Sportmedizin

Torsten Buch: Auch die Besten vertrauen seinen Händen

Auch Annika Drazek kommt immer wieder in der Praxis von Torsten Buch vorbei – ein Besuch bei ihm gehört nicht nur für die Bobanschieberin zum Standardprogramm vor großen Wettkämpfen.

Auch Annika Drazek kommt immer wieder in der Praxis von Torsten Buch vorbei – ein Besuch bei ihm gehört nicht nur für die Bobanschieberin zum Standardprogramm vor großen Wettkämpfen.

Foto: Frank Oppitz

Topsportler gehen in der Butendorfer Praxis von Torsten Buch ein und aus. Der Osteopath und Physiotherapeut arbeitet nicht nur mit den Händen.

„Ich bin Handwerker.“ Der, der das sagt, repariert weder Autos noch streicht er Wände an oder backt Brot und Brötchen. Torsten Buch behandelt vielmehr mit seinen Händen Menschen. Der 39-jährige Gladbecker ist Heilpraktiker für Osteopathie und Physiotherapeut. Zu seinen Patienten gehören mittlerweile auch etliche Topsportler aus Gladbeck und der Umgebung.

Dass Topsportler Buchs Praxis an der Brüggenstraße in Butendorf frequentieren, ist wohl kein Zufall. „Ich komme ja selbst aus dem Leistungssport.“

Buch weiß genau, wie die Sportler ticken

Torsten Buch hat einst beim VfL Gladbeck Handball gespielt – etwa mit den späteren Bundesligaprofis und Nationalspielern Michael Hegemann und Frank Schumann. Er weiß also genau, wie Sportler ticken, insbesondere, wenn sie gesundheitlich angeschlagen oder gar verletzt sind. Und das hat sich offenbar in der Szene herumgesprochen.

Die Gladbecker Bob-Weltmeisterin Annika Drazek vertraut dem Handwerker Buch ebenso wie die Klasseschwimmerin Jessica Steiger. Handballer des Tusem Essen aus der zweiten und Aktive aus Dritten Liga zählen zu seinen Patienten, gleiches gilt für Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen und des TV Wattenscheid 01.

Drazek legt großen Wert auf seine Meinung

Annika Drazek lässt sich regelmäßig von Torsten Buch durchchecken. Sie erinnert sich noch genau an ihrer ersten Visite bei ihm. „Anfang 2017, als ich mir eine Fußverletzung zugezogen hatte“, erinnert sich die beste Bobanschieberin der Welt, „auf Empfehlung meines Trainers erstmals bei Torsten Buch gewesen. Ich wollte mir damals eine zweite Meinung einholen.“ Inzwischen legt sie auf Buchs Meinung immer großen Wert.

Auch wenn Osteopathie eine Heilkunde ist, bei der der Osteopath Menschen mit seinen Händen untersucht und behandelt, ist es damit längst nicht getan. „Ich versuche, hinter die Fassade, hinter die Dinge zu blicken“, erklärt Buch. Deshalb unterhält er sich zunächst einmal intensiv mit dem jeweiligen Patienten – und, im Falle von Sportlern, auch mit deren Trainern.

Buch gibt immer Hausaufgaben auf

Er erläutert: „Beschwerden können verschiedene Ursachen haben, körperliche oder seelische. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Oft sind aber auch Banalitäten des Lebens verantwortlich.“ Anschließend erst setzt Buch seine Hände ein und untersucht das Gewebe des ganzen Körpers.

„Ich suche“, erläutert er, „die Stelle im Körper, die am wenigsten funktioniert.“ Hat er diese gefunden, beginnt die Behandlung. Die übrigens mit dem Praxisbesuch längst nicht beendet ist. „Jeder, Sportler wie Nicht-Sportler“, sagt der Osteopath, „muss zu Hause Übungen machen oder in einer anderen Art aktiv werden.“

Als Physiotherapeut immer wieder an Grenzen gekommen

Torsten Buch hat zunächst eine Ausbildung zum Physiotherapeuten absolviert. „Da bin ich aber immer wieder an Grenzen gekommen.“ Deshalb bildete er sich zum Heilpraktiker für Osteopathie fort: „Das hat insgesamt sechs Jahre in Anspruch genommen.“

Anno 2012 hat sich Torsten Buch selbstständig gemacht, im Jahr 2015 schließlich seine Praxis an der Brüggenstraße in Butendorf eröffnet.

Sportlerinnen und Sportler gehörten von Beginn an zu seinen Patienten. Handballspieler des VfL haben sich ebenso fitmachen lassen wie Aktive des TV Gladbeck.

Eine Vereinsbrille haben Torsten Buch und sein Team mit Marc Hehemann, Michaela Stinnes, Jutta Preute und Claudia Meixner also nicht auf, oder? Er lacht und schüttelt energisch den Kopf. „Wir behandeln jeden, vom Säugling bis zum Leistungssportler.“

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