Tanzsport

TSC Harmonie Gladbeck: Mit 60 Deutschen Mark fing alles an

Showtanz gehört seit vielen Jahren zum Programm des TSC Harmonie. Das Bild stammt von einem Auftritt in Bottrop bei der Judo-Team-Challenge 2007.

Showtanz gehört seit vielen Jahren zum Programm des TSC Harmonie. Das Bild stammt von einem Auftritt in Bottrop bei der Judo-Team-Challenge 2007.

Foto: Oliver Schinkewitz

Gladbeck.   Der Tanzsportclub Harmonie feiert 40-jähriges Bestehen. Die Anfänge waren bescheiden, los ging es mit 60 DM und einem geliehenen Plattenspieler.

Mit dem Startkapital von 60 Deutschen Mark und einem geliehenen Plattenspieler war eigentlich nicht viel Staat zu machen. Und doch hat sich der Tanzsportclub Harmonie Gladbeck seit seiner Gründung vor 40 Jahren prächtig entwickelt. Aktuell gehören dem Verein mehr als 640 Frauen und Männer an. Damit zählt er zu den größten Tanzsportvereinen Deutschlands.

Im Oktober 1978 trat Hans Koschei in Gladbeck erstmals mit dem Plan an die Öffentlichkeit, einen Tanzsportverein zu gründen. „Der Sinn und Zweck einer solchen Vereinigung“, sagte seinerzeit der damalige Vorsitzende des Stadtsportverbandes, „sollte die Pflege des gehobenen Gesellschaftstanzes in unserer Heimatstadt sein.“ Am 15. Dezember 1978 trafen sich schließlich 18 tanzsportbegeisterte Gladbeckerinnen und Gladbecker im Vereinsheim des FC an der Roßheidestraße in Brauck, um den TSC Harmonie aus der Taufe zu heben. Zum 1. Vorsitzenden wählten sie Robert Heinrich.

Robert Heinrich ist ein Mann der ersten Stunde

Robert Heinrich ist immer noch Chef des Clubs und in diesen Tagen unter anderem damit befasst, das Jubiläumsjahr zu organisieren. Gefeiert wird nämlich nicht nur am 15. Dezember, sondern gleich mehrmals im Jahr. Ende Mai etwa, auf einer Clubreise an die Rhön, oder am 1. Juli anlässlich eines Familienfestes am Kotten Nie oder auch mit einem Tag der offenen Tür, der Mitte November stattfinden wird.

Die Jubiläums-Party am 15. Dezember wird unter dem Motto „Magie des Tanzes stehen“. Auftreten werden Eigengewächse, aber auch Profis. „Sie werden uns“, verspricht Robert Heinrich, „etwas Schönes zeigen.“

Erfolgsrezept? Club lässt sich immer etwas einfallen

Gibt es eigentlich ein spezielles Erfolgsrezept? „Man muss sich immer etwas einfallen lassen, wir sind immer auf der Suche nach etwas Neuem“, sagt Robert Heinrich lächelnd. Er verweist auf das vielfältige Angebot seines Vereins, das sich längst nicht mehr nur der Pflege des gehobenen Gesellschaftstanzes verschrieben hat, sondern neben den Standard-Lateintänzen auch Hip-Hop und Salsa-, Linedance- oder Easy-Dance-Kurse im Programm hat. „Wir wollen“, betont Heinrich, „etwas machen, damit die Leute in Bewegung sind.“

Nachwuchssorgen wie viele andere Sportvereine, die kennt der TSC Harmonie nicht. „Die 13- bis 17-Jährigen“, sagt Robert Heinrich, „die sind schwer zu kriegen. Die Ganztagsschule hat uns in dieser Gruppe eine Lücke hereingehauen.“ Doch davon abgesehen sind viele Kinder und Jugendliche in dem Tanzsportclub aktiv. 250 sind es zurzeit, um genau zu sein.

TSC Harmonie ist auch in Kirchhellen zu Hause

Anfangs gab es im TSC Harmonie eine Turnierabteilung, die Gladbecker richteten unter anderem Landesmeisterschafen aus. Inzwischen konzentriert sich der Klub aber auf den Breitensport. Begründung? „Wir haben für das Turniertanzen keine optimalen Trainingsbedingungen“, sagt Robert Heinrich. Ungeachtet dessen seien Showdancer und Hiphopper auf Meisterschaften und Turnieren unterwegs und das durchaus erfolgreich.

Seit acht, neun Jahren ist der Club zudem in Kirchhellen vertreten. Das Harmonie Tanzhaus an der Bottroper Straße in Kirchhellen besuchen inzwischen regelmäßig rund 200 Mitglieder des Vereins. In Gladbeck hat der TSV zwei Trainingsstätten - zum einen werden Kurse im Bürgerhaus Gladbeck-Ost an der Bülser Straße angeboten, zum anderen in der Werner-von-Siemens-Realschule an der Kortestraße.

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