Fußball

Co-Trainer André Marcussen verlässt den BV Rentfort

André Marcussen, Co-Trainer beim Fußball-Bezirksligisten BV Rentfort, wird am Saisonende den Verein verlassen und sucht ein neues Betätigungsfeld.

André Marcussen, Co-Trainer beim Fußball-Bezirksligisten BV Rentfort, wird am Saisonende den Verein verlassen und sucht ein neues Betätigungsfeld.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   André Marcussen, Co-Trainer des Fußball-Bezirksligisten BV Rentfort, verlässt am Saisonende den Klub. Warum der Coach sich so entschieden hat.

„Die Verweildauer von Corne (Marcel Cornelissen, Anm. d. Red.) ist irgendwann endlich“, steigt Christian van Doorn, Vorstand Abteilungsleiter Fußball des BV Rentfort, in das Gespräch mit dieser Zeitung ein. Wie die WAZ bereits berichtete, stößt zur kommenden Saison Marcel Lehmann, derzeit Übungsleiter der A-Jugend des VfB Kirchhellen, zum Trainerteam an der Hegestraße hinzu.

Dass er nun sogar der neue Cheftrainer wird, ist seit März entschieden. Marcel Cornelissen bleibt noch ein Jahr weiter dabei. Sein derzeitiger Co-Trainer André Marcussen wird den Verein dagegen verlassen.

Einer muss das letzte Wort haben

„Die Bekanntgabe und wie das gelaufen ist, war ein bisschen unglücklich. Das haben wir aber intern geregelt“, sagt Marcussen. Er wusste noch nicht, dass die Lehmann-Verpflichtung schon fix war, als Marcel Cornelissen das im Januar bekanntgab. Er möchte die Saison mit der Mannschaft aber noch erfolgreich zu Ende bringen. „Ich habe ganz klar gesagt, dass ich unter der Leitung eines Jugendtrainers nicht weitermachen werde.“ Der Verein wollte ihn behalten. Mit einer eigentlich anders gedachten Strategie.

„Wir als Verein hatten uns ursprünglich das Modell mit einer Doppelspitze vorgestellt. Wie damals bei Dolli (Marc Schäfer, Anm. d. Red.) und Corne“, erklärt Vorstandschef van Doorn. Zwei Trainer mit gleicher Verantwortung an der Seitenlinie. „Dagegen stand aber der Anspruch jedes Trainers. Weder Marcel Lehmann noch André Marcussen konnten sich das vorstellen. Einer müsse das letzte Wort haben. Das spricht letztlich ja auch für die beiden“, erklärt er weiter. Deshalb war der BVR gezwungen, eine Entscheidung zu treffen. Wer die Verantwortung in der kommenden Saison übernimmt. Die fiel zu Gunsten von Marcel Lehmann aus.

Marcussen wünscht Lehmann viel Erfolg

„Für mich war es natürlich nicht so schön. Es ist aber ganz fair abgelaufen. Die sportliche Leitung von Rentfort hat so entschieden. Das habe ich so zur Kenntnis genommen. Nach der Saison werden sich die Wege trennen“, erklärt Marcussen. Einzig die Bekanntgabe sei etwas unglücklich gewesen. Marcel Lehmann wünschte er viel Erfolg für die Zeit mit der Mannschaft.

Wieso sich die Gladbecker für ihn entschieden haben, das haben die Rentforter ebenfalls intern geklärt. „Lehmann kam auf Vorschlag von Corne bei uns ins Gespräch. Wir hatten ihn, um ehrlich zu sein, nicht so auf dem Zettel. Er ist genauso schräg drauf wie Corne“, sagt van Doorn und lacht. „Es ist, das kann ich ja sagen, ein offenes Geheimnis, dass die Spieler zu uns kommen, weil Corne der Trainer ist. Ich glaube, da haben wir mit Marcel Lehmann eine super Entscheidung getroffen.“

Christian van Doorn ist es dennoch wichtig zu sagen, was er von Marcussen hält: „André ist unheimlich beliebt bei der Mannschaft und ein sehr loyaler Typ. Das Argument was er anführt, er sei älter und erfahrener, kann jeder von uns nachvollziehen.“

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