Fußball

„Fast alle reden von Aufstieg“ – FSM Gladbeck im Formcheck

Mert Kara wechselte von Rhenania Bottrop zu FSM Gladbeck. Trainer Engin Canikli ist von dem Zugang besonders angetan.

Mert Kara wechselte von Rhenania Bottrop zu FSM Gladbeck. Trainer Engin Canikli ist von dem Zugang besonders angetan.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Am 11. August wird wieder um Punkte gespielt. Die WAZ nimmt daher die Gladbecker Bezirks- und A-Ligisten unter die Lupe. Heute: FSM Gladbeck.

Im Amateurfußball wird am Sonntag, 11. August, wieder um Punkte gespielt. Die WAZ nimmt aus diesem Anlass die Gladbecker Bezirks- und A-Ligisten unter die Lupe. Heute gucken wir uns FSM Gladbeck näher an.

Rückblick

Die Erwartungshaltung war groß: Schließlich hatte FSM in der Saison 2017/2018 erst im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen den VfB Kirchhellen den Kürzeren gezogen. Davon erholte sich der Klub im Laufe der Runde 2018/2019 nur schlecht. Zwar wurden die Gladbecker Tabellendritter, der Rückstand auf Platz eins betrug aber 26 Punkte.

Das Saisonziel

„Fast alle reden von Aufstieg.“ Das sagt Trainer Engin Canikli. Er dämpft aber die Erwartungen prompt: „Wir haben eine gute Mannschaft und sind auch in der Breite gut aufgestellt, aber es wäre vermessen, vom Aufstieg zu sprechen.“ Ungeachtet dessen geht er davon aus, dass sein Team oben mitspielen wird. Absoluter Favorit sei die SpVgg Erle 19. „Ich glaube, dass die durchmarschieren werden“, so der Übungsleiter. Wichtig sei es, wieder positive Schlagzeilen zu schreiben.

Die Saisonvorbereitung

Es wurde hart gearbeitet bei FSM Gladbeck. Bereits nach den ersten Wochen fielen einige Akteure aus. „Das war alles muskulär bedingt, aber die Spieler werden merken, dass es wichtig war, hart zu arbeiten, damit sie in der Saison fit sind“, erklärt Canikli. Und weiter: „Wir haben uns spielstarke Gegner ausgesucht, damit wir uns weiter entwickeln können“, so der Trainer.

Gegen YEG Hassel aus der Westfalenliga verlor FSM zu Beginn der Saisonvorbereitung deutlich mit 0:8. Canikli: „Ich bin davon überzeugt, dass wir nun nicht mehr so hoch verlieren würden.“ Im Pokal gab es gegen tief stehende Adler aus Ellinghorst einen 6:0-Erfolg. Canikli: „Solche Spiele sind schwer, da müssen wir die Lücken finden. Aber auch das haben wir gut gemacht.“

Zu- und Abgänge

Zugänge: Abdulkadir Karadeniz (YEG Hassel), Efkan Aydin (SG Osterfeld), Arthur Jagus (Sportfreunde Wanne II), Mert Kara (Rhenania Bottrop), Ziya Besevli (SC Hassel), Serkan Köse (SV Horst 08 II), Gökhan Aydin (Adler Feldmark).

Abgänge: Sait Sakar (VfL Resse), Onur Yilmaz (eigene zweite Mannschaft), Hussein Sarray (unbekannt).

Insgesamt sieben Zugänge meldete FSM Gladbeck und gab dabei nur drei Spieler ab. Wohl der bekannteste Abgang ist Hussein Sarray, der nach dem Spiel bei Eintracht Erle im Oktober 2018 für 15 Monate gesperrt wurde. Trainer Engin Canikli übernahm FSM im Winter und sagt: „Ich glaube, er hat mit Fußball aufgehört, ich habe ihn auch gar nicht mehr kennengelernt.“

Von den Zugängen ist der Trainer mehr als begeistert. „Es arbeiten alle gut. Die Aydin-Brüder kannte ich ja vorher schon, aber was die malochen, ist der Wahnsinn“, erklärt Engin Canikli und hat ein Sonderlob für Mert Kara, der von Rhenania Bottrop an den Hartmannshof kam: „Er ist ein absoluter Glücksgriff und schon jetzt ein absoluter Führungsspieler.“

Unsere Prognose

Es steht und fällt mit dem Saisonstart. Mit der SSV Buer II, dem VfL Grafenwald und dem BV Horst-Süd hat die Canikli-Elf einen vermeintlich leichten Start. Kommen die Gladbecker in den sogenannten „Flow“, kann es für FSM auch für ganz oben reichen, sprich für einen Platz unter den ersten Dreien.

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