Basketball

Als guter Schütze soll Leufroy Phoenix Hagen helfen

Ein guter Werfer: Kyle Leufroy, hier im Trikot der St. Francis High School, ist der zweite US-Neuzugang von Phoenix Hagen und soll Kris Davis auf der Shoting-Guard-Position nachfolgen.

Ein guter Werfer: Kyle Leufroy, hier im Trikot der St. Francis High School, ist der zweite US-Neuzugang von Phoenix Hagen und soll Kris Davis auf der Shoting-Guard-Position nachfolgen.

Foto: imago sportfotodienst / imago/ZUMA Press

Hagen.  Bis auf einen Center ist das Team von Phoenix Hagen komplett: US-Guard Kyle Leufroy kommt ebenfalls vom College, von den Lehigh Mountain Hawks.

Bis auf einen Center ist das Team von Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen für die ProA-Saison 2019/2020 komplett: Auch der zweite US-Neuzugang im Team von Trainer Chris Harris kommt direkt vom College, Guard Kyle Leufroy war bei den Lehigh Mountain Hawks in Pennsylvania in vier Jahren stets zweistellig scorender Leistungsträger. In Hagen wird der 1,90 m große Kalifornier Nachfolger des zu Ligarivale Tigers Tübingen wechselnden Kris Davis.

„Ein Teamplayer, der sich nicht scheut, Verantwortung zu übernommen“, charakterisiert Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel den dritten Neuzugang nach Niklas Geske und Michael Gilmore, während Harris überzeugt ist: „Wir haben lange gesucht nach einem effizienten Werfer und sicheren Freiwurfschützen, der die Athletik besitzt, um in der Liga mithalten zu können. Er bringt das alles mit.“

In Las Vegas von Harris beobachtet

Im Gegensatz zu Gilmore, der zunächst als Backup auf den Centerpositionen vorgesehen ist, ist für Kyle Leufroy - gesprochen - bei Phoenix eine tragende Rolle vorgesehen. Bei der Guard-Suche überprüften die Hagener unzählige Optionen, sondierten auch eine mögliche Rückkehr der Klub-Ikone David Bell (die WP berichtete), Leufroy kristallisierte sich nun schon länger als Wunschkandidat. Und Coach Harris unterbrach eigens seinen Kanada-Urlaub, um Leufroy beim Trainingscamp der Agentur BDA Sports in Las Vegas zu treffen. „Chris hat ihn persönlich getroffen, um letzte Gewissheit zu erhalten, dass er wirklich fit ist“, sagte Seidel. Der Coach zeigte sich danach überzeugt, dass Leufroy („Er ist ein harter Arbeiter“) mit Einstellung und Charakter gut ins Team passt.

Der aus dem kalifornischen Pasadena stammende Leufroy gehörte ab seinem Debütjahr am NCAA1-College Lehigh in Bethlehem/Pennsylvania dort zu den Stammkräften, spielte in der „Patriot League“ über seine Karriere hinweg mehr als 28 Minuten im Schnitt. Und punktete stets zweistellig, im Abschlussjahr gelangen ihm 13,8 Punkte im Schnitt, zudem erwies er sich als guter Rebounder (5,2) mit Zug zum Korb und Assistgeber (3,4).

Viertbester Freiwurfschütze in USA

„Vor allem ist er ein sehr stabiler Werfer, hat jede Saison seine Quote gehalten“, sagt Seidel. Mehr als 40 Prozent seiner Dreier traf Leufroy am College, vor allem aber glänzte er - im Vorjahr bei Davis und seinen Phoenix-Teamkollegen eine besondere Schwäche - bei den Freiwürfen. 111 Würfe, 101 Treffer - das ergab 91 Prozent, US-weit war der Lehigh-Schütze damit Viertbester.

Profi-Erfahrung hat Leufroy noch nicht, dieses Risiko gehen die Hagener bewusst ein. „Er ist ein Rookie und wird das erste Mal in Europa sein“, weiß Seidel, „man darf nicht ab dem ersten Spieltag Wunderdinge erwarten und dass er gleich Spiele ganz alleine für uns entscheidet.“ Dass der Neuzugang vom Charakter her in die Teamchemie passt, davon sind die Phoenix-Verantwortlichen indes überzeugt. Seidel: „Und es reizt uns, aus einem sehr talentierten Spieler einen richtig guten Spieler zu machen.“ Was auch für den noch zu verpflichtenden US-Center gelten dürfte, auch hier kommt der aktuelle Wunschkandidat vom College.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben