Fußball

Schalker Legende: Wunschlösung für Gladbecks Stadtauswahl

221-mal trug Mathias Schipper (re.) königsblau – so wie hier am 6. September 1986, als Schalke im Neckarstadion beim VfB Stuttgart zu Gast war und der Verteidiger es mit Jürgen Klinsmann zu tun bekam.

221-mal trug Mathias Schipper (re.) königsblau – so wie hier am 6. September 1986, als Schalke im Neckarstadion beim VfB Stuttgart zu Gast war und der Verteidiger es mit Jürgen Klinsmann zu tun bekam.

Foto: imago sportfotodienst

Gladbeck.   Mathias Schipper wird Trainer der Gladbecker Auswahl. Er sucht noch Unterstützer und vor allem den ersten Gegner. Gespielt werden soll noch 2019.

Schon als im September das Thema „Stadtauswahl“ erstmals auf der Sitzung der Gladbecker Fußball-Fachschaft besprochen wurde, fiel sein Name bei der Trainerdiskussion. Insofern kann man die Verantwortlichen wohl zu ihrer Wunschlösung beglückwünschen: Mathias Schipper wird der Trainer der wiederbelebten Gladbecker Stadtauswahl. Eine logische Wahl.

„Uns war wichtig, dass er einen bekannten Namen hat, der sich gut präsentieren kann und gute Kontakte hat“, fasste Andreas Knittel am Mittwochabend auf der Fachschaftssitzung das Anforderungsprofil zusammen. Das passt auf Schipper.

Mehr als 300 Spiele für Schalke 04 und Aachen

Der 62-jährige genießt auf Schalke und in Gladbeck, wo er Praxis und Wohnung hat, hohes Ansehen. Auf Schalke ist er im Verein aktiv sowie bei der königsblauen Traditionsmannschaft, auch in Rentfort ist er engagiert.

Kein Gladbecker Fußballer hat mehr Profispiele absolviert als Schipper, der allein für S04 221 Spiele gemacht hat und dazu noch mehr als hundertmal für Alemannia Aachen auf dem Feld stand. (Julian Draxler wird ihn allerdings wohl früher oder später überholen.)

Schipper soll das Gesicht der Mannschaft sein

Zwei bis drei Betreuer sollen ihn in seinem Amt unterstützen. „Das klingt viel, wenn man bedenkt,dass wir so ein bis drei Spiele im Jahr planen“, sagt Schipper, „aber es ergibt Sinn. Ich bin im Gladbecker Fußball nicht ganz so zu Hause, da gibt es Leute, die die Spieler viel besser kennen. Und ich bin auch leider gesundheitlich nicht in der Verfassung, eine komplette Trainingseinheit durchzuziehen.“

Was er stattdessen kann, erklärt er: „Ich möchte, ohne mich zu sehr in den Vordergrund zu stellen, Menschen mitnehmen, begeistern und der Mannschaft ein Gesicht geben.“

Co-Trainer werden noch gesucht – Griese Kandidat

Sein Betreuerteam steht noch nicht, ein möglicher Kandidat ist Rentfort-III-Trainer Daniel Griese. Hier wollen und müssen die Verantwortlichen schnell Nägel mit Köpfen machen, denn das erste Spiel ist nur noch ein knappes halbes Jahr hin.

Gespielt werden soll auf jeden Fall noch in diesem Jahr, im Rahmen des Stadtjubiläums – und dann soll auch ein attraktiver Gegner her. „Regionalliga aufwärts“ sollten die Stadtauswahl-Gegner spielen, hatte Zweckels Vorsitzender Uli Wloch im vergangenen Herbst gesagt. Ende September oder Anfang Oktober soll das erste Spiel nun stattfinden, der Gegner steht noch nicht fest.

Die Stadtauswahl-Trikots liegen schon bereit

Was feststeht: infrage kommen alle Spieler der sieben Gladbecker Vereine und jeder Club soll auch mindestens einen Spieler abstellen – es spielt also nicht eine Auswahl der beiden Bezirksligisten, sondern auch Wacker und Schwarz-Blau werden sich wiederfinden. Schipper sagt: „So eine Mannschaft muss dann natürlich auch zwei- oder dreimal vorher trainieren, damit man sich kennenlernen, etwas einspielen kann.“

Einige Fragezeichen gibt es noch, im Prinzip kann es aber losgehen, wie Fachschaftsvertreter Volker Dyba sagt: „Ein Trikotsatz liegt schon bei mir zu Hause.“

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