Sport für Kinder

Gladbecker Verein ‘Sport kann mehr’ stellt sich vor

Der Verein ‘Sport kann mehr’ stellte sich im Rathauspark vor. Maxi (li.) und Smilla nahmen an der Kinderolympiade teil, Therry leitete das Sackhüpfen.

Foto: Heinrich Jung

Der Verein ‘Sport kann mehr’ stellte sich im Rathauspark vor. Maxi (li.) und Smilla nahmen an der Kinderolympiade teil, Therry leitete das Sackhüpfen. Foto: Heinrich Jung

Gladbeck.   Seit 2016 existiert der Gladbecker Verein ‘Sport kann mehr’. Nun hat er sich erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert. Worum es dem Klub geht.

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Aarons Lieblingssportart? „Fußball“, antwortet der Junge prompt. Im Verein ‘Sport kann mehr’ lernt der Siebenjährige das Kicken. Aber auch andere Ballsportarten wie Handball oder Volleyball und noch vieles andere mehr. „In diesem Klub“, sagt Aarons Mutter Natalie Raulf, „werden die Kinder gut vorbereitet. Sie können sich dann entscheiden, welchen Sport sie längerfristig ausüben möchten.“

Anno 2016 haben Oliver Martin, Sören Schüren, Marlene Entrich und andere Gladbecker den Verein ‘Sport kann mehr’ gegründet. Jetzt hat er sich im Rathauspark erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und eine Kinderolympiade veranstaltet.

Es geht auch um die Vermittlung von Werten

‘Sport kann mehr’ - welche grundsätzliche Idee steckt dahinter? Der Verein wolle, so Martin im Gespräch mit der WAZ, Kindern Bewegungsangebote machen – altersgerecht, ohne Wettkampf- und Leistungsdruck und ohne verfrühte Spezialisierung. „Wir sind kein Fußballverein und wir sind kein Tennisverein“, betont Martin, „vielmehr bilden wir Allrounder aus. Die Kinder, die zu uns kommen, sollen alle Ball- und Rückschlagsportarten ausprobieren können.“

Aber es geht den Initiatoren von ‘Sport kann mehr’ nicht nur um die sportliche Betätigung. Sondern auch um die Vermittlung von Werten, die es laut Oliver Martin wert sind, vermittelt zu werden. Fairness sei so ein Wert, Respekt ein anderer. „Diese Werte sollten wieder stärker in den Fokus rücken“, sagt Oliver Martin.

Verein ist in der Halle am Krusenkamp zu Hause

Der hat sich viele Jahre lang dem zunächst beim SV Zweckel angesiedelten, vielfach ausgezeichneten und zum Beispiel vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gelobten Projekt ‘Fußball kann mehr’ gewidmet. Seinerzeit besuchten seine Nachwuchskicker in der Vorweihnachtszeit auch mal ein Seniorenheim, um dort Lieder zu singen oder Geschichten vorzulesen, oder einen Workshop zum Thema gesunde Ernährung.

„Wir haben unserem Projekt“, sagt Martin, „ein Zuhause gegeben.“ Aus ‘Fußball kann mehr’ wurde der Verein ‘Sport kann mehr’, der immer montags von 16 bis 17 Uhr und freitags von 15.30 bis 16.30 Uhr in der Turnhalle am Krusenkamp in Gladbeck-Ost Übungsstunden anbietet.

Knirpse kommen zunächst in den Sport-Kindergarten

Die Jüngsten, also Knirpse im Alter zwischen drei und sechs Jahren, kommen in den sogenannten Sport-Kindergarten. „Die Kiddies sollen“, betont Oliver Martin, „spielerisch an Bewegung herangeführt werden.“ Besonders wichtig: die erste Berührung mit dem Ball solle eine positive Erfahrung sein. In einem Flyer des Vereins heißt es dazu: „Große, kleine, schwere und leichte Bälle. Es wird gerollt, geprellt, geschossen und geworfen. Dabei steht das ‘Erleben’ des Balles im Vordergrund.“

Wer älter als sechs Jahre ist, wechselt in die Ballschule. In ihr soll das im Sport-Kindergarten Er- und Gelernte vertieft werden. Zudem sollen die Mädchen und Jungs nun die ersten Ansätze der verschiedenen Ball- und Rückschlagsportarten kennenlernen.

‘Sport kann mehr’ versteht sich als Dienstleister

„Wir wollen“, sagt Martin ausdrücklich, „den anderen Vereinen die Kinder nicht wegnehmen. Wir verstehen uns vielmehr als Dienstleister der anderen Gladbecker Sportvereine.“ Denn mit acht Jahren sollen die ‘Sport-kann-mehr’-Kinder, abhängig von Talent und Neigung, in den Fußball-, Handball-, Volleyball- oder Tennisklub ihrer Wahl wechseln.

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