Fußball Kreisliga

Kleine-Brötchen-Becker

Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.   Er gilt als einer der stärksten Mittelfeldspieler der Kreisliga: André Becker von SG Preußen Gladbeck. Seit Anfang der Saison spielt der Regisseur wieder bei seiner „alten Liebe“

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Er gilt als einer der stärksten Mittelfeldspieler der Kreisliga: André Becker von SG Preußen Gladbeck. Seit Anfang der Saison spielt der Regisseur wieder bei seiner „alten Liebe“. Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender spricht Becker über seine bisherige Karriere, schwierige Zeiten und von seinem ganz persönlichen Traum.

Herr Becker, vor der Saison wechselten Sie vom SV Zweckel zu SG Preußen Gladbeck. Viele konnten diesen Schritt nicht verstehen...

Preußen ist meine alte Liebe. Hier sind meine Kollegen, mein Vater und die Brüder sind auch im Verein tätig. Ich hatte einfach wieder Lust auf Fußball nach dem letzten Jahr. Es kamen auch Angebote aus dem Münsteraner Kreis, doch ich wollte nicht so weit fahren. Auch mit dem BVR war ich in Kontakt und eigentlich war ich auch schon mit einem Bein an der Hegestraße. Letztlich war es aber eine Bauchentscheidung wieder für Preußen zu spielen.

Warum spielen Sie derzeit bei Preußen Gladbeck? Kenner der Gladbecker Fußballszene sagen, Sie könnten locker höher spielen.

So etwas zu sagen, würde ich mir nie anmaßen. Wenn andere Leute das sagen, macht mich das glücklich, aber ich mag so etwas eigentlich gar nicht. Ich bin glücklich und habe Spaß bei Preußen. Wenn ein Angebot kommt, schaue ich es mir an, aber ich habe nicht die Absicht den Verein zu wechseln.

Wie würden Sie sich selbst auf dem Platz beschreiben? Sie gelten als laufstark, technisch versiert und als einer, der sich zerreißt für die Mannschaft.

Ich bin ehrgeizig, hasse es zu verlieren und bin daher immer mit vollem Einsatz bei der Sache. Und noch ehrgeiziger bin ich in Derbys: Derbys zu verlieren geht gar nicht.

Welche Vorbilder haben sie?

Das sind auf jeden Fall meine beiden Brüder Daniel und Dominik, die beide älter sind. Sie sind beruflich da, wo sie sein möchten. Beide sind zufrieden und haben es geschafft, Fuß zu fassen. Das ist auf jeden Fall viel Wert und da möchte ich auch hin: am besten als Feuerwehrmann.

Vor einiger Zeit hatten Sie einen Kreuzbandriss. Was gung Ihnen nach der Diagnose durch den Kopf ?

Auf jeden Fall nichts Gutes. Ohne meine Freunde und ihre Unterstützung wäre ich nicht zurück gekommen. Das nagt an einem. Und an dieser Stelle möchte ich einfach Kathrin Hilz danken, die mich immer wieder aufgebaut hat. Nach der Verletzung geht man natürlich ein bisschen vorsichtiger in die Zweikämpfe. Aber ich war schnell wieder da. Und wenn das Band reißt, dann reißt es eben.

Ihr aktueller Coach ist Thomas Bogdahn. Wie ist die Arbeit mit ihm?

Die Arbeit ist sehr gut, auch die Mannschaft ist zufrieden. Wir können uns nicht beschweren, da wir viele Freiheiten haben im Training. Es kommt auch immer drauf an, wie viele Leute da sind.

Was glauben Sie, wo geht die Reise mit Preußen Gladbeck diese Saison hin? Derzeit sind sie ganz oben mit dabei, waren vor kurzem noch Tabellenführer...

Der Aufstieg sollte definitiv drin sein. Wir sind die stärkste Mannschaft in der Liga. Daher sollten wir das Projekt Aufstieg auch über die Bühne kriegen. Wenn man dann einmal Tabellenführer ist, darf man sich das auch nicht mehr nehmen lassen.

Wenn Sie nun sonntags auflaufen und wissen, dass sie die Liga anführen, was ist das für ein Gefühl?

Das ist ein super Gefühl. Es ist lange her, dass Preußen Tabellenführer in der Kreisliga A war. Da ist natürlich ein gewisser Stolz dabei. Aber dass wir da oben bleiben, dafür müssen wir jedes Spiel erneut kämpfen. Das Wichtigste ist, dass wir nicht abheben, sonst vergeigen wir es. Wir müssen einfach jedes Spiel gewinnen.

Aufstieg hin oder her: Haben Sie vor, auch im nächsten Jahr für SGP zu spielen?

Ich fühle mich sehr wohl und schaue mich nicht um. Nicht nur wegen der Mannschaft, sondern auch wegen des Umfeldes. Man sollte den Verein nicht von der Liga abhängig machen. Wenn ich das gemacht hätte, wäre ich in Rentfort gelandet.

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