Sportlerehrung

Stadion, Schirrmacher-Halle, „Pelle“: Braun war dabei

Gladbecks Beste (v.l.): Redaktionsleiterin Maria Lüning, Thorsten Bremer (Vater von Kanut Tim), Harry Schulz (Trainer von Jessica Steiger), Ludger Kreyerhoff von der Sparkasse, Manfred Braun, Stifter Adi Raible und Ewald Vitolins vom BV Rentfort.

Gladbecks Beste (v.l.): Redaktionsleiterin Maria Lüning, Thorsten Bremer (Vater von Kanut Tim), Harry Schulz (Trainer von Jessica Steiger), Ludger Kreyerhoff von der Sparkasse, Manfred Braun, Stifter Adi Raible und Ewald Vitolins vom BV Rentfort.

Foto: Heinrich Jung

Der 90-jährige Ex-Landtagsabgeordnete erwarb in der politischen Karriere große Verdienste um den Gladbecker Sport. Jetzt wurde er ausgezeichnet.

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Das Wittringer Stadion, die Traglufthalle, die Marathonbahn, die Artur-Schirrmacher-Halle – Manfred Braun war der richtungsweisende Politiker für den Gladbecker Sport, der Macher, der sich immer wieder politisch für die Belange der Aktiven einsetzte und Gelder für große Projekte auftrieb. Für seine Verdienste wurde der 90-jährige Ex-Politiker am Mittwochabend in der WAZ-Redaktion mit dem Sonderpreis der Stadtsparkasse für seine Lebensleistung ausgezeichnet.

Braun war geehrt, wollte die Lorbeeren aber nicht alleine für sich beanspruchen: „Es ist nicht immer nur der, der vorweggeht und die Fahne trägt. Ich nehme das stellvertretend an für die vielen Mitstreiter in all den Jahren, die im Hintergrund waren, aber mindestens genauso wichtig, wenn nicht wichtiger waren“, sagte Braun.

„Dann wäre ich zu Hause geblieben“

Dabei erfuhr Braun erst von der Preisverleihung, als er bereits in der Redaktion war – „hätte ich gewusst, dass ich einen Preis bekommen soll, wäre ich zu Hause geblieben.“ So allerdings konnte er sich nicht wehren und nahm den Preis aus den Händen von Sparkassenvorstand Ludger Kreyerhoff entgegen, der Brauns Verdienste würdigte.

Mehr als 20 Jahre lang saß Braun im Stadtrat an der Spitze der SPD-Fraktion, vor allem aber 20 Jahre lang im Düsseldorfer Landtag und immer machte er seinen Einfluss geltend, um große Projekte in Gladbeck anzustoßen und durchzusetzen. Eines der größten war sicherlich die Sanierung des 1923 erbauten Stadions in Wittringen. Mit einem Millionenaufwand wurde damals auch die alte Aschebahn durch eine Tartanbahn ersetzt.

Braun setzte sich für viele Sportarten ein

Auch beim Bau der 1987 eröffneten Artur-Schirrmacher-Sporthalle war Braun maßgeblich beteiligt – und zwar so, dass nicht nur die Ballsportler, sondern beispielsweise auch Leichtathleten und Kegler dort glücklich wurden.

Braun setzte sich für die Marathonbahn ein, aus einem besseren Trampelpfad wurde eine Laufstrecke. Er initiierte, dass das Freibad seine „Pelle“ bekam – die Traglufthalle. Und nicht zuletzt sorgte Braun dafür, dass im Stadion, im Schwimmbad und in der Schirrmacher-Halle Krafträume eingerichtet wurden und die Trainingsbedingungen sich verbesserten. Bis heute profitieren Sportlerinnen und Sportler von Braun. Er ist mit Sicherheit einer von „Gladbecks Besten“.

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