Fußball

SG Preußen Gladbeck will Fußballerinnen eine Heimat geben

Ein Bild aus vergangenen Zeiten. Es zeigt Fußballerinnen von Schwarz-Gelb Preußen beim Training. Vor drei Jahren meldete der Klub seine Damenmannschaft ab, nun möchte er wieder ein Team gründen.

Ein Bild aus vergangenen Zeiten. Es zeigt Fußballerinnen von Schwarz-Gelb Preußen beim Training. Vor drei Jahren meldete der Klub seine Damenmannschaft ab, nun möchte er wieder ein Team gründen.

Foto: Christoph Wojtyczka / Funke Foto services

Gladbeck.  Preußen Gladbeck will ein Frauenfußballteam gründen. Dass dafür ähnlich viele Bewerbungen eintrudeln wie auf Schalke, ist nicht zu erwarten.

Als kürzlich der große FC Schalke 04 rief, kamen sage und schreibe 100 Fußballerinnen aus Nah und sogar aus Fern zum ersten Sichtungstraining. Mehr als 250 Bewerbungen sind laut Medienberichten bei den Königsblauen nach deren Ankündigung, ein Frauenteam zu gründen, ins Haus geflattert. Das sind Zahlen, von denen sie ein paar Kilometer weiter in Gladbeck nicht einmal zu träumen wagen.

In der neuen Saison spielt keine Gladbecker Frauenmannschaft um Punkte

Fakt ist: Nach dem jüngsten Aus der Damen von Schwarz-Blau wird in der neuen Saison kein Frauenteam aus Gladbeck mehr um Punkte spielen. Immerhin: Schwarz-Gelb Preußen Gladbeck unternimmt jetzt wieder einmal den Versuch, ein Team auf die Beine zu stellen.

„Wir hatten“, sagt SGP-Vorsitzender Gerd Porsch, „ja schon einmal eine Frauenmannschaft, die haben wir allerdings vor rund drei Jahren abgemeldet.“ Einige der damaligen Spielerinnen hätten aber immer mal wieder nachgefragt, ob der Verein nicht wieder ein Team gründen wolle. Porsch: „Das sind vielleicht fünf, sechs Spielerinnen, wir brauchen aber 20.“

Preußen Gladbeck veröffentlicht bei Facebook einen Aufruf

Weil die Preußen aber sehr wohl an einer Damenmannschaft interessiert sind, schalteten sie jetzt auf ihrer Facebookseite einen Aufruf, um weitere Fußballerinnen für sich zu gewinnen. „Liebe Mädels“, heißt es unter anderem in dem von Sandrien „Sunny“ Mnich verfassten Text, „wir würden gerne in unserer schönen Nordpark-Arena wieder eine Damenmannschaft spielen sehen und dafür suchen wir euch.“ Und weiter: „Wir würden uns riesig freuen und hoffen bald wieder Damen in Preußen begrüßen zu dürfen.“

Für die neue Spielzeit werden die Preußen aber wohl keine Mannschaft zum Spielbetrieb melden. „Das“, sagt Gerd Porsch, „müsste ja jetzt alles ruckzuck gehen. Ich sehe darin aber kein Problem, das Team könnte ja zunächst Freundschaftsspiele austragen.“ Er betont: „Im Verein haben wir auf jeden Fall Platz genug und unser Kunstrasenplatz lockt hoffentlich auch.“

VfL Gladbeck muss seine Frauenmannschaft zurückziehen

In den vergangenen Jahren gab es in Gladbeck zwei feste Größen, wenn es um Frauenfußball ging. Zum einen der VfL um Manfred Krieger, der in den vergangenen Jahren eigentlich alles versucht hat, um die Damenmannschaft bei den Rot-Weißen zu erhalten. Im Verlauf der Saison 2019/2020 war Krieger schließlich gezwungen, mangels Spielerinnen das 9er Team aus der Kreisliga A Herne/Gelsenkirchen zurückzuziehen - ein Schicksal, das in dieser Klasse auch Rot-Weiß Wacker Bismarck und den VfL Herne ereilte.

Und zum anderen war da Schwarz-Blau. Bei den Brauckern kümmerte sich vor allem Wolfgang Wittig, der sich auch in der Jugendabteilung des Klubs engagiert, um die Frauenmannschaft. Und das durchaus mit Erfolg, auch wenn es immer wieder Rückschläge gab.

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