzte die Eingewöhnungsprobleme der Volmetaler Reserve clever aus und verteidigte zudem gegen TuS-Spielmacher Timon Schliepkorte so geschickt, dass der Goalgetter torlos blieb. Mit dem 8:2 nach 14 Minuten war die Messe gelesen, denn schließlich blieben den von Nico May gecoachten Gästen nur noch elf Minuten, in denen sie immerhin noch auf 9:6 verkürzten, am Ende aber mit 7:11 unterlagen.

Das zweite Nachbarschaftsduell

Auch das zweite Nachbarschaftsduell gegen die Hagener VfL-Dritte ging an die Hausherren, die allerdings deutlich unkonzentrierter begannen. Zwar führten sie mit 5:3 und besaßen nach der recht harten Roten Karte für Tarek Alissa nach Foul an „Pico“ Marks Überzahl, aber das Team von Christian Wojtek ließ sich nichts ins Bockshorn jagen, legte einen 3:0-Lauf hin und lag sogar nach 15 Minuten mit 8:6 vorne. Die HSG antwortet ihrerseits mit einem fulminanten Zwischenspurt, eroberte sich nach einem Doppelschlag von Kreisläufer Jannik Hollatz die Führung zurück und zog mit erfolgreichen Kontern über 12:8 bis auf 14:9 davon. Für die Hagener reichte es nur noch zum 14:11-Endstand.

Da die zweite Hohenlimburger Vertretung, die unter „Olli’s friends“ firmierte und mit Ausnahme des Ex-Schwelmer Abwehrspezialisten Michael Ohrmann aus ehemaligen HSG-Größen plus Neuzugang David Steiner bestand, erwartungsgemäß gegen die jüngere und voll im Saft stehende Konkurrenz mehr und mehr abbaute, ging es für die Brahimi-Truppe im dritten Spiel gegen die SGSH Dragons um den Turniersieg. Die Dragons hatten sich zuvor beim 14:14 gegen die ebenbürtige Volmetaler Reserve bereits einen Minuspunkt eingehandelt. Schon ein Remis hätte gereicht, aber die von Mark Dragunski gecoachten Schalksmühler wollten auf keinen Fall zum dritten Mal in der Saisonvorbereitung gegen die klassentiefere HSG stolpern und fanden mit einer sehr offensiven, aber beweglichen Abwehr das richtige Mittel.

Dragons patzen am Ende

Da sie zudem im Abschluss zunächst sehr treffsicher waren, schien mit dem 9:5 nach 19 Minuten alles gelaufen. In der Endphase aber patzten die mit vier A-Jugendlichen angereisten Dragons, ließen binnen kürzester Zeit drei Siebenmeter aus. Nach Wetzels 9:8 überschlugen sich die Ereignisse. Trainer Brahimi (wegen Reklamieren), Marks und Wetzel (Fouls) kassierten Zeitstrafen, aber selbst mit nur drei Feldspielern besaß die HSG noch langen Ballbesitz beim finalen Angriff. „Das war Pech“, haderte Brahimi, denn die Schiedsrichter hatten ihn nur deshalb des Feldes verwiesen, weil er (als Mitspieler der Allstars) im Teamtrikot auf der Bank saß. Die Dragons machten dann in ihrer letzten Partie gegen die Eintracht-Dritte alles klar, bogen einen 2:5-Rückstand in eine 13:8-Führung und sicherten sich mit einem 18:12 den ersten Platz.

Zuvor hatten die Wojek-Schützlinge im Prestigeduell mit der Volmetaler Reserve ein 11:11-Remis erkämpft, waren sogar dem Sieg ganz nahe, doch Tristan Dehler traf drei Sekunden vor Schluss in Unterzahl.

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