Sportkegeln

KSV Gladbeck wird 50 - Klub hat schon bessere Tage erlebt

Christina Rähse war die letzte Gladbecker Kegelsportlerin, die international erfolgreich war. Sie sicherte vor drei Jahren bei der Jugend-WM in Belgien zweimal Gold und einmal Bronze.

Christina Rähse war die letzte Gladbecker Kegelsportlerin, die international erfolgreich war. Sie sicherte vor drei Jahren bei der Jugend-WM in Belgien zweimal Gold und einmal Bronze.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Der KSV Gladbeck feiert am 24. August 50. Geburtstag. Der Kegelsportverein zählte einst zu den Topadressen nicht nur in Nordrhein-Westfalen.

1969, das war das Jahr der ersten Mondlandung und auch das Jahr, in dem Willy Brandt (SPD) zum Bundeskanzler gewählt wurde. Ebenfalls im kollektiven Gedächtnis geblieben ist das Woodstock-Festival in den USA. Was tat sich anno 1969 in Gladbeck? Unter anderem wurde der Kegelsportverein gegründet.

Der KSV feierte somit in diesen Tagen seinen 50. Geburtstag. Die offizielle Party steigt am Samstag, 24. August, ab 12 Uhr. Die Kegelsportler veranstalten aus diesem Anlass in der Artur-Schirrmacher-Halle ein Turnier mit Mannschaften aus Dortmund, Herne, Wanne-Eickel und Erkenschwick.

KSV wird anno 1969 auf Initiative von Heinz Schulte und Karl Griese gegründet

Auf Initiative von Heinz Schulte und Karl Gries sowie mit Unterstützung der Stadt Gladbeck wurde der KSV Gladbeck im April 1969 in der Gaststätte Kost gegründet. Nur kurze Zeit später, im Juni, nahm der Klub den Spielbetrieb auf. Erfolge stellten sich ein, außerdem wurden eine Damen- und schließlich auch eine Jugendabteilung gegründet.

KSV-Sprecher Jürgen Ausflug: „Bis zum Beginn des Jahres 1969 war der Kegelsport in der Stadt Gladbeck wenig verbreitet und eine Sportanlage gab es erst recht nicht. Aus diesem Grunde mussten die Kegelsportler in benachbarte Orte ausweichen.“

Ines Misch gewinnt bei der Jugend-WM 2002 in Italien die Goldmedaille

Das änderte sich mit dem KSV - und schon bald stellten sich Erfolge ein. In seinen besten Zeiten gehörte der KSV Gladbeck zu den Topvereinen im Sportkegeln nicht nur in NRW. Die erste Damenmannschaft war in der Bundesliga vertreten. Und in Ines Misch stand eine Jugend-Weltmeisterin im Aufgebot der Gladbecker. Anno 2002 hatte sie bei der WM in Italien die Goldmedaille gewonnen.

200 Mitglieder gehörten damals dem Klub an, der in dieser seine erfolgreichsten Phase acht Herren-, drei Damen- und drei Jugendmannschaften an den Start bringen konnte. Von dem sportlichen Ruhm und dem Glanz ist nicht allzu viel geblieben. „Heute“, so Ausflug, „hat der Verein nur noch 78 Mitglieder.“ Lediglich zwei Herrenmannschaften, eine Mannschaft in der Westfalen-, die andere in der Oberliga, sind für die neue Saison gemeldet worden.

KSV Gladbeck veranstaltet ein Jubiläumsturnier in der Schirrmacher-Halle

Die Nachwuchsabteilung ist kaum mehr existent. „Zur Zeit“, sagt Ausflug, „haben wir nur zwei Jugendliche im Training.“ Dabei bemüht sich der KSV um Kinder und Jugendliche. Unter anderem bietet der Klub in den großen Ferien regelmäßig kostenlose Schnupperkurse an. Die Resonanz fällt jedoch recht bescheiden aus.

Der Eintritt zu dem Turnier, das der KSV am Samstag anlässlich seines 50-jährigen Bestehens an der Konrad-Adenauer-Allee austrägt, ist frei. „Über Zuschauer“, betont Jürgen Ausflug, „würden wir uns sehr freuen.“

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