Fußball

SV Zweckel: Platzverweis sorgt für hitzige Diskussionen

Marcel Ofiera, Kapitän Haris Imsirovic und Mucahit Yavuzaslan (v.l.) diskutieren mit Schiedsrichter Robby Erkmann über die Rote Karte.

Marcel Ofiera, Kapitän Haris Imsirovic und Mucahit Yavuzaslan (v.l.) diskutieren mit Schiedsrichter Robby Erkmann über die Rote Karte.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   Der SV Zweckel hat das Bezirksliga-Nachholspiel gegen BW Westfalia Langenbochum verloren. Ein Platzverweis sorgte für jede Menge Diskussionen.

Noch weit über den Schlusspfiff hinaus diskutierten an der Dorstener Straße beide Mannschaften, Trainer und Betreuer lautstark. Vehement brüllten sie sich auf dem Platz gegenseitig an. Spitzenteam Langenbochum hatte die Partie durch einen Treffer in der Schlussphase (86.) mit 2:1 gewonnen. Aber nach dem Spiel ging es um eine andere Szene, die für Zweckel-Trainer Michael Pannenbecker spielentscheidend war.

SV Zweckel -
BW Westf. Langenbochum 1:2 (1:0)

SV Zweckel: Ertürk – Hövel, Cetin, M. Öntürk, Musiolik, Yavuzaslan, Türkel (75. Ceran), Schwers (68. Karaca), Terzis (88. N. Pannenbecker), Ofiera, Imsirovic.

Tore: 1:0 Terzis (39.), 1:1 (58.), 1:2 (86.).

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte Yavuzaslan (80.).

Zweckels Mucahit Yavuzaslan sieht Gelb-Rot

Marcel Ofiera hatte mit einem Flachschuss ins lange Eck knapp die 2:1-Führung verpasst. Auch Defensiv-Mann Mucahit Yavuzaslan war bei diesem Konter am zweiten Pfosten mitgelaufen. Langenbochum brauchte die drei Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Deshalb wollte Gäste-Schlussmann Maximilian Ronneburg das Spiel schnell machen. Das verhinderte Zweckels Yavuzaslan, indem er die zum Abstoß bereitgelegte Kugel ein paar Meter wegspielte.

Unglücklicherweise machte er das genau vor den Auswechselspielern der Gäste, die sich wie die Ersatzbank und Spieler auf dem Feld mächtig beschwerten. Denn der Zweckeler war bereits verwarnt. Schiedsrichter Robby Erkmann hatte das Vergehen aber wohl nicht selbst gesehen. So schien es zumindest. Aufgrund der Proteste von Blau-Weiß Westfalia Langenbochum zeigte er dennoch die Gelb-Rote Karte. Und die Gladbecker waren in der Schlussphase nur noch zu zehnt.

Standardsituation entscheiden das Spiel

„Da kann man zwei Meinungen haben“, war Coach Pannenbecker total verärgert über diese Szene. „Einerseits darf unser Spieler das natürlich nicht machen. Wenn der Schiedsrichter das sieht, ist es Gelb-Rot“, sagte er. „Aber es ist einfach arm, wenn Mannschaft und Trainer so auf den Schiedsrichter einreden, dass er sich genötigt sieht, die Karte zu geben. Ich kann damit nicht viel anfangen.“

Für wenig Diskussionsstoff hat die Partie davor gesorgt. Die Zweckeler verteidigten gut gegen die beste Mannschaft der Rückserie und ließen kaum Chancen zu. Einzig nach Standards wurde es gefährlich. Pascalis Terzis rettete erst auf der eigenen Torlinie gleich zwei Mal (28.). Zehn Minuten später traf er als kleinster Spieler auf dem Platz nach einem butterweichen Freistoß von Marcel Ofiera per Kopf zum 1:0 für den Außenseiter. Das war aufgrund der stabilen Leistung zur Halbzeitpause nicht unverdient.

Langenbochum spielt die Überzahl sehenswert aus

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Langenbochum aber den Druck. Nach einem Eckball glichen sie schließlich aus (58.) – erneut ein Standardgegentreffer für Zweckel! „Dann haben wir nachgelassen“, gab Trainer Pannenbecker zu. Sein Team schwamm in der Phase nach dem Gegentreffer gewaltig. Erst durch eine Riesenchance von Kapitän Haris Imsirovic (65.) kamen die Gastgeber zurück ins Spiel. Bis zur besagten Schlüsselszene war die Partie durchaus offen und wild. Danach zeigte Langenbochum, dass es in der Tabelle oben steht. Und spielte die Überzahl sehenswert zum 2:1-Siegtreffer aus.

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