Hohenlimburg.

BCH-Cracks glänzen bei 28. Hagen Masters

28. Hagen Masters des Badminton-Clubs Hohenlimburg.

28. Hagen Masters des Badminton-Clubs Hohenlimburg.

Foto: WP

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hohenlimburg. Die 28. Hagen Masters waren aus sportlicher Sicht für den Badminton-Club Hohenlimburg in der A-Runde ein voller Erfolg. In beiden Herren-Disziplinen sowie im Mixed war eine BCH-Beteiligung siegreich, insgesamt standen Hohenlimburger Aktive auf acht von neun möglichen Podestplätzen.

Im Mixed-A verteidigten BCH-Akteur Fabian Stoppel und Partnerin Dana Kaufhold (Spvgg. Sterkrade-Nord) ihren Vorjahrestitel. Nachdem sich die beiden mit jeweils 21:18 in zwei Sätzen im Halbfinale gegen das Duo Jonathan Rathke (Bottroper BG)/Yurie Kinoshita (Union Lüdinghausen) durchsetzten, folgte im Finale ein Zweisatz-Sieg gegen Christian Bald (BCH)/Yvonne Bytomski (1. CfB Köln), zu jeweils 18 und 13. Hendrik Westermeyer (BCH) und Lena Bonnie (1. BC Düren) unterlagen Bald/Bytomski im Halbfinale, doch konnten sich mit 21:19 und 21:15 gegen Rathke/Kinoshita den dritten Platz sichern.

Im Herren-Doppel sahen die Zuschauer totale Dominanz des favorisierten BCH-Tandems Hendrik Westermeyer und Malte Laibacher, die keinen einzigen Satz abgaben. Im Halbfinale kegelten sie Fabian Stoppel und Timo Ayush (SV Berliner Brauereien) mit 21:16 und 21:15 von der Finalstraße, im Finale siegten sie gegen das polnische Duo Wojciech Buczynski und Przemyslaw Urban vom 1. BC Siegen mit 21:15 und 21:19. Ayush/Stoppel lieferten sich gegen Christian Bald (BCH) und Pasquale Czeckay (TV Witzhelden) einen epischen Fight im Spiel um Platz drei. Stoppel und Ayush behielten in drei Sätzen die Oberhand (19:21, 21:19, 21:19).

Herren-Einzel in BCH-Hand

Das Herren-Einzel war qualitativ nicht sehr tief besetzt, dazu musste Timo Ayush vor dem Halbfinale gegen Westermeyer verletzungsbedingt aufgeben. Als logische Konsequenz war das Siegertreppchen komplett in Hohenlimburger Hand. Malte Laibacher und Christian Bald warfen im Halbfinale absolut alles in die Waagschale. Klatschnass verließ Laibacher nach drei Sätzen als Sieger das Feld (21:19, 19:21, 21:17). Arg gebeutelt ging es Sonntagabend um 22 Uhr in das Finale gegen Westermeyer, der sich aufgrund des Freiloses zuvor ausruhen konnte. Was Westermeyer an Energie und Kondition im Überhang hatte, machte Laibacher mit cleverer Fußarbeit wieder wett. Westermeyer gewann den ersten Satz zu 18, im zweiten überrollte ihn Laibacher überraschend zu 10. Im entscheidenden Satz zeigte Westermeyer noch einmal all seine Erfahrung und Spielintelligenz, bezwang den erschöpften Laibacher mit 21:12.

Ein großes Ausrufezeichen setzte die Japanerin Yurie Kinoshita im Damen-Einzel und Doppel. Im Einzel ließ sie ihren Gegnerinnen in der Fünfergruppe keine Chance, gewann alle vier Spiele mit einer Punktebilanz von 168:63. „Das ist schon ganz großes Kino, was Yurie hier zeigt. Diese gezielten Verzögerungen in den Schlägen kennt man sonst nur von den Herren. Da merkt man die japanische Kunst“, staunte Hendrik Westermeyer nicht schlecht. Im Doppel siegte Kinoshita an der Seite von Yvonne Bytomski gegen Carina Buchelt (BCH) und Lena Bonnie im Finale mit 20:22, 21:15 und 21:15. Die BCH-Paarung Stefanie Bannenberg und Aija Pope errangen gegen Friederike Henze (SSV Bochum) und Lena Seibert (BCH) mit 21:16 und 21:18 die Bronzemedaille.

Eyvanii sorgt für Aufsehen

Aufsehen erregte Sepehr Eyvanii im B-Feld. Der gebürtige Singhalese (Sri Lanka) kam erst vor zwei Monaten über den Flüchtlingsstrom nach Deutschland und wohnt zurzeit in Recklinghausen. Er gewann das Einzel mit tollen Leistungen und empfahl sich damit für einige Teams, unter anderem dem BCH: „Du kannst gerne mal zu uns zum Training kommen“, sagte Spielertrainer Westermeyer nach dem Finale zu Eyvanii.

„Im letzten Jahr hatten wir ein Rekord-Turnier. Im Vergleich dazu in diesem Jahr ein Drittel weniger Teilnehmer. In Kombination mit dem kalten Wetter haben wir dadurch leider deutlich weniger eingenommen. Der genaue Kassensturz erfolgt aber erst später“, resümierte Vorstandsmitglied Stefanie Bannenberg das kalte Pfingstwochenende in der Wiesenhalle.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben