Handball Oberliga

Defftes Vorgaben: „60 Minuten unser Spiel spielen“

Klare Vorgaben: VfL-Trainer Sven Deffte hat die richtigen Mittel parat, um den ungewöhnlichen Ansatz des TuS zu schlagen.

Klare Vorgaben: VfL-Trainer Sven Deffte hat die richtigen Mittel parat, um den ungewöhnlichen Ansatz des TuS zu schlagen.

Foto: Andreas Hofmann

Gegen Ferndorf soll endlich der erste Sieg 2019 für den VfL her. Das Duell mit dem Tabellenachten Samstagabend wird aber taktisch anspruchsvoll.

Schon im Hinspiel gegen den TuS Ferndorf II hatte der VfL Gladbeck eine Serie zu brechen. Bis dato waren die Gladbecker in ihren (zwei) Oberliga-Auswärtsspielen sieglos – mit dem 32:29 am Tag der Deutschen Einheit änderte sich das.

Vor dem Rückspiel, das am Samstag (19.30 Uhr) in der Riesenerhalle steigt, ist die Lage bei den Roten noch kritischer: Der VfL ist in allen vier Spielen in 2019 noch ohne Punktgewinn und will beziehungsweise muss das dringend ändern. Vor allem vor eigenem Publikum natürlich.

Das Hinspiel gegen Ferndorf II als Blaupause für Samstagabend zu nehmen, taugt aber nicht wirklich. Die Gladbecker traten ohne Dalian, Janus, Bach und Giesbert an, Krönung, Brockmann und Blißenbach warfen dafür zusammengerechnet 21 Tore.

Korona steht statt Büttner im Tor

Für Samstag sieht es besser aus, nur Sebastian Büttner und Hans Müller fehlen, hinter dem Einsatz von Marcel Giesbert steht ein Fragezeichen. Philipp Korona steht fürs Tor aber wieder bereit, dazu kommt Dennis Groß, der in Hemer einen guten Job machte, oder Justin Sieg.

Taktisch allerdings wird es spannend, ob das Deffte-Team wieder die richtigen Lösungen findet. Vorbereitet sind die Gladbecker jeweils sowohl im Angriff auf die 3:2:1-Deckung des TuS (Deffte: „Die sieht man in dieser Liga nicht oft“) als auch in der Deckung auf das Spiel gegen sieben Feldspieler.

Gegen Ferndorf ist hohe Disziplin gefordert

„Klar haben wir uns das angeguckt. Sie machen das zwar nicht regelmäßig, aber weil unsere 6:0-Deckung im Hinspiel gut stand, haben sie es da 40 Minuten dauerhaft gespielt“, erinnert sich Deffte. Wichtiger noch wird aber das Angriffsspiel – hier liegt der Schlüssel, den Ferndorfern ihr Lieblingsspiel wegzunehmen.

„Ihre Stärke ist das Tempospiel, das müssen wir unterbinden“, sagt Deffte – und das geht besonders in Richtung seiner Schützen. „Wenn wir anfangen, unvorbereitet abzuschließen, dann rennen wir in die Gegenstöße und kassieren leichte Gegentore.“

Stimmung in der Mannschaft wurde besser

Ferndorf ist eine junge Mannschaft rund um zwei oder drei Routiniers, dass die vor einer Woche mit neun Toren bei Schlusslicht Harsewinkel unterging, will Sven Deffte gar nicht überbewerten. Stattdessen setzt er den Fokus auf die eigene Mannschaft: „Wir müssen einfach mal wieder 60 Minuten lang diszipliniert unser Spiel spielen“, sagt er, und natürlich die taktischen Vorgaben umsetzen – auch daran haperte es in dieser Saison schon öfters.

Deffte ist jedoch überzeugt, dass die Niederlagenserie, die der VfL so auch länger nicht erlebt hat, bald reißt. „Klar war die Stimmung Anfang der Woche nicht die beste, aber die Jungs haben gut gearbeitet und Richtung Spieltag wurde es auch immer besser.“ Er wiederhole sich zwar, aber: „Die Jungs arbeiten gut, ich kann keinem etwas vorwerfen – und ich bin überzeugt, dass sie sich bald auch wieder dafür belohnen werden.“

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