Volksbank-Schwimmcup

Beim Gladbecker Schwimmcup gibt’s keine Verlierer

Beim Volksbank-Schwimmcup des VfL Gladbeck schwammen die Sportler wieder um Medaillen und andere Prämien. Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Beim Volksbank-Schwimmcup des VfL Gladbeck schwammen die Sportler wieder um Medaillen und andere Prämien. Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Beim Volksbank-Jugend-Schwimmcup in Gladbeck folgte Rennen auf Rennen. Angefeuert wurden die Nachwuchssportler von Stargast Paul Biedermann.

„Hol dir die Gummiente“, ruft ein Vater beim Volksbank-Jugend-Schwimmcup des VfL Gladbeck von der Zuschauertribüne in Richtung seiner Tochter, die sich gerade am Beckenrand für ihren Wettkampf bereit macht. Und tatsächlich: Das Mädchen auf Bahn drei setzt die Worte des Vaters in die Tat um und holt sich in ihrem Lauf souverän die Ente.

Das ist der Grundgedanke bei dieser Veranstaltung mit fast 200 Teilnehmern und mehr als 30 Vereinen: Es geht nicht nur um Medaillen und Plätze auf dem Siegerpodest. Selbst wer nicht in die Finalläufe einzieht, hat bereits in den Vorläufen die Möglichkeit, Prämien abzuräumen – wie zum Beispiel die Ente. Aber auch Kaffeemaschinen und Stereoanlagen sind dabei. „Es verlässt keiner als Verlierer die Schwimmhalle“, wie VfL-Sprecher Ralf Steiger im Vorfeld betonte.

Der Volksbank-Schwimmcup legt von Beginn an eine hohe Taktzahl vor. Es geht Schlag auf Schlag. Alles ist fein aufeinander abgestimmt. Der gerade laufende Wettkampf ist noch gar nicht abgeschlossen, da bereiten sich an den Startblöcken bereits die nächsten Schwimmer und Schwimmerinnen vor. Die Teilnehmer dehnen sich noch einmal mit einem Gummiband, lassen die Arme kreisen, schlagen sich zwei-, dreimal kräftig auf die Oberschenkel oder richten kurz bevor es ernst wird die Schwimmbrille.

Dann geht es zum Start. Die Schwimmer aus dem vorherigen Lauf steigen gar nicht erst aus dem Becken, sondern versuchen sich auf der jeweiligen Bahn so klein wie möglich zu machen, um beim Start nicht zu stören. Aus nächster Nähe verfolgen sie das Startsignal für den anstehenden Lauf, bevor es ins Trockene geht.

Autogrammstunde mit Paul Biedermann

Zu den Beobachtern am Samstag gehört auch Stargast Paul Biedermann , der mit einem tosenden Applaus empfangen wird. Kurz nach seiner Ankunft muss er sich das erste Mal beweisen. Es stehen diverse Siegerehrungen an. Kinder bringen auf roten Kissen die Medaillen zum Podium. Der zweifache Schwimmweltmeister gratuliert jedem Einzelnen per Handschlag – darunter auch Jessica Steiger vom VfL -- und macht dabei ebenso eine gute Figur wie bei der Autogrammstunde hinterher.

„Das ist natürlich sehr motivierend, wenn man um Prämien schwimmt“, erzählt Alisa Riebensahm, die in Münster lebt und trainiert, beim Volksbank-Schwimmcup aber für ihren Heimatverein SG Neukölln Berlin unter anderem über 100-Meter-Lagen am Start ist. Die 26-Jährige ist zum ersten Mal in Gladbeck dabei und findet vor allem die Organisation sehr gut. Einen kleinen Kritikpunkt sieht sie trotzdem: „Es ist sehr voll hier.“

Im Eingangsbereich haben zwei Jungs jedoch eine ruhige Ecke gefunden. Sie sitzen auf dem Boden und sind in einem Stapel Unterlagen vertieft. „Ich studiere Chemie und Lerne gerade“, berichtet Maximilian Reimann. Einen Blick über die Schulter wirft ihm David Maßmann.

Beide starten für die Sportunion Warendorf. „Ich war sehr früh dran und habe meinen nächsten Lauf erst am Nachmittag“, sagt der 23-Jährige, der vor allem mit seiner Zeit über 50-Meter-Brust sehr zufrieden war. Auch er war als Premierenstarter begeistert von der Atmosphäre..

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