Kreisliga

Außergewöhnlicher Einsatz im Tor des SC Wengern

Seit langer Zeit wieder im Tor: Für seinen Verein, den SC Wengern, springt Hendrik Kobinger (hier auf dem Brasberg)  auch im Notfall als Torwart ein, obwohl er eigentlich Feldspieler in der Kreisliga ist.

Seit langer Zeit wieder im Tor: Für seinen Verein, den SC Wengern, springt Hendrik Kobinger (hier auf dem Brasberg) auch im Notfall als Torwart ein, obwohl er eigentlich Feldspieler in der Kreisliga ist.

Foto: Veronika Szary

Wengern.  Besondere Partie für Kreisliga-Spieler Hendrik Kobinger: Der Feldspieler stand beim SC Wengern im Tor. Am Kalkheck steht ein besonderes Derby an.

Hendrik Kobinger sorgte für eine Überraschung in der Fußball-Kreisliga A. Denn bei der 0:4-Niederlage des SC Wengern gegen den SC Obersprockhövel II stand mit Hendrik Kobinger beim SC ein Feldspieler zwischen den Pfosten, weil kein etatmäßiger Torwart zur Verfügung stand.

Für den Wengeraner Fußballer eine ungewohnte Position, denn normalerweise spielt er für den SC Wengern auf der Außenbahn. Der Einsatz am vergangenen Spieltag in der Kreisliga war für ihn nach langer Zeit wieder der erste als Torwart. „Ich habe schon in meiner Jugend im Tor gestanden. Das habe ich bis zur A-Jugend gemacht. Danach bin ich allerdings ins Feld gewechselt“, sagt der 23-Jährige. Damals war der junge Sportler mit dem Training nicht richtig zufrieden, wollte lieber aktiv ins Spielgeschehen eingreifen.

Am Anfang ungewohnt

„Darum bin ich dann ins Feld gewechselt. Jetzt nochmal im Tor zu spielen, war am Anfang schon etwas ungewohnt. Aber ich habe mich dann doch recht schnell wieder reingefunden und dann hat es auch wieder richtig Spaß gemacht“, betont der Fußballer. Dass er bis zur 53. Minute kein Tor zugelassen hat, freut den jungen Sportler. „Wir wollten ja gewinnen. Da war mein Anspruch natürlich, den Kasten so lange wie möglich sauber zu halten. Wir haben insgesamt schon ein gutes Spiel gemacht, da hatte ich am Anfang nicht so viel tu tun. Aber die paar Torschüsse des Gegners waren dann leider auch direkt drin, das hätte schon besser klappen können“, sagt Kobinger.

Insgesamt sieht der Sportler bei seiner Mannschaft aus Wengern noch Steigerungspotenzial in den nächsten Partien. „Wir stehen nicht ohne Grund in der Tabelle relativ weit unten. Wir haben leider noch nicht so viele Punkte geholt, das hat unterschiedliche Gründe. Warum das so ist, kann ich gar nicht genau sagen. Aber wir können das auf jeden Fall noch steigern“, betont Kobinger. Mit dem seit dieser Saison neuen Trainer am Brasberg, Wolfgang Hamann, harmoniert die Mannschaft laut Kobinger aber bereits sehr gut: „Ich habe das Gefühl, der Coach hat sich sehr gut ins Team integriert und geht auch super mit den Spielern um.“

Lob vom Trainer

Mit der Leistung des ungewöhnlichen Torwarts ist SC-Trainer Hamann zufrieden: „Hendrik hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Das Ergebnis liest sich zudem viel schlimmer, als es ist.“ Am Sonntag wartet auf Hendrik Kobinger und den SC Wengern mit der TSG Sprockhövel II der nächste schwere Gegner. „Das wird keine einfache Aufgabe für uns“, vermutet Kobinger, der dieses Mal aber nicht mehr im Tor stehen wird.

In Zukunft nochmal einzuspringen, kann er sich aber vorstellen: „Wenn Not am Mann ist bin ich natürlich für meine Mannschaft da und stehe dann auch gerne wieder im Tor. Aber ich freue mich jetzt auch wieder, im Feld zu spielen“, betont Hendrik Kobinger. Bei der Partie in Sprockhövel wird wieder ein etatmäßiger Torwart zwischen den Pfosten stehen, entweder Robin Keller oder Alexander Bürger.

Besonderes Derby steht am Kalkheck an

Beim SC Wengern ist mittlerweile der nächste Spieler unter der Haube. Neuzugang Tim Giese hat seine Carolin geheiratet und steht Trainer Wolfgang Hamann bei der Kreisliga-Partie gegen Schwelm ebenso wenig zur Verfügung wie Hüseyin Aytac, Bünyamin Budak, Tim Malik, Fabian Schroth, Giuseppe Giacco und Waldemar Schlundt. „Das ist eine große Herausforderung. Die Aussichten, etwas Zählbares mitzunehmen sind nicht gut. Wir werden aber alles geben. Vielleicht springt ja ein Punkt dabei heraus“, sagt Trainer Hamann.

Der FC Herdecke-Ende empfängt Sonntag den SuS Volmarstein zu einem besonderen Derby. Im vergangenen Jahr musste sich der FC mit der Vizemeisterschaft begnügen, weil in der Endabrechnung drei Punkte fehlten. Die ließ die Mannschaft von Trainer Frank Henes ausgerechnet beim Derby am Bleichstein und insbesondere bei den Spielen gegen den morgigen Gegner, dem man gleich zweimal unterlag. „Das wird auch am Sonntag wieder ein ganz enges Spiel. Volmarstein ist ein unbequemer Gegner, aber wir haben etwas gutzumachen“, sagt Henes. Sein Gegenüber Ralf Gütschow, mit dem Henes zur Jahrtausendwende gemeinsam für den SuS die Schuhe schnürte, hätte gegen ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr nichts einzuwenden: „Wir würden gerne wieder die drei Punkte mitnehmen. Wir haben am Dienstag noch das Nachholspiel gegen Wengern. Wenn es optimal läuft, sähe es in der Tabelle schon wieder wesentlich besser für uns aus.“ Die Personallage beim SuS ist schwierig. „Wir haben zwar alle Mann an Bord, aufgrund von Erkältungen und Verletzungen, die gerade erst abgeklungen sind, müssen wir sehen, wer aufläuft und wer wie lange spielen kann“, so Gütschow. Beim Gastgeber fallen einige Stammkräfte aus.

TSG mit Personalsorgen

Die TSG Herdecke geht personell ebenfalls am Stock und Trainer Frank Colapietro muss improvisieren. Beim Auswärtsspiel gegen RW Ennepetal-Rüggeberg fehlen mit Luca Bauer, Luca Wiegand, Fabio Meyer, Jusuf Zornic, Christian Wehling sowie dem rotgesperrten Mentor Mustafa sechst Stammspieler, dazu wird auf ungewohntem Naturrasen gespielt. „Das ist keine einfache Situation. Unsere jungen Spieler sind noch nicht so konstant in ihren Leistungen. Aber wir wollen es dennoch besser machen als zuletzt. Wir werden umbauen und unsere Defensive stabilisieren.“, sagt Colapietro.

Auf dem Böllberg empfängt der TuS Esborn um 15 Uhr BW Voerde II. Eine lösbare Aufgabe, wenn die Torchancen verwertet werden. „Das war zuletzt ein großes Manko, da müssen wir besser werden und individuelle Fehler vermeiden“, so Trainer Thomas Schumacher.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben