Fußball

Warum sich Adler Ellinghorst nicht nach Neuzugängen umschaut

Davio Stralek (rotes Trikot) holte mit Adler Ellinghorst bislang erst einen Punkt. Der Rückstand auf den Vorletzten der Tabelle beträgt vor dem Spiel gegen den SC Schaffrath vier Zähler. Foto: Andreas Hofmann/FUNKE Foto Services

Davio Stralek (rotes Trikot) holte mit Adler Ellinghorst bislang erst einen Punkt. Der Rückstand auf den Vorletzten der Tabelle beträgt vor dem Spiel gegen den SC Schaffrath vier Zähler. Foto: Andreas Hofmann/FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Adler Ellinghorst gelang im letzten Spiel der erste Punktgewinn. Trotzdem bricht Trainer Andre Marcussen für seine Mannschaft eine Lanze.

Als in diesem Sommer am 11. August die Saison in der Kreisliga A für Adler Ellinghorst begann, konnte einem Neu-Trainer Andre Marcussen fast nur leid tun.

Mit viel Hoffnung reiste er mit seiner Mannschaft zum VfL Grafenwald. Das Ende: mit zehn Gegentoren und null Punkten im Gepäck musste seine Belegschaft wieder die Heimreise antreten. In den folgenden Spielen gab es zwar keine zehn Gegentreffer mehr, Punkte jedoch auch nicht. Das änderte sich allerdings vergangenen Sonntag.

Adler Ellinghorst wollte den Punkt nicht gefährden

Der Adler konnte sich bei YEG Hassel II nach 1:3-Rückstand ein 3:3-Unentschieden erkämpfen. Marcussen wirkte hinterher zufrieden, doch eigentlich hatte er sich drei Zähler zum Ziel gesetzt.

„Wenn man sich den Spielverlauf anschaut, muss man von einem Punktgewinn und nicht von zwei verlorenen Punkten sprechen“, erklärt er. Der Jubel nach dem 3:3-Ausgleichstreffer von Felix Waschkewitz war groß. Marcussen sagt: „Ich habe dann kurz überlegt, alles auf Sieg zu setzen, mich dann aber für eine Systemumstellung entschieden und den Punkt gerne mitgenommen.“

Marcussen sieht seine Truppe unter Zugzwang

Und das ist gut so: Hätten sich die Ellinghorster durch einen Konter das 3:4 gefangen, wäre der Abstand auf den vorletzten Tabellenplatz auf sieben Zähler angewachsen. So ist er aber bei vier Punkten geblieben. „Für was der Punkt am Ende gut war, kann man aber jetzt noch nicht sagen“, philosophiert der Trainer im Gespräch mit der WAZ. Er sagt aber: „Wenn wir in den nächsten beiden Spielen nicht punkten, wird es ganz, ganz eng.“

Weiter geht es für den Adler am kommenden Sonntag, wenn die Marcussen-Elf den SC Schaffrath auf der heimischen Sportanlage empfängt. Danach steht die Partie bei Aufsteiger Westfalia Buer auf dem Programm.

Viele spielten im Vorjahr noch in der Kreisliga C

„Es wäre schon schön, wenn wir in beiden Spielen punkten und den Schwung mitnehmen können, aber es werden keine leichten Partien“, weiß der Trainer, der eine positive Entwicklung seiner Mannschaft sieht: „Wir machen Fehler - ja. Aber wir lernen dadurch auch. Leider reicht es noch nicht, um einer Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld über 90 Minuten Paroli bieten zu können.“

Damit das jedoch bald der Fall sein wird, bastelt der Trainer fleißig am Kader, ist in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen jedoch nicht euphorisch: „Ich habe einen großen Kader, der sehr charakterstark ist. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass fünf Spieler in der vergangenen Saison noch in der Kreisliga C gespielt haben. Da gilt es weiterhin Geduld zu bewahren. Wir brauchen Zeit. Neuzugänge sehe ich aber für den Winter noch nicht. Sind wir mal ehrlich: In der sportlichen Situation ist es auch nicht einfach, einen Spieler für Ellinghorst zu begeistern.“

Deshalb schaut er auch schon auf die neuen Saison, in der er vermehrt auf die Jugend setzen möchte. Doch das Hauptaugenmerk liegt weiterhin im Abstiegskampf: „Es zählen nur noch Punkte.“ Und das am besten schon am Sonntag um 15 Uhr zuhause gegen den SC Schaffrath.

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