Fußball Bezirksliga

Nächste Heimpleite: Nach Rentfort kommen Gegner gerne

Yannik Wellhöner (li.) stemmt sich gegen den Schuss von Suderwichs Nico York. Aber auch der Rechtsverteidiger des BV Rentfort musste unterm Strich mit ansehen, wie die Gäste die drei Punkte entführten.

Yannik Wellhöner (li.) stemmt sich gegen den Schuss von Suderwichs Nico York. Aber auch der Rechtsverteidiger des BV Rentfort musste unterm Strich mit ansehen, wie die Gäste die drei Punkte entführten.

Foto: Heinrich Jung

BVR verliert das Mittelfeld-Duell gegen Suderwich mit 0:2. Die Ansätze einer neuen Spielweise lassen aufhorchen. Es blieben aber Ansätze.

Und wieder stehen die Rentforter Spieler nach einer Heimniederlage enttäuscht im Kreis. Sie lauschen mit den Händen an der Hüfte und gesenktem Kopf den Worten von Trainer Marcel Lehmann. Dieses Bild gab es schon oft. Zu oft.

Im Jahr 2019 feierten die Gladbecker noch keinen Sieg an der Hegestraße. Mittlerweile sind sie die zweitschlechteste Heimmannschaft der Liga. Im trostlosen Mittelfeldduell gegen die SG Suderwich verlor Rentfort 0:2 (0:1). Weil die guten, neuen Ansätze bei guten, neuen Ansätzen blieben.

BV Rentfort -
SG Suderwich 0:2 (0:1)

BV Rentfort: Kyas – Wellhöner, Hülskemper, Draxler, Schulte Im Walde, Steinhaus, T. Stukator (62. Kroll), Siska, Potratz, von Kiedrowski, Hajder.

Tore: 0:1 (21.), 0:2 (75.).

BV Rentfort versucht es über Wandspieler

„Eine Spielweise änderst du nicht von heute auf morgen. Das braucht ein bisschen Zeit“, sagte Lehmann später. Dass die Rentforter unter der Woche etwas einstudiert hatten, verriet der Übungsleiter bereits am Freitag.

Sie versuchten ihre Angreifer als Wandspieler einzusetzen, um mit schnellen Leuten überfallartig nachzurücken. Die torgefährlichste Szene des BVR hatte Jesse Hajder allerdings erst in der 85. Minute, als die Partie bereits entschieden war. Das sagt über das Offensiv-Spiel der Gastgeber einiges aus.

Lehmann: „Wir wurden halt null gefährlich“

„Die Ansätze waren da. Aber es blieb bei den Ansätzen. Bis zum Sechszehner haben wir ganz gefällig gespielt. Aber wir wurden halt null gefährlich“, fasst auch Marcel Lehmann treffend zusammen.

Die Gäste aus Suderwich waren in der Begegnung der beiden Mittelfeld-Mannschaften, für die es in dieser Saison um nichts mehr geht, im Angriffsspiel schlichtweg effektiver. Mirko Hülskemper verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung. Ein Steckpass später durfte Dustin Augustin einschieben (21.). Das klassische Gegentor des BV Rentfort in dieser Saison. Fehler in der Vorwärtsbewegung – und der Ball ist im Netz.

Vielleicht hilft eine Woche Pause

Die Rentforter lagen also – obwohl sie von der Spielanlage her nicht das schlechtere Team waren – wieder zurück. Wieder zuhause. Wieder nachdem ein Auswärtsauftritt eigentlich Hoffnung gegeben hatte.

„Es macht keinem Spaß aktuell“, konstatierte Trainer Lehmann nach dem Spiel. „Wir trainieren Dienstag noch einmal. Dann machen wir eine Woche Pause. Vielleicht hilft das.“

Wie immer fängt sich Rentfort einen Konter

Nach dem Seitenwechsel nahmen sich die Gladbecker noch einmal viel vor. Sie versuchten die neue Spielweise noch konsequenter durchzuziehen. Lehmann dazu: „Auch wenn der ein oder andere Zuschauer sagt, er hätte kein Konzept gesehen. Ich finde schon, dass man gesehen hat, was wir machen wollten.“

Suderwich setzte aber eine Viertelstunde vor Schluss noch einen Konter. Und die Partie war entschieden. So wie eigentlich immer in Heimspielen. Der Trainer: „Das ist der klassische Konter, den wir uns zuhause immer fangen.“

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