Schwimmen

Hoffnungen ruhen auf Ehring und Theis

Auch im Kraftraum fleißig: Björn Maue, Mareike Ehring, Mara Verje, Christopher Theis, Ilka do Paco Verhoeven, Carolin Theis und Marina Koop (v. li.). Fotos:C. Wojtyczka

Auch im Kraftraum fleißig: Björn Maue, Mareike Ehring, Mara Verje, Christopher Theis, Ilka do Paco Verhoeven, Carolin Theis und Marina Koop (v. li.). Fotos:C. Wojtyczka

Gleich fünf VfLer steigen am ersten Tag der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften ins Wasser. Der Erfolg wird aber nicht nur in Medaillen gemessen.

Berlin, Berlin! Auch wenn das DFB-Pokalfinale der Fußballer gerade vorbei ist, werden in der Hauptstadt weiter munter nationale Titel verteilt. Und nachdem schon der große Fußball-Pott in den Pott wanderte, besteht durchaus Hoffnung, dass ein paar Pokale und Medaillen folgen werden – dann allerdings nach Gladbeck.

Sieben Schwimmerinnen und Schwimmer des VfL Gladbeck haben sich am Sonntagmorgen mit dem Auto auf den Weg nach Berlin gemacht, wo sich von Montag bis Freitag die Deutsche Nachwuchs-Schwimm-Elite zu den nationalen Jahrgangsmeisterschaften trifft: Ilka do Paco Verhoeven, Mareike Ehring, Marina Koop, Björn Maue, Carolin Theis, Christopher Theis und Mara Verjé. 23mal steht einer dieser Sieben auf dem Startblock – bereit für die Minuten, in denen Wochen und Monate harter Arbeit belohnt werden. Oder auch nicht.

Die Roten fühlen sich gut vorbereitet

„Es kommt auch auf die Nerven an, und auf die Tagesform“, meinte VfL-Trainerin Sandra Steiger vor der Abfahrt zu den Medaillenchancen ihrer Schützlinge.

Am Edelmetall jedenfalls könne man am Ende nicht zwingend festmachen, ob der Trip erfolgreich gewesen sei oder nicht. „Wir schauen vor allem auf uns. Wir sind gut vorbereitet, die Stimmung ist gut. Auch die Nervosität, die ja kurz vorher jedes Jahr etwas kommt, hält sich in Grenzen.“

Alle Schwimmer sind gesund und laut Steiger in Topform, sie arbeiten lange auf diese Meisterschaft hin. Jetzt geht es darum, dort die persönliche Bestzeit zu schwimmen. „Den Rest warten wir dann ab.“ Hoffnung auf Medaillen macht der VfL sich natürlich trotzdem.

Ehring ist eine Medaillenkandidatin

Kandidatin Nummer eins auf VfL-Edelmetall ist Mareike Ehring (Jahrgang 2001). Die Bottroperin hat schon gezeigt, dass sie im Berliner Wasser gut unterwegs ist und sticht auch in den Meldelisten hervor: Drittbestes Meldeergebnis ihres Jahrgangs über 200 Meter Schmetterling, das beste über 50 Meter. Die beste aller gemeldeten Zeiten hat sie über 100 Meter vorzuweisen.

„Die Konkurrenz ist schwer einzuschätzen. Medaillen sind schön, aber wir wissen nicht, was die anderen machen“, schürt Sandra Steiger nicht zu hohe Erwartungen – aber auch sie will natürlich möglichst viele Finalteilnahmen, Platzierungen, Medaillen.

Christopher Theis startet gleich sechsmal

Zweite Gladbecker Hoffnung ist Christopher Theis, der gleich sechsmal qualifiziert ist. Auch Marina Koop darf sich laut Steiger Endlaufhoffnungen machen. Der Rest der Truppe reist eher als Außenseiter an – aber natürlich nicht als Touristen.

„Von der Stadt kriegt man wenig bis gar nichts mit“, erklärt Steiger. „Wir sind fast rund um die Uhr im Bad, beim Training, beim Wettkampf – oder eben im Hotel nebenan.“

VfL ist froh, nicht mit der S-Bahn fahren zu müssen

Wie schon in den Vorjahren wohnt der VfL direkt neben der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark, wo die Wettkämpfe stattfinden. „Und das ist auch gut“, meint Steiger: „Berlin ist groß und es ist kontraproduktiv, wenn man morgens und abends jeweils noch eine Stunde S-Bahn fahren muss.“

Perfekte Bedingungen also, alles bereit. Am ersten Wettkampftag heute gehen gleich fünf Siebtel des VfL-Teams an den Start: Christopher Theis, Carolin Theis, Mara Verjé, Marina Koop und Mareike Ehring schwimmen in Berlin. Da, wo die großen Titel vergeben werden.

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