Fußball-Westfalenliga

Zweimal Gelb-Rot: YEG Hassel unter Wert geschlagen

Die Hasseler Spieler um Mesut Özkaya (Zweiter von rechts) können den Platzverweis für Savas Turhal nicht fassen.

Die Hasseler Spieler um Mesut Özkaya (Zweiter von rechts) können den Platzverweis für Savas Turhal nicht fassen.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Bochum.  0:2 in Hordel. Abwehrchef Savas Turhal sieht bereits nach einer Viertelstunde Gelb-Rot. Beide Gegentreffer fallen erst in den letzten Minuten.

Mit einer bitteren 0:2-Niederlage bei der DJK TuS Hordel startete YEG Hassel in die neue Saison der Fußball-Westfalenliga. Bitter deshalb, weil die Hasseler einen guten Auftritt hinlegten und zumindest gleichwertig waren. Doch die Partie nahm schon nach einer Viertelstunde einen Verlauf, den sich YEG Hassel nicht gewünscht hatte.

Bereits in der sechsten Minute hätten die Gäste an der Hordeler Heide in Führung gehen können. Nach einem Fehlpass der Gastgeber vor dem eigenen Strafraum war plötzlich Ridvan Demircan allein vor dem Torhüter, sein Heber landete aber an der Latte. Fast im Gegenzug konnte Hordels Kapitän durch Hassels Savas Turhal nur durch ein Foul gestoppt werden. Die Gelbe Karte für Savas Turhal sollte noch Folgen haben. Denn nach einer Viertelstunde sah der Abwehrchef Gelb-Rot.

Zahlreiche merkwürdige Entscheidungen

Doch dieser Platzverweis war äußerst umstritten. Fast an der Torauslinie am Fünfmeterraum hielt ein Hordeler Spieler seinen Kopf zu tief. Savas Turhal wollte klären, traf aber seinen Gegner. Der junge Schiedsrichter Yannick Rupert zückte erneut den gelben Karton, was einen Platzverweis zur Folge hatte. Der folgende indirekte Freistoß blieb ohne Folgen.

Doch im weiteren Verlauf traf der Unparteiische weitere merkwürdige Entscheidungen. In der 28. Minute etwa hatte YEG Glück, denn Alper Özgen spielte den Ball mit dem Knie zu seinem Keeper Lukas Peto zurück, ohne dafür bestraft zu werden. Oder in der 60. Minute, als Mesut Özkaya vor dem gegnerischen Strafraum auf den Ball trat, dafür aber einen Freistoß bekam. Glück hatte auch Hordel, als der Ball nach einem Freistoß mit der Hand abgewehrt wurde, der Schiedsrichter aber weiterspielen ließ.

Erdmann trifft vom Elfmeterpunkt zum 1:0, Elbers zum 2:0

YEG-Trainer Ali Durmaz musste jedenfalls nach einer Viertelstunde umbauen. Der zuvor in der Offensive agierende Semih Esen rückte in die Abwehr. Dass jetzt aber die Gastgeber in Überzahl das bessere Team stellten, war nicht zu erkennen. Erst in der zweiten Halbzeit wurden die Hordeler überlegen, die Hasseler kämpften aber um jeden Ball.

Je länger die Partie dauerte, um so mehr verließen die Hasseler jedoch die Kräfte – und persönliche Fehler führten doch noch zu zwei Gegentreffern. Semih Esen – zuvor schon Gelb-belastet – war im eigenen Sechzehner zu einem Foul gezwungen und sah die Gelb-Rote Karte. Beim fälligen Elfmeter ahnte Lukas Peto zwar die Ecke, doch Timo Erdmann traf in der 87. Minute zum 1:0. In der Schlussminute hatte Lukas Peto dann aber keine Chance, als Peter Elbers freistehend das 2:0 besorgte.

YEG-Trainer Ali Durmaz will nichts zu Schiedsrichtern sagen

Ali Durmaz war nach der Niederlage natürlich nicht glücklich. „Ich bin enttäuscht, denn wir hätten was mitnehmen können. Die erste Gelb-Rote Karte war nicht berechtigt. Aber ich habe vor der Saison beschlossen, nichts gegen die Schiedsrichter zu sagen“, sagte der YEG-Trainer. „Es war entscheidend, dass der Abwehrchef wegfällt. Bei elf gegen elf wäre mehr drin gewesen.“

Tore: 1:0 Timo Erdmann (87., Foulelfmeter), 2:0 Peter Elbers (90.).

YEG Hassel: Peto - Kodaman, Özcan, Özgen, Akbaba, Ersoy, R. Demircan, Durmus (75. Kiral), Turhal, Esen, Özkaya.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben