Einradfahren

Das Rad ist ständiger Begleiter des Gladbeckers Jakob Prinz

In Aktion: der Gladbecker Einradfahrer Jakob Prinz.

In Aktion: der Gladbecker Einradfahrer Jakob Prinz.

Foto: Konstantin Höhne

Gladbeck.  Der Gladbecker Jakob Prinz ist schon lange als Einradfahrer aktiv. Der Schüler des Ratsgymnasiums ist schon überaus erfolgreich gewesen.

In diesem Sommer geht es bei den Einradfahrern der DJK Adler Bottrop etwas ruhiger zu. Weil die Europameisterschaft ausfällt, gönnte der Trainer seinem Schützling Jakob Prinz sogar drei Wochen Einrad-Pause. Doch der 17-jährige Gladbecker kann gar nicht ohne.

Bereits nach vier Tage holte er sein Einrad wieder aus der Garage. „Ganz ohne Rad geht für mich nicht“, gibt Prinz zu. Der Schüler des Ratsgymnasiums, der momentan die Ferien genießt, kennt so ruhige Sommer gar nicht. In den vergangenen Jahren fuhr die Familie Prinz während der sechswöchigen Schulpause immer wieder zu internationalen Wettbewerben. Im Jahre 2015 ging es etwa nach Italien, wo der junge Gladbecker seinen bisher größten Erfolg feiern konnte.

Rad ist Prinz’ ständiger Begleiter

Prinz wurde in Mondovi Vize-Europameister in seiner Lieblingsdisziplin: dem Einbein Einrad. In dieser Disziplin treten die Teilnehmer über 50 Meter nur mit einem Bein in das Pedal, während das andere an der Gabel abgelegt wird. Prinz geht aber nicht nur beim Einbein an den Start, sondern er sprintet auch über 100 bis 800 Meter und nimmt zudem an den Radlauf-Wettrennen teil. Beim Radlauf läuft der Fahrer mit beiden Füßen auf dem Reifen und bewegt sich damit über 30 Meter vorwärts.

Wie ist er zu diesem Sport gekommen? Das hat Jakob Prinz seinen Nachbarn zu verdanken. Er sah irgendwann einmal zwei Mädchen auf seiner Straße Einrad fahren und wollte das auch ausprobieren. Er ging mit den beiden zum Anfängertraining in ihrem Verein und fühlte sich dort sofort wohl. Danach war das Rad fast immer ständiger Begleiter.

Jakob Prinz spielt auch noch Einradhockey

Nur während eines halbjährigen Intermezzos auf dem Fußballplatz ging der Fokus etwas verloren. „In der Zeit habe ich aber gemerkt, dass Einrad mein Ding ist und nichts anderes“, erzählt Prinz. Folgerichtig ist er sofort wieder aufs Rad umgestiegen. Er ging dann aber nicht mehr in die Anfänger-, sondern in die Renntrainingsgruppe. In dieser trainiert Prinz mit 25 Teamkollegen zweimal in der Woche in Bottrop.

Doch nicht alle seiner Teamkameraden sind so ehrgeizig und ambitioniert wie der junge Gladbecker. Einige belassen es bei diesen zwei Einheiten, Prinz dagegen versucht, sich täglich zu verbessern. Unter anderem spielt er aus diesem Grund auch noch Einradhockey. „Wir sind eine zusammengewürfelte Gruppe, sind auf ganz Deutschland verteilt“, erklärt der 17-Jährige.

Zu Besuch bei Freunden in Bayern

Der hat inzwischen sogar in Bayern viele Freunde gefunden, mit denen er regelmäßig etwas unternimmt. Beispielsweise fuhr Prinz unlängst in den Süden der Republik, um an einem Muni Rennen teilzunehmen. Das Muni ist ein spezielles Einrad, welches für Berge ausgelegt ist und für Moutainbikestrecken genutzt wird. „An solchen Wochenende sind die Ambitionen natürlich nicht wirklich groß. Der Spaß steht hier im Vordergrund“, so Jakob Prinz.

Wer sich mit dem jungen Gladbecker unterhält, gewinnt nicht den Eindruck, dass es in diesem Sommer bei den Einradfahrern tatsächlich ruhiger zugeht.

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