Fußball

BV Rentfort kommt mit veränderter Spielweise zum Erfolg

Tobias Stukator (links) und Kollegen überraschten den VfB Kirchhellen in der Bezirksliga mit einer defensiven Herangehensweise. Heraus kam am Ende ein 2:1-Heimerfolg. Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Tobias Stukator (links) und Kollegen überraschten den VfB Kirchhellen in der Bezirksliga mit einer defensiven Herangehensweise. Heraus kam am Ende ein 2:1-Heimerfolg. Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Der BV Rentfort spielte beim 2:1-Sieg gegen den VfB Kirchhellen anders als sonst. Mit diesem Plan schickte Marcel Lehmann seine Elf aufs Feld.

Beim 1:0 fiel die Last von Marcel Lehmann ab: Als Jesse Hajder den BV Rentfort im Bezirksliga-Spiel gegen den VfB Kirchhellen in Führung brachte, ging der Rentforter Trainer in die Knie, ballte beide Fäuste und bejubelte den Treffer.

Der BVR feierte mit dem 2:1-Erfolg gegen die Kirchhellener den ersten Dreier seit dem 22. September. Damals gab es einen 6:1-Heimsieg gegen den SV Horst-Emscher 08 II. Es folgten drei Niederlagen in Serie - im Derby beim SV Zweckel, zuhause gegen Teutonia SuS Waltrop und beim SV Vestia Disteln.

BV Rentfort reagierte auf die vielen Gegentore

Dementsprechend glücklich zeigte sich Lehmann über den Erfolg vom Wochenende. „Das war ein ganz wichtiger Sieg für die Stimmung und Gemengelage innerhalb der Mannschaft. Wir haben bis zur Winterpause noch einige unangenehme Aufgaben. Da kann man auch mal ganz schnell unten auf Platz 13 stehen“, verweist er nochmals auf die Bedeutung der drei Punkte, die seinem Team wieder Luft verschaffen.

Für die Partie gegen Kirchhellen setzte Lehmann auf eine andere Spielweise. „Wir haben in den vergangenen Spielen einfach zu viele Gegentore kassiert“, sagt er mit Blick auf die zwölf Einschläge während der Niederlagenserie. Er habe die Defensive stärken wollen und deshalb der Mannschaft bereits im Vorfeld den Plan an die Hand gegeben, erst ab der Mittellinie den Gegner zu stören und so für Kompaktheit im eigenen Spiel zu sorgen. Das klappte zur Freude von Lehmann gegen seinen ehemaligen Verein auch über weite Strecken.

„Ich denke, dass wir Kirchhellen damit ein Stück weit überrascht haben. Normalerweise ist es nicht unsere Art so tief zu stehen. Aber unsere Spielidee ist aufgegangen“, meint der Coach hinterher: „Es war mir schon vorher klar, dass es kein schönes und ansehnliches Spiel wird.“ Er könne sich nicht daran erinnern, dass sein Team in seiner Amtszeit in einer Begegnung so defensiv aufgetreten ist wie am Sonntag.

In der Tat neutralisierten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit lange Zeit. Aus der abwartenden Haltung heraus setzte die Lehmann-Elf jedoch immer wieder Nadelstiche durch schnell vorgetragene Kontern. Einer davon führte zum 1:0, als Julian Steinhaus Hajder mit einem Pass durch die Schnittstelle der VfB-Viererkette auf die Reise schickte. Dieser Spielzug gefiel auch Lehmann.

Leichte Kritik für passives Zweikampfverhalten

Die beiden Tore vor der Pause hätten es seiner Truppe natürlich etwas leichter gemacht. Doch in Durchgang zwei kam Kirchhellen noch einmal auf. „In der Phase bis zur 60. Minute wurden wir zu passiv und sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen“, berichtet Lehmann, der allerdings im selben Atemzug einschränkt: „Eigentlich wurde Kirchhellen nur nach Standardsituationen wirklich gefährlich.“

Die Rentforter überstanden nach dem Anschlusstor auch die anschließende Drangphase der Gäste, als ein hoher Ball nach dem anderen in den Strafraum segelte. Dort aber hatte die BVR-Innenverteidigung um Patrick Draxler und Phillip Schulte Im Walde die Lufthoheit. „Für die Abwehrleistung muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen“, betont Lehmann, der in sein Lob auch die zentralen Mittelfeldspieler Julian Steinhaus und Alexander Deucker mit einbezieht.

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