Schwimmen

DM-Absage: Wie geht es für Gladbecks Topschwimmerin weiter?

Jessica Steiger, Topschwimmerin des VfL Gladbeck, ist von der Absage der DM in Berlin nicht überrascht worden.

Jessica Steiger, Topschwimmerin des VfL Gladbeck, ist von der Absage der DM in Berlin nicht überrascht worden.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Schwimm-DM in Berlin am Ende des Monats ist abgesagt worden. Für Jessica Steiger (VfL Gladbeck) bleibt ungeachtet dessen vieles ungewiss.

Überrascht worden ist sie von dieser Entscheidung nicht mehr. „Die Gerüchte kursierten ja schon seit zwei Wochen“, sagt Jessica Steiger mit Blick auf die endgültige Absage der Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin. Die nationalen Titelkämpfe sollten, nachdem sie bereits im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie verschoben worden waren, nun eigentlich vom 29. Oktober bis zum 1. November ausgetragen werden.

In Magdeburg soll es kurz vor Weihnachten um die Olympia-Quali gehen

Damit, dass die „Deutschen“ ausfallen, kann Jessica Steiger durchaus leben. „Sie wären in diesem Jahr für mich Zwischenstation gewesen“, so die Aktive des VfL Gladbeck. Sie richtet ihr Augenmerk einzig und allein auf das Wochenende vor den Weihnachtstagen: Vom 18. bis zum 20. Dezember soll es in Magdeburg um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio gehen.

Wobei die Betonung in diesen Tagen auf „soll“ liegt. Denn noch kann niemand sagen, wie sich das Infektionsgeschehen entwickeln wird. Eigentlich will Jessica Steiger vor den alles entscheidenden Wettkämpfen ein Höhentrainingslager in der spanischen Sierra Nevada absolvieren. Der Deutsche Schwimmverband reist jedoch nicht in Risikogebiete. „Ich habe mir privat einen Platz in der Sierra reserviert“, verrät die Welt- und Europameisterschaftsteilnehmerin aus Gladbeck.

Jessica Steiger möchte ein Höhentrainingslager in Spanien absolvieren

Ungeachtet dessen weiß Steiger aber nicht, ob sie den Trip, der am 23. November beginnen soll, antreten wird oder nicht. Das hängt von den dann gültigen Corona-Regeln ab. Sollte sie sich nach dem Trainingslager in Quarantäne begeben müssen, wird sie nicht reisen. Ihr großes Problem dabei ist: Die Bestimmungen können sich schnell ändern.

„Ich unterliege derzeit ziemlichen Stimmungsschwankungen“, gibt Jessica Steiger einen Einblick in ihr Seelenleben. Es gebe Tage, da sage sie sich im Training, dass alles schon werde, an anderen Tagen müsse sie sich dagegen „aus einem Loch herausziehen“.

Hoffnung macht Jessica Steiger die Schwimm-Profiliga

Hoffnung, auch für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio, macht Steiger die International Swimming League, die Schwimm-Profiliga, die am vergangenen Wochenende in Ungarn Station machte und wo auch einige deutsche Aktive Erfolge feiern konnten. „Die Liga“, sagt das Aushängeschild des VfL, „zeigt, dass es im Schwimmen und dass es vielleicht auch in Tokio gehen kann.“

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