Fußball

Zweckel kämpft bei Niederlage gegen Erle gegen sich selbst

Kutsal Türkel, Kapitän vom SV Zweckel, verlor am Wochenende in der Bezirksliga mit 1:5 gegen den Erler Spielverein. Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Kutsal Türkel, Kapitän vom SV Zweckel, verlor am Wochenende in der Bezirksliga mit 1:5 gegen den Erler Spielverein. Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Der SV Zweckel verkaufte sich vom Spielverlauf her gegen Topteam Erle mehr als teuer. Diese Probleme wurden den Akteuren aber zum Verhängnis.

1:5 gegen den Erler Spielverein verloren und sich dabei lange Zeit mehr als tapfer geschlagen. Da könnte man als Trainer des SV Zweckel die eine oder andere positive Erkenntnis mit aus dem Spiel nehmen. Immerhin haben die Erler bislang jedes Spiel gewonnen und stellen die beste Offensive der Liga. Zweckels Trainer Guido Naumann befand jedoch den Anschlusstreffer seiner Elf als das einzig Positive in dieser Partie.

„Ich hätte mir danach gewünscht, dass die Jungs die zweite Luft bekommen und nochmal Druck machen. Doch diesen letzten Willen, sich für ein gutes Ergebnis zu quälen, habe ich vermisst“, betonte er nach dem Spiel. Vielmehr beschäftigen ihn allerdings die Defizite seiner Mannschaft, die auch am Wochenende wieder zum Vorschein kamen – sowohl in der Defensive als auch in Sachen Fitness.

Standardtore ärgern den Trainer

Vor allem das Verhalten bei gegnerischen Standards missfiel ihm. Das 0:2 fiel nach einem auf der Außenbahn kurz ausgeführten Freistoß. Die anschließende Flanke auf den zweiten Pfosten legte ein Erler per Kopf in die Mitte, wo Bastian van den Boom ungehindert einschob. Beim 1:3 pennte seine Elf bei einer kurzen Ecke und wurde durch einen Schuss von Bünyamin Karagülmez bestraft.

„Das sind einfach zu viele Konzentrationsfehler, die uns unterlaufen. Die Jungs müssen da im Kopf einfach schneller schalten“, kritisierte Naumann. Er habe schon vor der Begegnung darauf hingewiesen, nicht so viele Ecken und Freistöße zuzulassen: „Solche Gegentore sind einfach ärgerlich.“

Nachlässigkeiten werden bestraft

Aber auch aus dem Spiel heraus sah er einige Nachlässigkeiten bei seinen Abwehrleuten. Beim 0:1 hätten die Seinen nur zugeschaut und den späteren Torschützen Karagülmez nicht beim Abschluss gestört. „Wir sind in dieser Situation mit sieben Mann auf der Seite“, sagte Naumann, der auch erwartet, dass sich seine Spieler bei Diagonalbällen des Gegners auf die Flügel anders positionieren.

Lange Zeit ging sein Matchplan auf: „Wir wollten erst mal defensiv spielen und gut stehen.“ Das gelang auch. Selbst in Rückstand liegend ließ der SVZ nicht viele nennenswerte Chancen für den Gegner zu. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr schwanden dem Heimteam die Kräfte. „Am Schluss hat man gesehen, dass nicht mehr viel ging. Dann wurde es in der Höhe auch deutlich“, sagte Naumann mit Blick auf die drei Gegentreffer in den letzten 20 Minuten.

Schwerste Aufgabe für Naumann

Er bleibt auch nach dieser Partie bei der Einschätzung, die er bei seiner Vorstellung bereits abgab: „Das ist meine schwerste Aufgabe als Trainer.“ Wenn er genügend Spieler zur Verfügung habe und alle fit seien, könne die Mannschaft jedoch starke Leistungen wie im Derby gegen Rentfort zeigen.

Für die Verstärkung des Kaders in der Winterpause hält Naumann die Augen und Ohren offen. Bis dahin muss es aber das vorhandene Personal richten, das am Sonntag wieder von einem Spieler aus der Zweitvertretung unterstützt wurde. „Ich habe den Jungs schon in der Halbzeitpause gesagt, dass die kommenden Spiele sehr wichtig sind“, erzählt Naumann. Für die Zweckeler geht es nächsten Sonntag zu Westfalia Gelsenkirchen.

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