Volleyball Regionalliga

TV: Keine Derbystimmung vor dem Auswärtsspiel in Herten

Unter Hochspannung: Sarah Kuipers, Maria Rietz und Kim Smaniotto müssen im Regionalliga-Abstiegskampf dringend punkten.

Unter Hochspannung: Sarah Kuipers, Maria Rietz und Kim Smaniotto müssen im Regionalliga-Abstiegskampf dringend punkten.

Foto: Oliver Mengedoht

Die Personalsituation für Trainer Zaleski und sein abstiegsbedrohtes Team bessert sich langsam – und damit hoffentlich auch die Leistung.

„DERBY!“ – In großen Lettern weist der TuS Herten in seinen Vereinsmedien auf das Spiel am Samstag hin, „Derbyzeit in der Knappenhölle“ heißt es. Ganz offensichtlich sind die Regionalliga-Volleyballerinnen des TuS Herten heiß auf dieses Spiel, nur einer will da nicht mitmachen. Und das ist der Gegner, der TV Gladbeck.

Trainer Waldemar Zaleski kühlt jedenfalls vorsorglich jedes Derbyfieber ab. „Wenn man hört und liest, was im Vorfeld aus Herten kommt, dann wollen die sich für das Spiel emotional aufpushen“, sagt der erfahrene Gladbecker Trainer vor dem Duell am Samstag um 18 Uhr in der Hertener Knappenhalle.

Zaleski: „Cool und bescheiden bleiben“

„Aber wir bleiben bescheiden, das ist ein Spiel wie jedes andere. Auch wenn Emotionen ins Spiel kommen, müssen wir cool bleiben. Nur so können wir tatsächlich in unser Spiel finden, damit wir eine kleine Chance haben, etwas aus Herten mitzunehmen.“ Als Sechster liegt Herten neun Punkte vor dem abstiegsbedrohten TV.

Es ist nicht die Zeit der markigen Kampfansagen beim TV, ganz im Gegenteil. Der Gegner soll egal sein und er ist auch egal, wenn die Gladbeckerinnen so auftreten wie zuletzt über weite Strecken gegen Lüdinghausen – mit einer derartigen Fehlerquote und so vielen Abstimmungsfehlern ist kaum ein Spiel zu gewinnen, schon gar nicht gegen einen guten Regionalligisten wie Herten.

Trainingsbeteiligung zuletzt klar verbessert

Aber der Trainer, der sich danach über die Trainingsbeteiligung seiner Mannschaft beklagt hatte, honoriert jetzt auch die Besserungen. „Wir haben gut trainiert, ich hatte immer zehn Mädels in der Halle, damit kann man schon etwas machen“, sagt er. Auch weil mit Maren Mäß und Libera Rocio Rietz zwei Spielerinnen der Oberliga-Mannschaft dauerhaft bei der Ersten mitmachen.

Die Zweite hat spielfrei, so dass Samstag weitere Spielerinnen in Zaleskis Kader rücken könnten, in dem weiter Esin Aslan fehlt. So wie die Trainingsarbeit soll sich auch die Leistung am Spieltag drehen.

Aufschläge sind weiter der Schlüssel zum Erfolg

„Was wir taktisch machen und wie wir aufstellen, werde ich erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. Das vergangene Spiel muss ich dabei aber auch in Betracht ziehen. Ich werde schauen, was nicht funktioniert hat“, sagt Zaleski – dabei steht besonders der Bereich Annahme/Abwehr im Fokus. Der Gladbecker Plan dagegen bleibt der gleiche: „Wir wollen mit unseren Aufschlägen deren Annahme etwas auseinandernehmen – das ist unser Spiel.“ Auch im nicht ganz so heißen Derby.

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